Mutter und Kinder sterben bei Unfall

Tödliches Flugunglück auf Wasserkuppe: Behörden ziehen Konsequenzen!

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Tödlicher Flugunfall auf der Wasserkuppe am 14. Oktober 2018

Fulda/Mannheim - Nach dem dramatischen Flugunglück auf der Wasserkuppe, bei dem eine Mutter und ihr Kind in den Tod gerissen werden, haben Behörden den Flughafen für Fremde vorerst gesperrt:  

+++ UPDATE, 18. November: 

Auf dem Flugplatz auf Hessens höchsten Berg dürfen zunächst keine fremden Maschinen mehr verkehren – das ist die Konsequenz der Behörden nach dem tödlichen Flugunfall am 14. Oktober. Das Regierungspräsidium Kassel hat ein vorläufiges Landeverbot für fremde Maschinen verhängt. „Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit so etwas nie wieder passieren kann", erklärt Flugplatz-Leiter Harald Jörges.

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Mit Spannung wird nach wie vor der Zwischenbericht zur Unfallursache erwartet. Damit ist allerdings frühestens im Dezember zu rechnen. „Die Arbeit am Zwischenbericht läuft noch. Wir sind dabei, die Fakten zusammenzutragen", sagt der Sprecher des Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU), Jens Friedemann. Ein endgültiger Abschlussbericht wird erst 2019 fertiggestellt werden. 

Nach dem Flugunfall liegen die abgedeckten Leichen der drei Todesopfer auf dem Flugplatz auf Hessens höchstem Berg.

Maschine überladen?

Bei dem Unglück am 14. Oktober rast ein einmotoriges Leichtflugzeug über die Landebahn hinaus und verletzt eine 39-Jährige und ihre zwei Kinder (11 und 12) tödlich. Die Untersuchungen der Experten der BFU soll Erkenntnisse für die Ursachensuche liefern. Überprüft werden ob es einen Pilotenfehler oder einen technischen Defekt gegeben hat und wie sich Wetter- und Umgebungsbedingungen ausgewirkt haben, erklärt Friedmann. Eine weitere wichtige Frage ist, ob die Maschine möglicherweise überladen war. 

Gegen den zum Unfallzeitpunkt 56 Jahre alten Piloten aus Ludwigshafen wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in drei Fällen ermittelt. Auch der Flugplatz steht weiter auf dem Prüfstand. 

Gegen den Piloten aus Ludwigshafen wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. 

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16. Oktober, 20 Uhr: Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) haben ihre Ermittlungen abgeschlossen. Mit einer Zwischenbilanz sei laut eines Sprechers in einigen Wochen zu rechnen. Der Pilot (56) aus Ludwigshafen mache zum Unfallgeschehen bislang keine Angaben, erklären Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in drei Fällen ermittelt.

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UPDATE 17:50 Uhr: Der Flugplatz-Chef und Leiter der Fliegerschule Wasserkuppe, Harald Jörges, vermutet einen Pilotenfehler als Ursache! Die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt der Landung seien perfekt gewesen. Die Polizei ermittelt weiterhin die Unfallursache. Sie bittet Zeugen, Fotos oder Videos von dem Unfall den Behörden zur Verfügung zu stellen! Drei Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen sind vor Ort. Sie sammeln Fakten - etwa über Flugzeug, den Piloten und den Gegebenheiten vor Ort - und befragen Zeugen, wie die Bundesstelle berichtet.

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UPDATE 13 Uhr: Laut Polizeisprecher Martin Schäfer habe sich der 56-jährige Pilot aus Ludwigshafen noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Er stehe nach dem Unfall unter einem schwere Schock. Die Kriminalpolizei ermittelt derweil wegen fahrlässiger Tötung! Die Cessna soll im Laufe des Montags in eine Halle gestellt werden. 

Ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung werde erst im Dezember erwartet. Bis zum Abschlussbericht könnten mehrere Monate vergehen. In der Zwischenzeit hat sich Klaus Peters, Präsident des Badisch-Pfälzischen Flugsportverein, zu dem Pilot geäußert. Er sei sehr erfahren und gut in Übung. Spekulationen zur Unfallursache wolle Peters nicht abgeben.

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Drei Menschen werden am Sonntag (14. Oktober) von einem Flugzeug getötet. Die Cessna setzt am Flugplatz Wasserkuppe zur Landung an, die aber misslingt. Beim Versuch noch einmal durchzustarten rast das Flugzeug in eine Menschenmenge! An Bord sind zu dieser Zeit vier Männer aus Mannheim und Ludwigshafen. Der Pilot gehört zum Badisch-Pfälzischen Flugsportverein.

Die Polizei geht zunächst davon aus, dass es sich bei den Opfern um zwei Frauen und ein Kind handelt. Wer sie sind und wie sie zusammengehören ist erst unklar. Die Leichen werden am Sonntagabend abtransportiert und untersucht. 

Am Montag (15. Oktober) gibt die Polizei die traurige Gewissheit bekannt – bei den Toten handelt es sich um eine Mutter und ihre Kinder! Eine 39-jährige Frau, ihr 11-jähriger Sohn und wahrscheinlich ihre 12-jährige Tochter. Die Familie lebte in einem südöstlich von Fulda gelegenen Landkreis. Warum sie an dem Flugplatz waren, ist noch unklar.

Die Kriminalpolizei Fulda und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung werden ihre Ermittlungen heute weiterführen.

pol/dpa/dh/kab

Quelle: Mannheim24

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