Fulminantes Finale des Mannheimer Mozartsommers 2014

Emotionen pur bei "Schloss in Flammen" in Schwetzingen

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Die vielen Picknicker lassen sich die gute Stimmung vom schlechten Wetter nicht vermiesen.

Was für ein zauberhafter Sonntagabend! Die Abschlussgala des Mannheimer Mozartsommers im Schwetzinger Schlossgarten zog einmal mehr Klassikbegeisterte aus nah und fern an.

Zum Einlass gegen 18 Uhr sah es beinahe noch so aus, als würde es ein verregneter Konzertabend werden. Es tröpfelte etwas und gerade die Picknickgäste hatten sich mit Schirmen, Regenjacken und schützenden Folien aus dem Baumarkt ausstaffiert. Die Plätze unter dem Blätterdach der Bäume waren schnell besetzt, genauso wie die Grünflächen nahe der Bühne hinter der Bestuhlung. Bei dem Anblick wurde deutlich: Kein Regen kann vom Besuch des legendären Events "Schloss in Flammen" abhalten. Die einmalige gänsehauterzeugende Atmosphäre muss man einfach erlebt haben!

Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl (l.) gratuliert der Rokoko-Gruppe um Churfürst Stefan von der Pfalz zum ersten Platz bei der Picknickwertung.

Der Rasen für die Picknicker glich einem farbenfrohen Meer aus bunten Decken, Schirmen, Jacken - und Hüten. Besonders fielen dabei die Damen um Conny Kamstra aus Heidelberg auf. Conny Kamstra kreiert nämlich ausgefallene Kopfbedeckungen. "A day at the race" lautete diesmal ihr Motto. Es widmete sich ganz dem traditionellen Pferderennen im britischen Ascot. Dass diese Damen später von der Jury um Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl prämiert wurden, spricht für die gelungene Hutidee. Sie wurden Zweiter zwischen den Picknickern der Nostalgie-Tanzgruppe des TSC Blau-Silber Ladenburg  (Platz drei) und dem Rokoko-Ensemble um Churfürst Stefan von der Pfalz (Privatleute aus Böhl-Iggelheim, Haßloch und Schifferstadt; Platz eins).

Auf der Bühne schmettert das Orchester des Nationaltheaters Mannheim die schnelle Polka "Unter Donner und Blitz" (Strauß) und der Himmel "jubelt" dazu mit einem Feuerwerk.

Es hätten noch viele Preise verdient gehabt, etwa die Mannheimerinnen Margarete Schramm und Francesca Fianacca, die mit einem kleinen Swimmingpool und Gummistiefeln für jedes Wetter ausgerüstet waren. Oder die lustige Truppe des Schwetzinger Single-Treffs, der regelmäßig im Gasthaus "Blaues Loch" zusammenkommt. Alle waren rot-weiß gekleidet und fielen durch schönen Kopfschmuck und Herzluftballons auf.

Kabarettist und Moderator Christian "Chako" Habekost sorgte gekonnt mit seinem Pfälzer Humor für launige Einlagen zwischen einem traumhaften Programm, das jeden Klassikliebhaber verzückte. Das Orchester des Nationaltheaters Mannheim unter der souveränen Leitung von Generalmusikdirektor Dan Ettinger entzündete ein Feuerwerk an Ouvertüren. Ob aus Mozarts "Così fan tutte" und "Le nozze de Figaro", aus Puccinis "Madama Butterfly: Vogliatemi bene, un bene piccolino" oder aus Verdis "Don Carlo: O don fatale" (atemberaubend: Mezzosopranistin Edna Prochnik!) und "Otello: Era la note, Cassio dormia ... Si per ciel" (herzergreifend: Michail Agafonov und Karsten Mewes) - Solisten und Instrumentalisten boten einen meisterhaften Hörgenuss.

Etwas fürs Auge lieferte nicht nur die schöne Illumination im Schlossgarten, sondern vor allem das grandiose Feuerwerk, das Renzo Cargnelutti und Thomas Fischer ausgetüftelt hatten. Zu Johann Strauß' (Sohn) "Die Fledermaus" flammten die ersten Feuer vor der Bühne auf, "Unter Donner und Blitz" tauchten Raketen den Nachthimmel in ein Sternenmeer begleitet von Raunen und Applaus aus den Zuschauerreihen. Mit dem Radetzky-Marsch klang der offizielle Programmteil aus. "Pomp & Circumstance March No. 1" fehlte jedoch als traditionelle Zugabe nicht.

Die finale Opern-Gala des Mannheimer Mozartsommers in Schwetzingen war ein Fest der Emotionen. Eines, das man wieder und wieder erleben möchte ... nächstes Jahr dann im Mannheimer Schloss.

Und bis dahin gibt es hier ein paar Impressionen:

So schön war "Schloss in Flammen"

kb

Quelle: Mannheim24

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