Jede Hilfe kommt zu spät

Todedrama in Germersheim: Jugendlicher (†19) ertrinkt bei tragischem Badeunfall

Germersheim - Rettungskräfte müssen einen jungen Mann bergen, der im Baggersee untergegangen ist. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen kommt für ihn jede Hilfe zu spät.

  • Eine Gruppe geht in Germersheim im „Baggersee am Schützenhaus“ baden.
  • Ein 19-Jähriger geht plötzlich unter.
  • Das DLRG kann ihn nur leblos bergen – auch die lebensrettenden Maßnahmen helfen nicht mehr.

Die rheinland-pfälzische Stadt Germersheim steht unter Schock. Grund dafür ist ein tragischer Todesfall, der sich am „Baggersee am Schützenhaus“ im Stadtteil Sondernheim abgespielt hat. Dort gehen am Freitag (31. Juli) gegen Nachmittag mehrere Menschen schwimmen. Ein 19-Jähriger aus der Gruppe befindet sich im Wasser, als seine Freunde eine schreckliche Beobachtung machen. Der junge Mann geht plötzlich unter und niemand kann ihm helfen. Daraufhin rufen die Begleiter den Notruf an. Die Rettungskräfte beginnen mit der Suche nach dem Vermissten und sperren dafür den Baggersee ab.

Germersheim: Mann stirbt bei Badeunfall

Nach längerer Suche machen Taucher der DLRG dann die tragische Entdeckung – der 19-Jährige treibt leblos unter Wasser. Obwohl sofort lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden, ist es bereits zu spät. Der junge Mann kann nur noch für tot erklärt werden! Die Umstände für den Unfall am Baggersee in Germersheim sind noch unklar. Wie die Rheinpfalz berichtet, soll es sich bei dem Verstorbenen um einen Erntehelfer mit Arbeitgeber in Hördt handeln. Auch im Juni 2018 ertranken drei Erntehelfer im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim.

Besonders tragisch an dem Vorfall ist auch, dass nur einen Tag zuvor in Jockgrim im Kreis Germersheim eine Notrufsäule an einem Badesee aufgestellt worden ist. Die DLRG und die Björn Steiger Stiftung erhoffen sich von den für Rheinland-Pfalz geplanten 25 Alarmmeldern mehr Sicherheit an Badeseen. Mit einem einfachen Knopfdruck kann in kritischen Situation die Leitstelle erreicht werden, die dann über GPS den genauen Standort kennt. „Kommt es im Sommer zu Badeunfällen, zählt jede Sekunde“, erklärt Andreas Back, Vize-Präsident des DLRG Landesverbandes

Mit den neuen Notrufsäulen soll schneller Hilfe geholt werden.

DLRG befürchtet noch mehr Badetote

Immer wieder kommt es in den Sommermonaten zu tödlichen Badeunfällen. Dabei spielen oft Überschätzung, Alkohol, fehlende Übung oder sogar das Benutzen von verbotenen Badestellen eine Rolle. Die DRLG hat Anfang Juni bereits Sorgen darüber geäußert, dass immer mehr Menschen aufgrund der Corona-Regeln in Freibädern auf unbewachte Badestellen ausweichen könnten. Um Badeunfälle zu vermeiden oder anderen im Notfall helfen zu können, gibt die DLRG Tipps. (dh)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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