Zeugenbefragung läuft

Junge (3) erstickt an Essen! Staatsanwalt leitet Verfahren ein

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Frankenthals Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. (Archiv)

Haßloch/Frankenthal – Ein Dreijähriger erstickt an einem Stück Wurst – seine Obduktion bestätigt dies. Jetzt leitet die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren ein:

Das schreckliche Drama um einen Jungen (3), der sich beim Besuch mit seinen Eltern im beliebten „Holiday Park“ am 28. Mai beim Essen verschluckt und noch im „Majaland“ des Freizeitparks zu ersticken droht. Nach minutenlanger Reanimation wird das Kind ins Speyerer Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus eingeliefert.

Doch wenige Tage später verliert der Dreijährige auf der Intensivstation leider den Kampf ums Überleben und stirbt (WIR BERICHTETEN).

Inzwischen liegt der Staatsanwaltschaft Frankenthal das Ergebnis der Obduktion des Kleinen in der Mainzer Rechtsmedizin vor: „Das Kurzprotokoll des Obduktionsergebnisses bestätigt den Erstickungstod. Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, ob ein Fremdverschulden vorliegt. Wir prüfen dies umfassend, lassen vielleicht noch ein weiteres Gutachten erstellen“, so der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber auf Anfrage von LUDWIGSHAFEN24.

Auf die Kritik am Notfall-Management des Parks der Augenzeugen angesprochen, sagt Ströber: „Wir kennen die Vorwürfe, die im Raume stehen! Wir wollen eine zeitlich möglichst lückenlose Chronologie der Geschehnisse. Die Befragung der Zeugen durch die Polizei läuft bereits...

Hintergrund

Mehrfach werden in Sozialen Medien wie Facebook harte Vorwürfe laut, die Retter hätten zu lange gebraucht, bis sie kurz nach dem Vorfall gegen 11 Uhr vormittags letztendlich am Einsatzort gewesen seien! 

Dagegen schildert Bernd Beitz, Sprecher des „Holiday Parks“: „Als der Vorfall passierte, ist unsere Sanitäterin schnell vor Ort gewesen. Es waren andere Mitarbeiter vor Ort, die abgesperrt haben. Primär haben wir uns um die Erstversorgung gekümmert. Parallel haben wir den externen Rettungsdienst alarmiert.

Zeugen sprechen allerdings von „rund 20 Minuten“ bis die Sanitäterin und sogar einer halben Stunde, bis der Notarzt schließlich vor Ort war. Außerdem soll das erstickende Kleinkind minutenlang in der parallen Sonne gelegen haben. Auch sei der Wasserspielplatz im „Majaland“ nicht früh genug durch Parkmitarbeiter abgeriegelt worden und der Rettungsweg dadurch nicht frei gewesen.

Medizinische Fachkräfte, die zufällig als Besucher privat im Park waren, hätten laut eigenen Angaben ihre Hilfe angeboten, seien jedoch abgewiesen worden – wegen bestehender „Parkvorschriften“...

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pek

Quelle: Mannheim24

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