Polizei im Dauer-Einsatz

24 Stunden: Polizei führt Kontroll-Marathon in Heidelberg und Mannheim durch – die Bilanz!

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Sicherheits-Aktionstag mit Revierchef Öchsler, Vize-Polizeipräsident Kolllmar, Innenminister Strobl, OB Würzner

Heidelberg/Mannheim - Von Freitag bis Samstag führt die Polizei einen 24-Stunden-Kontrollmarathon durch. Wo sie überall Präsenz zeigt und eine Bilanz:

Update am 30. März: „Großartig!" bezeichnet Siegried Kollmar, Polizeivizepräsident und Leiter der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg das Ergebnis des Sicherheitstages. Eine Bilanz nach dem 24 Stunden Kontroll-Marathon

  • Über 4.000 Personen, 508 Fahrzeuge, 17 Fernbusse, fünf Lkws, zwei Kleinbusse und neun Shisha-Bars kontrolliert sowie zehn Wohnungen durchsucht.
  • 199 Straftaten und 82 Ordnungswidrigkeiten.
  • Sechzehn Haftbefehle liegen den Fahndern vor. Zwei Personen gehen direkt in Haft, 14 weitere Personen können die Vollstreckung ihrer Haftbefehle durch die Zahlung er ausstehenden Geldstrafen und Bußgelder abwenden.
  • Bei den insgesamt neun kontrollierten Shisha-Bars in Mannheim (4), Heidelberg (3) und Schwetzingen (2) werden insgesamt 25 Verstöße festgestellt. In allen Fällen wird gegen das Tabaksteuergesetz verstoßen. In drei Shisha-Bars in Mannheim wird das Rauchen unter Androhung von Zwangsgeld untersagt, nachdem die Feuerwehr erhöhte Kohlenmonoxid-Werte sowie Verstößen gegen die BrandschutzVO festgestellt hat.

„Bei der Betrachtung des Gesamtergebnisses lässt sich feststellen, dass neben der hervorragenden alltäglichen Arbeit aller Polizeibediensteten, eine regelmäßige Wiederholung länderübergreifender Fahndungs- und Sicherheitsaktionstage absolut notwendig ist", zieht Einsatzleiter Ralf Krämer sein Fazit.

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Mit voller Schlagkraft gehen wir dabei ganz zielgerichtet gegen Straftaten im öffentlichen Raum vor und stärken dabei gleichzeitig das Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger", so Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg.

24 Stunden: Polizei führt Kontroll-Marathon in Heidelberg und Mannheim durch!

Erstmeldung am 29. März: Eigentlich sollte dem Innenminister Thomas Strobl das neue Ausweis-Scan-Gerät nur vorgeführt werden. Auf dem Vorplatz im Betriebshof wird dazu ein Personalausweis eines Verdächtigen aus einem Flixbus kontrolliert. Doch prompt die Überraschung: Der Ausweis ist wirklich gefälscht, die Chipkarte nur aufgeklebt!

Erster Sicherheits-Aktionstag in Heidelberg

Die Flixbus-Kontrolle ist nur eine der 49 Aktionen, die am Freitag (29. März) an verschiedenen Standorten in Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis stattfinden. Dazu sind rund 600 Einsatzkräfte von Freitagmorgen, 6 Uhr bis Samstagmorgen, 6 Uhr unterwegs. Die Beamten kontrollieren unter anderem Gaststätten, Bars, zentrale Omnibusbahnhöfe und die A6.

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Flixbus als Transportmittel der Szene für Drogen?

Vize-P olizeipräsident Siegfried Kollmar erklärt zu HEIDELBERG24: „Präsenz zeigen ist wichtig.“ Jedoch fügt Mannheimer Polizei-Pressesprecher, Norbert Schätzle hinzu: „Das ist der erste Bus, den wir heute um 11 Uhr kontrollieren. Nach ein bis zwei Bussen ist der Überraschungseffekt leider vorbei.“ Mit einem fahrbaren Röntgengerät werden die Koffer der Insassen nach Drogen untersucht und Identitätsüberprüfungen durchgeführt.

Fahrbares Gepäck-Röntgengerät am Sicherheits-Aktionstag in Heidelberg.

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Polizei zeigt 24 Stunden lang Präsenz in Heidelberg und Umgebung

Innenminister Strobl gibt zu diesem Thema ein Interview: „Auf den Autobahnen werden nicht nur die Menschen und Waren transportiert, sondern auch die Boten der Kriminalität. Ich bin sehr beeindruckt von dem, was ich hier in Heidelberg sehen darf. Dieser Einsatz hinterlässt ein gutes Gefühl bei der Bevölkerung.“ Die Zahl der Wohnungseinbrüche habe sich seit 2014 halbiert und sei auf einem Zehnjahrestief.

Die Beamten führen eine Gepäckkontrolle durch.

Minister Strobl: „Polizeiaktion ist wie ein Licht anknipsen!“

Den Minister verbindet mit dem Heidelberger OB Eckart Würzner schon seit einem Jahr eine Sicherheitspartnerschaft. Dies sei für ihn „ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz und der Beweis für eine erfolgreiche Partnerschaft.“ Er hält mehr von solcher „fokussierender“ Polizeiarbeit: „Das ist ein echter Maßanzug. Gerade in Heidelberg hat sich die Erhöhung der Polizeipräsenz auf der Neckarwiese und in der Unteren Straße bewährt. Diese Aktion heute ist wie ein Licht im Land anknipsen und in jeden Winkel leuchten!“

Auch OB Würzner spricht im Interview mit HEIDELBERG24 von deutlich rückläufiger Kriminalität: „Die neue Beleuchtung auf der Neckarwiese ist gerade bei Frauen gut angekommen. Dazu ist die offene Drogenszene ausgerottet." Wegen dem Ankunftszentrum in Heidelberg gebe es zudem eine Steigerung der Polizeipräsenz im Bereich Asyl- und Meldeverstößen. „Gerade weil wir für eine solche Einrichtung sind, benötigen wir mehr Polizei vor Ort, das ist verständlich“, so Würzner weiter. Auch für den Oberbürgermeister ist dieser zweite Sicherheitstag in Verbindung mit Bayern, Hessen und Rheinland Pfalz sehr gelungen.

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Wie Pressesprecher Schätzle mitteilt, werden im Laufe des Freitags noch in 14 weiteren Ortschaften Aktionen zu Themen wie ‚sicher im Alter‘, ‚Enkeltrick‘ oder Sicherheits-Beratungen durchgeführt. Der Polizeipräsident hat vor die 24 Stunden durchzuhalten, verrät er HEIDELBERG24. „Nur die Harten kommen in den Garten!“, meint er.  Zwar werde es auch Wechsel geben, aber bis auf kurze Pausen, will er zumindest bis Samstag um sechs Uhr an mehreren Stationen vor Ort sein.

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Aktion ‚Gelbe Hand‘ in der Heidelberger Hauptstraße

Außerdem spannend: Die Aktion ‚Gelbe Hand‘. Beamte führen diese zwischen 13 bis 18 Uhr größtenteils auf der Heidelberger Hauptstraße durch. Dabei geht es um Taschendiebstahl und deren Prävention: Polizeioberkommissar Jochen Eppler und Polizeihauptkommissar Rüdiger Wieland schlendern in Zivil als ‚Täter‘ über die Hauptstraße und stecken schnell ausgewählten ‚Opfern‘ unbemerkt eine gelbe Papphand in die Tasche. Kurze Zeit später wird die Person in Begleitung von Polizisten in Uniform über die Aktion aufgeklärt.

Aktion ‚Gelbe Hand‘ in Heidelberger Hauptstraße 

Schockierend: Als Marlies P. (58) die gelbe Hand aus ihrer Tasche zieht, fällt sie aus allen Wolken: „Ich bin normalerweise immer der vorsichtige Typ! Ich habe nur schnell meinen Schal in die Tasche gelegt, die daraufhin offen blieb.“

Genauso schlecht fühlt sich der 21-jährige Student Alex: „Ich war gerade im Gespräch mit zwei Mädchen abgelenkt. Normalerweise habe ich einen geschlossenen Rucksack dabei!“

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Taschendiebstahl kann jeden treffen!

Diese beiden Beispiele beweisen eines: Taschendiebstahl kann jeden treffen! Die professionellen Täter treten mindestens zu zweit in größeren Menschenmengen auf. Sie sind am Aussehen normalerweise nicht erkennbar.

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24 Stunden Polizeikontrolle in Heidelberg und Mannheim: Erste Bilanz

Am Freitag um 17:45 Uhr veröffentlicht das Polizeipräsidium Mannheim eine erste Bilanz. Insgesamt sind 1.568 Personen, 208 Autos und 17 Reisebusse kontrolliert worden. Außerdem haben die Beamten 24 Identitäten überprüft und sechs Wohnungen durchsucht. Das Fazit: 

  • 13 Haftbefehle, davon werden elf gegen Bezahlung von Geldstrafen ausgesetzt (Bezahlt werden 9.099 Euro als Ersatz für 273 Tage Haft)
  • über 200 Gramm Drogen sowie 700 XTC-Pillen gefunden
  • Ein Verdacht der Urkundenfälschung
  • Eine vorläufige Festnahme
  • Ein Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz (6 so genannte ,Polenböller‘)
  • Eine zur Aufenthaltsermittlung ausgeschriebene Person wird festgestellt
  • Vier Schreckschusswaffen werden sichergestellt
  • Mehrere Verkehrsdelikte (Trunkenheit am Steuer, kein Führerschein)

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kpo

Quelle: Mannheim24

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