Anklage: Mord

Amokfahrer (35) vom Bismarckplatz am Dienstag vor Gericht!

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Mit einem angemieteten schwarzen Opel-Astra fährt der Amokfahrer (35) in eine Menschenmenge.

Heidelberg - Am 25. Februar soll ein 35-Jähriger absichtlich in eine Menschenmenge am Bismarckplatz gefahren sein. Am Dienstag beginnt der Prozess gegen den Amokfahrer:

+++UPDATE (25. August): Das Urteil ist gefallen!

>>>Prozess erhellt Hintergründe: Wer ist Amokfahrer Mathias K.?

+++UPDATE: Der Andrang im Verhandlungssaal währt nur eine halbe Stunde. Dann schließt das Gericht die Öffentlichkeit vom Prozess um Amokfahrer Mathias K. (35) aus. +++

Die Tat schockiert ganz Deutschland: Ein 35-Jähriger fährt in eine Menschenmenge am Bismarckplatz. Drei Menschen werden verletzt - einer von ihnen so schwer, dass er an seinen Verletzungen stirbt.

Sechs Monate nach der Amokfahrt beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Fahrer am Dienstag um 8 Uhr vor dem Landgericht Heidelberg. Die Anklage: Mord in Tateinheit mit versuchtem Mord in drei Fällen und Körperverletzung in zwei Fällen.

„Es geht darum, Tat und Täterschaft nachzuweisen“, sagt Anwalt Silvio Käsler vor Prozessbeginn. Der Heidelberger Jurist vertritt in der Nebenklage die Schwester des getöteten Opfers sowie eine Geschädigte, die ebenfalls von dem Auto erfasst wurde.

Die Staatsanwaltschaft hält den Angeklagten für schuldunfähig und hat seine Unterbringung in ein psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Ein Gutachten deute auf eine schwere psychische Erkrankung hin, heißt es. „Bei Schuldunfähigkeit kommt die Verhängung einer Freiheitsstrafe nicht in Betracht“, sagt Käsler.

Der Student ist bereits seit Mitte Mai in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Rückblick

Am 25. Februar steuert der 35-Jährige kurz vor 16 Uhr einen seit rund zwei Wochen angemieteten schwarzen Opel Astra vor dem ‚Galeria Kaufhof‘ in eine Menschenmenge.

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Drei Passanten werden dabei verletzt – ein Mann (32) und seine Partnerin (29) nur leicht, ein 73-jähriger Heidelberger so schwer, dass er zwei Stunden später im Krankenhaus verstirbt. Eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung zur Seite.

Anschließend soll der Verdächtige ausgestiegen und mit einem Küchenmesser die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße gelaufen sein. Vor dem ‚Alten Hallenbad‘ läuft der Amokfahrer gleich mehreren Streifenwagenbesatzungen des Reviers Heidelberg-Mitte in die Arme.

Doch statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, läuft er bedrohlich auf die Beamten zu! Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss kommt er in eine Klinik, wo er in einer Not-OP gerettet wird.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

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jab/dpa

Quelle: Mannheim24

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