Tierische Bilanz

Rückblick 2018: So viele Einsätze hatte die Tierrettung Rhein-Neckar

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Michael Sehr, Gründer der Tierrettung, bei einem Einsatz.

Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen - Für die Tierrettung Rhein-Neckar geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende: Hunderte Einsätze, tausende gerettete Tiere. Die genaue Bilanz:

Dutzende Hunde in Käfigen, eingeklemmte Katzen, verwaiste Vögel, verletzte Wildtiere – die Liste an Gründen, warum die Berufstierrettung Rhein-Neckar täglich ausrücken muss, ist sehr lang. 

Bereits im Juli verrät uns Gründer Michael Sehr die Halbjahres-Bilanz der Tierretter. Und nun steht die Jahresbilanz aus – und diese macht sprachlos!

Denn die sechs Mitglieder mussten in den vergangenen 361 Tagen zu insgesamt 1.590 Einsätzen ausrücken – das macht im Schnitt vier pro Tag! Eine beachtliche Bilanz, wenn man bedenkt, dass alle ,Mitarbeiter‘ die Arbeit freiwillig und größtenteils neben dem Beruf ausüben.

Oft gelesen: Tierquälerei und Vernachlässigung - die neueste Bilanz der Tierrettung macht einfach nur traurig!

Dass sich all die Mühe und Arbeit der Ehrenamtlichen lohnt, beweist die Zahl der Lebewesen, deren Leben dadurch gerettet wurde: 2.560 Tieren wurde geholfen!

Besonders ,Animal Hording‘-Fälle beschäftigen in diesem Jahr die Tierschützer. „860 Tiere aus Tierquälerei konnten wir retten“, erzählt uns Sehr am Freitag (28. Dezember). „Wir hatten unter anderem zwei Einsätze, bei denen jeweils 50 Katzen aus einer Wohnung geholt werden mussten“, meint er weiter.

Aber vor allem wegen Hühner, Enten, Gänse, Tauben, Kaninchen und Meerschweinchen rücken die Tierretter aus. „Nur ein kleiner Teil machen Hunde und Katzen aus“, so Sehr. In diesem Jahr wurden außerdem noch zehn Pferde, ein Schwein, Schlangen und andere Reptilien gerettet. 

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Ausblick auf das nächste Jahr

Nachdem Weihnachten recht stressig verlaufen ist – allein sieben Einsätze am 24. Dezember – sieht Sehr entspannt Silvester entgegen. „Die letzten Jahre waren relativ ruhig. Mal schauen wie es dieses Mal wird.

Für das neue Jahr erwartet der Tierretter noch mehr Einsätze. „Wir bekommen ein neues Fahrzeug“, erklärt er. Mit diesem wird die Tierrettung dann ihren Radius von 50 auf 100 Kilometer ausweiten, aber nur wenn es sich bei den Einsätzen um Beschlagnahmungen und Einsätze zusammen mit dem Veterinäramt handelt. Die Mitglieder können nämlich mit dem neuen Transportmittel mehr Tiere mitnehmen, so finden darin 20 Katzen oder fünf Großhunde Platz. 

Damit die Organisation das alles auch stemmen kann, ist sie dringend auf weitere ehrenamtliche Mitglieder angewiesen. „Wir bekommen im Frühjahr ein paar neue Ehrenamtliche, aber wir brauchen noch mehr“, so Sehr abschließend.

Impressionen: Ein Tag bei der Tierrettung Rhein-Neckar

jol

Quelle: Mannheim24

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