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Heidelberg/Mannheim: So viel Miete zahlen Studenten in den Uni-Städten zahlen

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Von: Daniel Hagen

Studentenappartment
So viel Geld müssen Studenten für Wohnungen in Deutschland bezahlen. (Symbolfoto) © Britta Pedersen/dpa/Freepik.com-User1558154/Montage HEADLINE24

Heidelberg/Mannheim - Der MLP Studentenwohnreport hat alle Universitätsstädte miteinander verglichen und festgestellt, wo Studenten am meisten für eine Wohnung bezahlen müssen.

Wer in Deutschland studieren will, braucht nicht nur die nötige Hochschulreife, sondern auch eine Menge Geld. Neben Studiengebühren und Material ist die eigene Wohnung meist der größte Kostenfresser. Denn nicht jeder hat das Glück, in einer Stadt mit eigener Universität zu wohnen. So steht vor dem Studienbeginn erstmal eine Wohnungssuche an. Doch eine bezahlbare Bleibe zu finden, ist für Studenten aktuell sehr schwierig – vor allem in größeren Städten mit angesehenen Unis. Der MLP Studentenwohnreport 2021 zeigt, welche Orte besonders teuer sind.

„Ihre Wohnungssuche wird eine Herausforderung. Denn das ohnehin hohe Mietenniveau für studentisches Wohnen ist in vielen – wenn auch nicht mehr in allen – Städten nochmals gestiegen. Und selbst bei den spürbar sinkenden Mieten in Karlsruhe oder Stuttgart wurde zuvor bereits ein so hohes Preisniveau erreicht, dass die Studierenden sich auch dort weiterhin schwertun, eine für sie bezahlbare Unterkunft zu finden“, schreibt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender MLP SE, im Vorwort des MLP Reports, in dem der Wohnungsmarkt an 30 großen Hochschulstandorten analysiert wird.

NameMLP Finanzberatung SE
Gründung1. Januar 1971
CEOUwe Schroeder-Wildberg
HauptsitzWiesloch

Heidelberg/Mannheim: Wie teuer wohnen Studenten? Wohnreport vergleicht 30 Universitätsstädte

Für die Untersuchung des MLP Studentenwohnreports haben die Expert*innen die hypothetischen monatlichen Kosten für eine studentische Musterwohnung (30 Quadratmeter Einzelapartment) und ein Muster-WG-Zimmer (20 Quadratmeter) errechnet. Dabei zeigt sich eine gewaltige Abweichung zwischen den Städten. So kostet eine Studentenwohnung in München etwa 800 Euro, in Magdeburg dagegen gerade einmal 350 Euro. Für ein WG-Zimmer müssen Studierende in der bayerischen Hauptstadt 550 Euro blechen, in Sachsen-Anhalt dagegen nur 250 Euro. Bei beiden handelt es sich um die Extrempositionen des Reports, die teuerste und die günstigste Stadt.

Direkt hinter München liegt Stuttgart, wo eine Wohnung zwar bei etwa 750 Euro liegt, ein WG-Zimmer dafür aber bei knapp 450. In Köln, Frankfurt und Berlin liegen die Preise für eine Wohnung ungefähr auf einer Höhe bei 650 Euro. Und auch die Kosten in einer WG liegen dort zwischen 400 und 450 Euro. Etwas weiter hinten in der Liste findet man auch die Universitätsstädte Heidelberg (Platz 9) und Mannheim (Platz 16) wieder. Den vollen Bericht findest Du hier.

MLP Studentenwohnreport 2021: So viel kostet Studenten-Wohnungen in Mannheim und Heidelberg

Laut MLP Studentenwohnreport 2021 kostet eine Wohnung in Heidelberg etwa 550 Euro, ein WG-Zimmer knapp 350 Euro. In der Nachbarstadt Mannheim müssen Studierende für eine Wohnung circa 500 Euro blechen, für eine WG nur 300 Euro. Wie der Bericht ebenfalls feststellt, hat Heidelberg zwar eine stagnierende Mietpreisentwicklung, sein Angebot aber nur gering ausgeweitet. Anders sieht es in Mannheim aus, wo die Entwicklung des Mietpreises ebenfalls stagniert, das Angebot aber „überproportional“ ausgeweitet worden ist.

Wohnkosten f¸r Studierende im Vergleich (22.09.2021)
Das sind laut MLP Studentenwohnreport 2021 die teuersten Städte für Studierende. © dpa-infografik GmbH/dpa

Insgesamt zeichnet der MLP Studentenwohnreport 2021 aber ein negatives Bild des aktuell Wohnungsmarktes und prophezeit, dass es keine Kehrtwende im Wohnungsmarkt geben wird, sondern eher weitere Verschärfungen. „Für Studierende könnte sich die Lage also schnell deutlich verschärfen – unter anderem dann, wenn auch die jungen Menschen wieder in die Städte drängen, die die Studienaufnahme coronabedingt kurzfristig verschoben haben und in den letzten Semestern wegen des Online-Unterrichts noch aus dem Elternhaus heraus studiert haben. Umso wichtiger ist es, die Anstrengungen zur Erweiterung des Angebots fortzuführen und zu verstärken“, heißt es in der Schlussfolgerung des Reports. (dh)

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