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Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz im Sinkflug – doch welche Lockerungen gelten wann?

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Von: Peter Kiefer

Heidelberg - Die 7-Tage-Inzidenz in der Uni-Stadt und im Rhein-Neckar-Kreis sinkt immer weiter. HEIDELBERG24 erklärt, wann Lockungen für Handel, Schulen, Gastronomie etc. kommen:

Unsere Region atmet auf! Während im Rhein-Neckar-Kreis die 7-Tage-Inzidenz auf 65,5 gesunken ist (Stand: 17. Mai), ist dieser Wert in Heidelberg mit 38,4 sogar Spitze in ganz Baden-Württemberg. Doch welche Folgen hat das für mögliche Lockerungen der aufgrund des Coronavirus verhängten Maßnahmen? Und ab wann treten sie in Kraft? Wichtig auch: Wann müssen sie womöglich wieder einkassiert werden?

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,84 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

In der neuen Corona-Verordnung des Landes vom 13. Mai steht alles drin, wie HEIDELBERG24 berichtet. Demnach gilt seit dem 14. Mai in Baden-Württemberg ein Stufenplan zur schrittweisen Öffnung bestimmter Einrichtungen und Aktivitäten. Die erste Stufe gilt, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Sinkt die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis in den darauffolgenden 14 Tagen weiter, gelten die Öffnungen der Stufe 2. Nach weiteren 14 Tagen mit einer sinkenden 7-Tage-Inzidenz gibt es mit der 3. Stufe weitere Öffnungen. 

Heidelberg: Die möglichen Lockerungen für die Uni-Stadt und den Rhein-Neckar-Kreis

Doch zunächst einmal zu den Lockdown-Lockerungen in Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50, so wie dies in Heidelberg aktuell der Fall ist. Dies könnte bei einem weiterhin anhaltenden positiven Trend auch im Rhein-Neckar-Kreis in wenigen Tagen greifen. Die Lockerungen treten nach Bekanntgabe durch die örtlichen Behörden – in der Regel das Gesundheitsamt – in Kraft. 

Sinkt in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen auf unter 50 gelten dort diese Lockerungen:

Sobald jedoch in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder auf über 50 steigt, werden diese Lockerungen zurückgenommen.

Die Innenstadt von Tübingen.

Ab dem 14. Mai tritt die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg in Kraft. (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/dpa

Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis: Was eine Inzidenz unter 50 für den Schulbetrieb bedeutet

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht vor, dass Schüler*innen bei einer Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen in ihrem Stadt- oder Landkreis in allen Schularten wieder in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen gehen. Fraglich ist jedoch, ob Heidelberg vor den anstehenden Pfingstferien (25. Mai bis 5. Juni) noch in den Regelbetrieb übergeht. Dann gelten folgende Regelungen:

Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse der Johanniter Realschule Heitersheim sitzen während dem Unterricht in ihrem Klassenzimmer. Die Schüler der fünften und sechsten Klassen können in Baden-Württemberg ab heute wieder Präsenzunterricht durchführen. | Aktuell

Manche Kreise in Baden-Württemberg könnten zum Regelbetrieb zurückkehren. © Philipp von Ditfurth/picture alliance/dpa - Bildfunk

Umgekehrt heißt das: In Stadt- und Landkreisen mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 kehren Grundschulen, Grundschulförderklassen sowie die Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren und die Schulkindergärten zum Präsenzunterricht mit Auflagen zurück. Für alle anderen Schularten bleibt es beim Wechselunterricht ‒ mit der Aussicht auf mehr Präsenz nach den Pfingstferien. In Kommunen mit einem Inzidenzwert von über 100 findet weiterhin Wechselunterricht statt. Ab einem Wert von 165 ist selbst dieser untersagt und muss durch Fernunterricht ersetzt werden.

Rhein-Neckar-Kreis: Öffnungen und Lockerungen ab Mittwoch (19. Mai)

Aufgrund des inzwischen fünften (Werk-)Tages hintereinander unter dem Schwellenwert von 100 treten ab Mittwoch (19. Mai) erste Öffnungsschritte in Kraft – bis dahin gelten die bisherigen Regelungen. „Die Bundesnotbremse tritt damit außer Kraft und es gilt wieder die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg“, erklärt die Gesundheitsdezernentin Doreen Kuss.

GebietskörperschaftRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Fläche1.061,7 km²
Einwohnerzahl548.355 (Stand: 31. Dezember 2019)
LandratStefan Dallinger (CDU)

Ab Mittwoch (0 Uhr) gilt somit im Rhein-Neckar-Kreis wieder die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Damit sind erste Öffnungsschritte für Hotels und Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Galerien, Museen und Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten möglich. Zudem entfallen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen.

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg – die erste Öffnungsstufe

Nochmal zur Erinnerung hier die Lockerungen der ersten Öffnungsstufe bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen:

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg – die zweite Öffnungsstufe

Wenn nach der ersten Öffnungsstufe die 7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis in den folgenden 14 Tagen weiter sinkt, gelten weitere Lockerungen. Die Kontaktdaten von Kunden und Besuchern müssen digital oder analog dokumentiert werden:

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg – die zweite Öffnungsstufe

Wenn nach der zweiten Öffnungsstufe die 7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis in den folgenden 14 Tagen weiter sinkt, gelten weitere Lockerungen. Die Anzahl der zeitgleich anwesenden Besucher*innen, Teilnehmer*innen oder Kund*innen ist auf eine Person je zehn angefangene Quadratmeter Veranstaltungsfläche begrenzt.

(pek)

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