Legt Geständnis ab

Drogen in Knast geschmuggelt: Wurde ein Beamter zum Straftäter wegen seiner Scheidung?

+
Ein Beamter soll Drogen, Medikamente und Handys ins Heilbronner Gefängnis geschmuggelt haben (Symbolfoto)

Heilbronn - Er soll zwei Jahre lang Drogen, Medikamente und Handys gegen Geld in ein Gefängnis geschmuggelt haben. Nun gibt der Justizbeamte vor Gericht alles zu:

Zwischen 2016 und 2018 soll der 37-jährige Beamte Häftlinge im Heilbronner Gefängnis mit Handys, Drogen und Medikamenten versorgt haben. Im Gegenzug habe er von den Insassen Geld bekommen. Die Staatsanwaltschaft klagt den Mann unter anderem wegen Bestechlichkeit an.  

Beamter gesteht alles!

Am Freitag (8. Februar) startet der Prozess gegen den 37-Jährigen. In einer Erklärung, die von der Verteidigerin verlesen wird, gibt der Angeklagte alle 23 in der Anklageschrift aufgelisteten Einzeldelikte zu. Richter Frank Haberzettl wertet seine schriftliche Aussage als „vollumfassendes Geständnis"

Der Mann erklärt sich bereit, in Verfahren gegen weitere Beschuldigte als Zeuge auszusagen

Trieb eine Scheidung den Beamten zur Straftat?

Als Motiv für seine Straftaten nennt er seine finanzielle Belastung durch eine Scheidung. Anfänglich habe er als kleine Gefälligkeit Lebensmittel und Handys in den Knast geschmuggelt. Drogen seien später hinzugekommen. Insgesamt soll er mit mehr als 3.000 Euro bezahlt worden sein. Die Staatsanwaltschaft deutete Zweifel an den Tatmotiven an. 

Der Prozess wird am 22. Februar fortgesetzt.

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare