Mehr Kontrollen

Heiligkreuzsteinach: Nach tödlichen Unfällen auf L535 – Tempolimit für Biker

Am Unfallort an der Kreuzung auf der Landstraße sind ein VW-Passat und ein Motorrad zu sehen. Das Motorrad liegt beschädigt neben dem PKW am Boden. Polizei und Einsatzkräfte untersuchen den Unfallort. Im Vordergrund sind ein gelbes Verkehrsschild mit der Aufschrift Neckarsteinach und Heiligkreuzsteinach geradeaus und Schriesheim und Lampenhain nach rechts zu sehen. Ein rotes Feuerwehrauto parkt auf der Straße.
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K4122 bei Heiligkreuzsteinach: Unfall mit PKW und Motorrad endet an dieser Kreuzung tödlich.

Heiligkreuzsteinach - Nach den schlimmen Unfällen auf der L535 werden Maßnahmen getroffen, um solch schreckliche Ereignisse zu verhindern:

  • K4122 bei Heiligkreuzsteinach: Schwerer Unfall mit Auto und Motorrad endet tödlich
  • 21-jähriger VW-Fahrer nimmt Motorradfahrer die Vorfahrt
  • Der 59-jährige Suzuki-Fahrer stirbt noch am Unfallort
  • Die Strecke soll nun besser kontrolliert werden.

Update vom 27. August: Nach den tragischen Unfällen an der L535 bei Heiligkreuzsteinach hat sich die Verkehrsunfallkommission des Rhein-Neckar-Kreises, die sich aus Vertretern der unteren Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde und der Polizei zusammensetzt, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung Heiligkreuzsteinach kürzlich erneut vor Ort mit der Verkehrssituation befasst.

Die Auswertung der Unfallstatistik hat ergeben, dass sich seit 2017 dort 21 Unfälle ereignet haben. 14 dieser Unfälle waren Motorradunfälle, bei zwölf Motorradunfällen war nicht angepasste Geschwindigkeit der Biker - vor allem an Wochenenden - die Unfallursache. Seit Erneuerung der Straßendecke der L535 hat die Strecke offenbar an Attraktivität für den Freizeitverkehr gewonnen. Als Sofortmaßnahme wird deshalb die Polizei durch verstärkte Motorradkontrollen den Streckenabschnitt überwachen. Auch durch den Rhein-Neckar-Kreis finden Geschwindigkeitskontrollen statt.

Heiligkreuzsteinach: Nach tragischen Unfällen – Tempolimit für Motorradfahrer auf L535

Neben den vielfältigen bereits beschlossenen Maßnahmen sollen große Hinweistafeln die meist auswärtigen Motorradfahrenden auf die bestehende Unfallgefahr hinweisen. Beschlossen wurde zudem, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Motorradfahrende auf 50 km/h weiter zu beschränken.

Den geforderten Rüttelstreifen wurde eine Absage erteilt“, sagt der stellvertretende Leiter des Straßenverkehrsamts im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Axel Brandenburger. Diese seien kritisch zu beurteilen. „Nach einschlägigen Regelwerken dürfen Rüttelstreifen nur auf der Geraden vor Kurven eingesetzt werden“, so Brandenburger. Die Strecke bei Heiligkreuzsteinach sei durchgängig kurvig. In kurvigen Bereichen bestehe erhöhte Sturzgefahr für Zweiradfahrende, gerade bei unerfahrenen Verkehrsteilnehmern. „Derzeit wird noch geprüft, ob Leitplanken mit Unterfahrschutz entlang der gesamten Unfallstrecke Sinn machen“, ergänzt der stellvertretende Amtsleiter.

Es bedarf noch einer abschließenden Abwägung durch den Straßenbau, weil diese passiven Schutzeinrichtungen auch Nachteile mit sich bringen - zumal die Straße recht schmal ist. Erhebungen zu Motorradverkehren und die Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachung sollen Ende des Jahres evaluiert werden. Als weitere verkehrsrechtliche Maßnahme käme eine Sperrung des Streckenabschnitts am Wochenende für Motorradfahrende in Betracht. „Von daher appellieren die Straßenverkehrsbehörde und die Polizei an die Biker, die Verkehrsregeln zu beachten und insbesondere mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren“, so Stefan Schmitt vom Polizeipräsidium Mannheim und Axel Brandenburger, stellvertretender Leiter des Straßenverkehrsamtes im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Tödlicher Unfall auf K4122 bei Heiligkreuzsteinach - Was ist passiert?

Meldung vom 13. Juli: Ein Unfall auf der K4122 zwischen Lampenheim und Heiligkreuzsteinach endet am Sonntagnachmittag (12. Juli) tödlich. Für einen 59-jährigen Motorradfahrer kommt jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte sperren die K4122 und K4123 für die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten bis 22:25 Uhr ab. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist der Unfallverursacher ein 21-Jähriger mit seinem VW-Passat.

Gegen 15 Uhr fährt ein 21-Jähriger mit seinem VW-Passat von Lampenhain herkommend in Richtung Heiligkreuzsteinach. Mit ihm im Fahrzeug ist eine 21-jährige junge Frau. Beim Abbiegen in Richtung Hilsenhain übersieht er offenbar einen Motorradfahrer und nimmt ihm die Vorfahrt. Der Suzuki-Fahrer leitet laut Polizeibericht die Gefahrenbremsung ein, doch kommt zu Fall und kollidiert mit dem PKW. Die Einsatzkräfte vor Ort können den 59-Jährigen nicht mehr retten. Er stirbt noch am Unfallort.

Die Ermittler untersuchen die Unfallstelle auf der K4122

Der 21-jährige Unfallverursacher und seine Beifahrerin haben einen Schock erlitten und sind noch vor Ort seelsorgerisch betreut worden. Der Verkehrsdienst Mannheim hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Unfallhergang zu klären. Erst am 9. Juli war auf der L535 bei Heiligkreuzsteinach die Leiche eines 16-jährigen Motorradfahrers gefunden worden, der offenbar von der Straße abgekommen war. Ein schwerer Unfall ereignet sich Anfang August auf der A67 bei Darmstadt. Ein Mann gerät auf der Autobahn ins Schleudert und kracht gegen einen Baum. Für den 26-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät, er stirbt noch an der Unfallstelle. akm/pol

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