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Zoff um Kohl-Grab in Speyer – Bistum will Strom für Überwachungkameras abstellen

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Von: Daniel Hagen

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Speyer - Das Grab von Helmut Kohl wird durch Kameras und einen Zaun geschützt. Die Stadt wendet sich mit einem Ultimatum an Maike Kohl-Richter. Das Bistum droht den Strom abzustellen:

Update vom 23. November: Jetzt könnte es Schlag auf Schlag gehen! Im Dauer-Zoff zwischen der Stadt Speyer und Helmut Kohls Witwe um das Kanzler-Grab schaltet sich jetzt das Bistum ein – und den Strom für die Videoüberwachung womöglich bald ab. Denn während man im Rathaus fordert, dass die Kamera abgebaut wird, kündigt das Bistum gegenüber dem SWR an, der umstrittenen Kamera im Jahr 2023 den Saft abzudrehen.

Hintergrund: Aktuell zieht die Kamera aus einer Wohnung im Pfarrhaus der Katholischen Kirche St. Bernhard den nötigen Strom – bezahlt von Maike Kohl-Richter. Doch im Jahr 2023 sei geplant, die verwaiste Wohnung umzubauen, weshalb der Strom für die Kamera gekappt wird.

Die Kamera zur Überwachung des Grabs von Altkanzler Helmut Kohl (†87) ist installiert.
Die Kamera zur Überwachung des Grabs von Altkanzler Helmut Kohl (†87) ist umstritten. © LUDWIGSHAFEN24/Peter Kiefer

In einem Ultimatum der Stadt wird Kohl-Richter final aufgefordert, den Zaun um das Grab ihres berühmten Mannes sowie die Videoüberwachung entfernen zu lassen. Maßnahmen, die die Witwe vor 5 Jahren mit Sorge vor Vandalismus rechtfertigte. Doch seit der Beerdigung von Helmut Kohl (†87) im Sommer 2017 ist nie etwas passiert.

Eklat um Helmut Kohls Grab: Stadt Speyer stellt Kanzler-Witwe letztes Ultimatum

Erstmeldung vom 30. September: Nach seinem Tod am 16. Juni 2017 hat Helmut Kohl seine letzte Ruhe in Speyer gefunden. Am Fuße der Friedenskirche St. Bernhard im Adenauerpark befindet sich das Grab des einstigen Bundeskanzlers, um das es seitdem große Aufregung gibt. So ist die letzte Ruhestätte nicht nur von Kameras und einem Zaun umgeben, sondern trägt auch bis heute keinen richtigen Grabstein. Nur ein schlichtes Holzkreuz mit Geburts- und Sterbedatum zeigt, wer dort liegt.

Eklat um Grab von Helmut Kohl: Stadt Speyer wendet sich ein „letztes Mal“ an seine Witwe

Der Stadt Speyer sind die Kameras und der Zaun schon lange ein Dorn im Auge. Bereits im März hat sich Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler in einem Schreiben an die Witwe des Altkanzlers, Maike Kohl-Richter, gewandt. Es sei Zeit, die Provisorien zurückzubauen, da – anders als zu Beginn befürchtet – kein Vandalismus am Grab stattgefunden hat.

Wie eine Sprecherin der Stadt Speyer jetzt auf LUDWIGSHAFEN24-Anfrage mitgeteilt hat, seien die Kontaktaufnahmen mit Maike Kohl-Richter zuletzt aber unbeantwortet geblieben. Aus diesem Grund habe sich Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler vergangene Woche ein „weiteres und letztes Mal“ an die Witwe gewandt.

Wegen Grab von Helmut Kohl: Stadt Speyer stellt Maike Kohl-Richter Ultimatum

Sollte dieses Mal keine Antwort von Kohl-Richter erfolgen oder die beiden Kameras und der Zaun nicht entfernt werden, müsse die Stadt „selbst tätig werden“! Was das im Detail bedeutet, erklärt die Sprecherin der Stadt jedoch nicht. Denn sowohl die Oberbürgermeisterin als auch die Stadt seien weiterhin an einer gemeinsamen Lösung mit Maike Kohl-Richter interessiert und wollen mögliche Gespräche nicht „torpedieren“.

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Daher ist auch nicht bekannt, wie lange die Witwe von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl Zeit hat, um auf die letzte Kontaktaufnahme der Speyer zu reagieren. Eine Anfrage von LUDWIGSHAFEN24 zu dem Thema hat Maike Kohl-Richter leider nicht beantwortet, sodass ihre Sicht der Dinge nicht erläutert werden kann. Die 58-Jährige hat unterdessen der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung damit gedroht, Klage einzureichen, sofern diese ihren Namen nicht umändern. (dh)

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