Flüchtlingshaus Heppenheim

Vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen!

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Wahrscheinlich können die Bewohner am Abend schon wieder in die Unterkunft zurückkehren.

Heppenheim - Neue Erkenntnisse nach dem Brand einer Flüchtlingsunterkunft: Die Ermittler schließen einen technischen Defekt als Ursache aus und gehen von Brandstiftung aus.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt ist bisher allerdings noch unklar, ob diese vorsätzlich oder fahrlässig war.

Dies könne vermutlich nicht mehr am Freitag geklärt werden. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es nicht. Die Polizei ermittele aber in alle Richtungen. Um die Ursache zu klären, sei jetzt die Sonderkommission „Brief" eingerichtet worden.

Feuer in Flüchtlingsheim

Experten des Landeskriminalamtes (LKA) nehmen am Freitagmorgen Proben vom Brandort, die auf Brandbeschleuniger untersucht werden sollen. Das Ergebnis würde erst in den nächsten Tagen oder Wochen bekannt werden. 

Bei den Arbeiten wird ein völlig verkohlter Kinderwagen im Eingangsbereich entdeckt. Ob das Feuer dort ausbrach, konnte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen noch nicht sagen. Um zu klären, ob es sich um vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung handelt, suchen Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt auch Zeugen, die im Bereich der Unterkunft verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben.

Zeugenaufruf der Polizei

Laut Polizei sei gegen Mitternacht eine Personengruppe in der Briefelstraße unterwegs gewesen. Es könnte sich um wichtige Zeugen für die Ermittler handeln, sie werden ebenfalls gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.

Unter der Rufnummer 06252 / 706-270 ist bei der Polizeidirektion Bergstraße ein Hinweistelefon eingerichtet.

Der Brand bricht in der Nacht auf Freitag im Eingangsbereich der Unterkunft aus. (WIR BERICHTETEN) Ein Bewohner (30) rettet sich mit einem Sprung aus dem zweiten Stock ins Freie und erleidet Knochenbrüche. Vier weitere erwachsene Bewohner erleiden Rauchvergiftungen.

Wie der Kreis Bergstraße mitteilte, waren in dem Gebäude 51 Menschen untergebracht – davon waren 46 zum Zeitpunkt des Feuers im Haus. Die Einrichtung war zunächst unbewohnbar, die Bewohner kamen beim Roten Kreuz unter. Die Stadt Heppenheim geht allerdings nun davon aus, dass die Bewohner – nach einer Grundreinigung des Gebäudes – noch am Freitagabend wieder ihre Wohnungen beziehen können.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

Fotos: Großkontrolle der Polizei auf A61

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