Flüchtlingsunterkunft Herxheim

Mordversuch? Staatsanwalt ermittelt 

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Nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Herxheim sind die Einsatzkräfte bis zum Vormittag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Herxheim – Nach dem zweiten Feuer in einer Herxheimer Flüchtlingsunterkunf binnen weniger Tage suchen die Ermittler fieberhaft nach der Ursache. Ein Brandanschlag wird nicht ausgeschlossen:

Nach Angaben der Polizei ist Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Das Feuer ist in der Nacht in einem Tribünengebäude eines Stadions ausgebrochen, in dem neun Flüchtlinge untergebracht waren (WIR BERICHTETEN). Sie sind unverletzt.

Es bestehe der Verdacht auf eine Straftat, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. „Wenn es ein Brandanschlag war, werden wir Ermittlungen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung einleiten.“ Es könne aber auch ein technischer Defekt gewesen sein.

Brand in Flüchtlingsunterkunft: Feuerwehr bis zum Morgen im Einsatz

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe „Rennbahn“ unter Leitung von KriminaldirektorHeiner Schmolzi, Chef der Kriminalpolizei in Ludwigshafen, eingerichtet. Sobald die Löscharbeiten beendet sind, wird die Polizei den Brandort mit Spezialkräften der Kripo voraussichtlich noch am Donnerstag begehen und erste Ermittlungsmaßnahmen durchführen. 

Feuer in Herxheimer Flüchtlingsunterkunft

Einen Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine geplante Asylbewerberunterkunft am 4. Dezember (WIR BERICHTETEN) schließen die Ermittler nicht aus. „Hier verfolgen wir eine heiße Spur“, berichtet Oberstaatsanwalt Winter. Mehr könne er nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Polizeipressesprecher Siegfried Doll ergänzt in einer Pressemitteilung, dass am Donnerstagmorgen eine Person im Raum Landau überprüft worden sei. Allerdings habe das keine strafrechtlichen  Maßnahmen zur Folge gehabt.

Ermittler unter Druck

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landau werden zur Ermittlung der Hintergründe auch Gutachter und Brandsachverständige hinzugezogen. Ziel sei es, die Brandursache schnellstmöglich festzustellen, so die Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Begehung gestalte sich jedoch als schwierig, so eine Mitteilung der Polizei am Donnerstagnachmittag.

Ein Brandmittelspürhund der Polizei war im engeren Bereich der Brandstelle mehrfach im Einsatz. Allerdings schlägt das Tier nicht an.

Die Schutzmaßnahmen an den anderen Flüchtlingsunterkünften in Landau und der Umgebung werden derzeit von der Polizei verstärkt.

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Die Polizei Ludwigshafen hat ab sofort ein Hinweistelefon mit der Rufnummer 0621 / 963 - 2617 eingerichtet. Vertrauliche Hinweise können unter der Rufnummer 0621 / 564400 behandelt werden.

dpa/pol/sag

Quelle: Mannheim24

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