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Hessen: Landesweite Kinderporno-Razzien – Ermittler finden schreckliche Videos

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Von: Florian Römer

Login-Seite einer Kinderporno-Plattform (Symbolfoto).
Login-Seite einer Kinderporno-Plattform (Symbolfoto). © Arne Dedert/dpa

Hessen - Bei landesweiten Durchsuchungen haben fast 300 Ermittler in den vergangenen Tagen über 30 Objekte gefilzt - und schreckliches Material sichergestellt:

Großeinsatz für 289 Ermittler der Polizei in Hessen: In den vergangenen drei Tagen haben die Beamten landesweit 32 Objekte durchsucht, teilen Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt am Donnerstag (23. September) mit. Die Razzien richteten sich gegen 35 Männer, die im Verdacht stehen, Kinderpornographie zu besitzen oder sich Kinderpornos beschaffen zu wollen. Die Ermittlungen wurden von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) geführt.

Bei den Razzien wurden in Frankfurt, Gießen, Groß-Gerau, Hanau, Marburg, Weilburg sowie in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Gießen, Groß-Gerau, Kassel, Lahn-Dill-Kreis, Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis, Offenbach, Schwalm-Eder-Kreis, Vogelsbergkreis, Waldeck-Frankenberg und Wetteraukreis Durchsuchungen durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Beweismittel besonders Computer und Datenträger sichergestellt. Für die weiteren Ermittlungen wird das Material digital-forensisch ausgewertet. Die Durchsuchungen im Rahmen von Schwerpunktmaßnahmen der BAO FOKUS wurden unter der Führung des hessischen LKA durchgeführt.

BundeslandHessen
Fläche21.115 km²
Einwohner6,266 Millionen (2019, Eurostat)
LandeshauptstadtWiesbaden
MinisterpräsidentVolker Bouffier (CDU)

Hessen: Kinderporno-Razzien ‒ Missbrauch von Kleinkindern und Babys aufgedeckt

Die beschuldigten Männer sind zwischen 16 und 60 Jahre alt. Sie sollen sich zwischen Oktober 2017 und September 2019 über zwei öffentliche Links kinderpornographische Inhalte eines Filehosting-Dienstes verschafft haben. Dabei waren schreckliche Videos zu sehen: „Die über diese Links abrufbaren Inhalte zeigten zum größten Teil schwerste sexuelle Missbrauchshandlungen an Säuglingen und Kleinkindern“, heißt es in der Mitteilung. Der ausländische Filehosting-Dienst hatte die Behörden auf die Links und die erfolgten zugriffe aufmerksam gemacht. Daraufhin begannen die Ermittlungen.

Wer kinderpornographische Inhalte besitzt oder versucht sich diese zu beschaffen, muss seit 1. Juli dieses Jahres mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Davor waren solche Taten mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bewehrt.

Hessen: Informationen zu ZIT und BAO FOKUS

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) wurde Anfang 2010 als Außenstelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit Sitz im mittelhessischen Gießen errichtet. Seit Juli 2019 hat die ZIT ihren Sitz in Frankfurt. Sie ist erster Ansprechpartner des Bundeskriminalamtes für Internetstraftaten bei noch ungeklärter örtlicher Zuständigkeit in Deutschland oder bei Massenverfahren gegen eine Vielzahl von Tatverdächtigen bundesweit.

Als operative Zentralstelle bearbeitet die ZIT mit derzeit 14 Staatsanwälten besonders aufwendige und umfangreiche Ermittlungsverfahren aus folgenden Deliktsbereichen:

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) FOKUS nahm im Oktober 2020 ihre Arbeit auf. FOKUS steht hierbei für „Fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie Und Sexuellen Missbrauch von Kindern“. Die BAO ist im Hessischen Landeskriminalamt angesiedelt und hat in sämtlichen hessischen Polizeipräsidien Regionalabschnitte gebildet, um zentral koordiniert landesweit Ermittlungsverfahren zu führen. Mit insgesamt 156 Ermittlern verfolgt die hessische Polizei gezielt Sexualverbrechen an Kindern und Jugendlichen. (pm/rmx)

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