Ein Toter, ein Schwerverletzter

Unglück auf Mülldeponie: Klarheit über Gefahrgut!

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Unglück auf der Mülldeponie Heßheim

Heßheim - Nachdem ein 43-Jähriger am Dienstag auf der Mülldeponie ums Leben kommt und ein weiter Mann schwer verletzt wird, läuft ein Tag später die Suche nach der Unglücksursache weiter:

+++ UPDATE (14:45 Uhr): Ein Schnelltest ergibt, dass es sich bei dem Gefahrgut um Blausäure und Schwefelwasserstoff handelt. Das teilt die Polizei am Mittwochnachmittag mit. 

Die Obduktion des Toten wird am Donnerstag durchgeführt. 

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Am Dienstag (21. August) werden zwei Männer bewusstlos auf dem Gelände der Mülldeponie gefunden. Einer der beiden verstirbt wenig später, der andere wird mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Was ist passiert?

Diese Frage will die Polizei in den nächsten Tagen klären. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch (22. August) berichtet, sei die Sicherung von Spuren am Tatort abgeschlossen. Man wolle nun die Unglücksursache herausfinden. Erste Ergebnisse gebe es bislang nicht.

Bislang kann nur bestätigt werden, dass der 43-Jährige bei einem Unfall mit einem Gefahrengut ums Leben gekommen ist. Der unbekannte Stoff ist auf dem Gelände ausgetreten. Die Einsatzkräfte haben ihn in einem Auffangbecken gesichert.

Das sagt das Umweltministerium zum Zwischenfall in Heßheim 

Die Ursache des gestrigen Unfalls auf dem Gelände der Süd-Müll GmbH in Heßheim ist weiterhin ungeklärt. „Viele Fragen in Zusammenhang mit dem tragischen Unfall sind noch offen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken

„Mein Beileid und Mitgefühl gilt den Angehörigen des getöteten und des schwerverletzten Mitarbeiters. Außerdem möchte ich meinen Dank den Rettungskräften und Experten vor Ort aussprechen, die in dieser schwierigen Situation ihre Arbeit geleistet haben.“

„Sobald die Unfallstelle freigegeben ist, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd den Arbeitsschutz auf dem Gelände des Unternehmens sowie die Dokumentation überprüfen. Bereits seit gestern sind Experten der SGD Süd vor Ort“, sagt Höfken. 

Oberste Priorität habe der Schutz der Mitarbeiter. „Dazu stehen wir mit den Experten der SGD Süd in engem Kontakt.“ Klar ist, dass der Unfall im Sonderabfallzwischenlager als Störfall eingestuft wird. Das Ministerium wird den Störfall an den Bund melden.

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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