Jetzt spricht die "Schlossherrin"

Schwetzinger Schloss für anderthalb Jahre geschlossen!

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Das imposante Schwetzinger Schloss ist ein Besuchermagnet für zehntausende Touristen jährlich.

Wer die historischen Innenräume des Schwetzinger Schlosses noch nicht besichtigt hat, sollte sich jetzt beeilen: Denn ab dem 8. September, werden diese für rund anderthalb Jahre geschlossen sein...

Das Schwetzinger Schloss zählt mit seinen historischen Räumen und der Harmonie des Schlossgartens zu den schönsten Schlössern in der Region. Jährlich zieht es rund 50.000 Besucher in das glanzvolle Schlossmuseum. Doch die letzten Jahre hat das Schloss etwas an seinem Glanz verloren. Denn die Fassade und die Innenräume sind längst sanierungsbedürftig. 

"Man sieht, dass eine Überarbeitung notwendig ist: Es gibt diverse Risse und bröckelnden Putz", so die Leiterin der Schlossverwaltung, Sandra Moritz. 

Was genau wird gemacht?

Zwar wurde die Fassade zur Stadtseite hin bereits im Jahr 2012 renoviert bedarf jedoch einer erneuten Sanierung. Im Innern sind Änderungen an der Lichtgestaltung geplant und die Holzböden werden aufgearbeitet. Die Kosten der Fassadensanierung sind auf eine Million Euro angesetzt. Für den Bau eines Besucherzentrums sind 475.000 Euro eingeplant.

Während der Arbeiten, soll vor allem der Schlossgarten die Besucher verzaubern 

Im Interview erklärt die Leiterin der Schwetzinger Schlossverwaltung, Sandra Moritz genau, warum die Bauarbeiten notwendig sind:

Frage: Rund anderthalb Jahre Bauarbeiten, eine lange Zeit. Was muss gemacht werden?

Antwort: Die Fassade zur Gartenseite hin wird saniert, nachdem 2012 ja schon die Stadtseiten-Fassade erneuert worden war. Diesmal werden wir auch unsere historischen Räume überarbeiten. Das Schlossmuseum wird auch weiterhin einen Rundgang als spannende Zeitreise bieten, aber das Konzept wird etwas überarbeitet. Wir wollen zum Beispiel das Lichtempfinden der damaligen Zeit darstellen: Es war früher dunkler in den Räumen. Uns bleiben dann natürlich beide Optionen - Beleuchtung damals und heute - so dass wir es bei Führungen aus Sicherheitsgründen auch wieder heller machen können. Außerdem werden die Holzböden aufgearbeitet und die Möbel teilweise umgestellt.

Frage: Wie ist es denn um die Fassade bestellt?

Antwort: Man sieht, dass eine Überarbeitung notwendig ist: Es gibt diverse Risse und bröckelnden Putz. Im Laufe der Fassadensanierung wird sich zeigen, was alles noch zu machen ist. Wenn wir jetzt nicht handeln, würde es immer unansehnlicher werden - und das geht natürlich nicht bei einer Fassade, die jedem Besucher auffällt, der sich vom Schlossgarten wieder gen Haupteingang bewegt.

Frage: Wie viele Besucher gehen Ihnen durch die Renovierung verloren?

Antwort: In anderthalb Jahren besuchen sonst etwa 70.000 Menschen das Schlossmuseum. Wir versuchen das Ganze auszugleichen durch diverse Sonderführungen im Schlossgarten. Zum Beispiel werden wir die Moschee und unsere Skulpturen stärker einbinden. Wir hoffen, dass Besucher während der Sanierung auch bei schlechtem Wetter die Schlossgartenanlage besuchen.

Ein Paradies in der Perle der Kurpfalz

Das Gelände des Schlosses kann weiterhin besucht werden: Die Verwaltung will die Verluste während der Arbeiten mit Sonderführungen durch den Schlossgarten ausgleichen und zum Beispiel die Moschee aus dem 18. Jahrhundert stärker in den Fokus rücken. Der Garten ist die Hauptattraktion der Anlage – er bleibt während der Bauarbeiten geöffnet.

dpa/nis

Quelle: Mannheim24

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