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Flut-Katastrophe in RLP: 128 Tote geborgen – 766 Verletzte, 155 Vermisste

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Von: Peter Kiefer, Katja Becher

Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz – Im Eifel-Kreis Ahrweiler gehen die Such- und Rettungsmaßnahmen noch immer weiter. Die Überschwemmungen haben bislang 128 Todesopfer gefordert.

Update vom 22. Juli, 14:45 Uhr: Eine Woche nach der Hochwasserkatastrophe werden in Rheinland-Pfalz weiterhin 155 Menschen vermisst. „Eine Woche nach einem solchen Ereignis nehmen die Chancen, dass Vermisste noch leben können, ab“, sagte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung von drei Landtagsausschüssen in Mainz. „Ich kann Ihnen heute nicht sagen, dass wir alle 155 Vermissten-Schicksale aufklären können“, sagte Lewentz. Von den 128 Toten in Rheinland-Pfalz seien bisher 62 identifiziert.

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
Angela Merkel (CDU), Roger Lewentz (SPD) und Malu Dreyer (SPD) bei ihrem Besuch im Hochwassergebiet. © Thomas Frey/dpa

Wir planen keine Massenbeerdigung. Wir wollen, dass die Menschen in Würde von ihren Lieben bestattet werden können“, sagte Lewentz. Zu den Toten und Vermissten kämen noch 766 Verletzte in Rheinland-Pfalz, die in den Krankenhäusern behandelt worden seien. In Nordrhein-Westfalen waren bei der Hochwasserkatastrophe vor rund einer Woche weitere 47 Menschen ums Leben gekommen.

Hochwasser-Katastrophe in RLP: 117 Tote geborgen – 749 Verletzte, viele Vermisste

Update vom 19. Juli, 11:31 Uhr: Unfassbar, wie sich manche am Leid anderer bereichern! Wie das Polizeipräsidium Trier am Montag mitteilt, haben unbekannte Täter Geld aus einer evakuierten Wohnung in der Niederstraße geklaut. Während die Wohnungseigentümerin wegen des Hochwassers am 15. Juli ihre Wohnung verlassen musste, haben der oder die Unbekannten zugeschlagen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei drangen der oder die Täter zwischen Donnerstag (15. Juli) um 6 Uhr und Freitag 11 Uhr durch ein Küchenfenster in die Wohnung ein und entwendeten Bargeld und persönliche Gegenstände. Hinweise unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 an die Kripo Trier.

Helfer räumen nach der Überschwemmung in der Innenstadt von Ahrweiler auf. Teile des Kreises Ahrweiler sind nach den tödlichen Fluten Trümmerwüsten aus Schlamm, Schmutz, Wracks und braunem Wasser.
Helfer räumen nach der Überschwemmung in der Innenstadt von Ahrweiler auf. Teile des Kreises Ahrweiler sind nach den tödlichen Fluten Trümmerwüsten aus Schlamm, Schmutz, Wracks und braunem Wasser. © Boris Roessler/dpa

Bei der Polizei Trier gehen weiterhin Meldungen über vermisste Personen im Zusammenhang mit dem Hochwassergeschehen der vergangenen Tage ein. Insgesamt erhielt und prüfte die Polizei bisher über 140 Vermisstenmeldungen und es gehen weiterhin Mitteilungen über vermisste Personen ein, denen die Ermittler nachgehen. Aktuell dauern die Ermittlungen in sechs Fällen weiter an. Unter den Vermissten befindet sich auch ein 71-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, der sich letztmalig an einem Campingplatz in Prüm aufhielt. Die Suchmaßnahmen gestalten sich durch die Lage vor Ort weiterhin schwierig. Die Personenauskunftsstelle für Angehörige von Vermissten ist weiterhin unter 0800/6565651 zu erreichen.

Hochwasser-Katastrophe in RLP: 117 Tote geborgen – Suche nach Opfern geht weiter

Update vom 19. Juli, 9:30 Uhr: Die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Überschwemmungen im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) ist auf 117 gestiegen. Zudem seien mindestens 749 Menschen verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin in Koblenz am Montag mit. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist weiterhin unklar. Am Sonntag war die Zahl der Flut-Toten in Rheinland-Pfalz mit 110 angegeben worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) besucht im Tagesverlauf in Ahrweiler ein Krankenhaus. Nach Angaben des Technischen Hilfswerks (THW) will er sich vor Ort einen Eindruck von den Arbeiten in den besonders von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten verschaffen. Zuvor besucht er in Nordrhein-Westfalen Einsatzkräfte an der seit Tagen bedrohten Steinbachtalsperre.

Hochwasser-Katastrophe in RLP: 110 Tote geborgen – Suche nach Opfern geht weiter

Update vom 18. Juli, 12:05 Uhr: Die aufwendigen Such- und Rettungsmaßnahmen in den teils völlig zerstörten Ortschaften in Rheinland-Pfalz dauern auch am Sonntag an. Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt. „Es ist zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukommen“, berichtete die Polizei in Trier. 

Mehrere Hubschrauber haben Luftbildaufnahmen des betroffenen Gebiets gefertigt. Mithilfe dieser Aufnahmen suchen Rettungskräfte am Boden gezielt und systematisch die Sektoren ab. Der Einsatz von Drohnen war nicht möglich, um die Hubschrauber keiner Gefahr auszusetzen. Das Absuchen des gesamten Geländes soll am Sonntag bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. Über weitere Suchmaßnahmen werde dann erneut entschieden, hieß es bei der Polizei. Man sei seit Beginn der Flut am späten Mittwochabend „durchgehend mit sehr starker Kräftepräsenz im Einsatzraum“, berichtete die Polizei. In vielen Orten sei noch immer das Strom- und Telefonnetz ausgefallen.

Die Polizei warnt weiter alle Betroffenen im Katastrophengebiet vor freiliegenden Stromleitungen. Unter Umständen könnten Stromleitungen auch noch aus mehreren Metern und auch ohne direkten Kontakt lebensgefährlich sein. „Wir bitten die Bevölkerung weiterhin, das Ahrtal weiträumig zu umfahren“, appellierten die Einsatzkräfte. Durch das Unwetter ist eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal gesperrt oder nicht mehr befahrbar.

Hochwasser-Katastrophe in RLP: Schon über 90 Tote – Opfer-Zahl steigt weiter an

Update vom 17. Juli, 10 Uhr: In den Trümmern und Ruinen der Katastrophengebiete im Westen werden immer mehr Opfer der Hochwasser-Katastrophe entdeckt. Die Polizei bezifferte die Zahl der Todesopfer allein im Großraum Ahrweiler auf über 90. Es sei zu befürchten, dass noch weitere hinzukämen, teilte die Polizei Koblenz mit. Insgesamt liege dem Polizeipräsidium die Meldung über 618 Verletzte vor. Auch diese Zahl könne sich noch weiter erhöhen. Mehr als zwei Tage nach dem Unglück werden immer noch Menschen vermisst. Bundeskanzlerin Angela Merkel plant einen baldigen Besuch in der schwer verwüsteten Region in Rheinland-Pfalz. 

Hochwasser-Katastrophe in RLP: Mindestens 63 Tote – „Das Leid nimmt kein Ende“

Update vom 16. Juli, 17:44 Uhr: Mit dem Abfließen der Wassermassen ist das ganze Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe an Ahr und Mosel sichtbar geworden. Innenminister Roger Lewentz nannte am Freitag eine Zahl von 63 Todesopfern. Die Zahl werde vermutlich noch steigen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Mainz. Mindestens 362 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Eine unbekannte Zahl von Menschen wird noch vermisst - wegen möglicher Doppelzählungen waren dazu zunächst keine genauen Angaben möglich.  „Das Leid nimmt auch gar kein Ende“, sagte Dreyer bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Trier. Die Zahl der Toten steige weiter. Überall gehe jetzt das Wasser zurück, daher würden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. „Und da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror.“ 

Hochwasser-Katastrophe in RLP: 50 Tote geborgen – neun Flut-Opfer in Behindertenheim

Update vom 16. Juli, 10:39 Uhr: Bei neun Menschen, die bei der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, handelte es sich um Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig (Kreis Ahrweiler). Das bestätigte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Die Fluten seien schneller gekommen, als die Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden können. Die BILD schreibt am Freitag sogar von 12 Todesopfern in dem Haus der Lebenshilfe.

Die Zahl der vermissten Menschen nach der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz ist unterdessen weiterhin unklar. „Das Handynetz ist zum großen Teil noch nicht funktionsfähig“, sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart, am Freitag. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. „Ich befürchte, die Zahl wird sich noch erhöhen.“ Noch immer würden Menschen gerettet, sagte Sopart. Schwerpunkte der Einsätze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbrück. Für Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser verloren haben, seien Unterkünfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht abschätzen.

Hochwasser-Katastrophe in der Eifel: Schon 50 Tote geborgen – Zahl der Opfer steigt weiter

Update vom 16. Juli, 7:15 Uhr: Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. „Die Befürchtung ist, dass es noch mehr werden“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz am Freitagmorgen. Die Bergungsarbeiten liefen weiter.

Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnte der Sprecher nicht
genau sagen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungeklärt sei. Der Kreis Ahrweiler hatte sogar von 1.300 noch vermissten Menschen im Kreisgebiet gesprochen. Eine Sprecherin erklärte das auch mit einem teilweise lahmgelegten Mobilfunknetz. Daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar.

Ein Baggerfahrer beginnt mit Aufräumarbeiten in dem Ort im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört.
Ein Baggerfahrer beginnt mit Aufräumarbeiten in dem Ort im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört. © Thomas Frey/picture alliance/dpa

Stundenlanger Starkregen hatte zu einem verheerenden Hochwasser geführt. Schwerpunkt der Katastrophe ist der Kreis Ahrweiler. Allein im 700 Einwohner-Dorf Schuld an der Ahr wurden mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen, zahlreiche weitere Gebäude teils schwer beschädigt. Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier Saarburg. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz wurden am Freitagmorgen fortgesetzt. Auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind zur Unterstützung in die Hochwasserregionen gekommen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wollte sich am Freitagmorgen (8:30) in Trier über die Situation in ihrer Heimatstadt informieren. Wegen des starken Hochwassers im Mosel-Nebenfluss Kyll waren in Trier und Umgebung am Donnerstag Tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden, auch ein Krankenhaus musste evakuiert werden.

Hochwasser-Katastrophe in der Eifel: Weitere Tote geborgen – Zahl der Opfer jetzt bei 28

Update vom 15. Juli, 21:12 Uhr: Durch die Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz haben neun weitere Menschen ihr Leben verloren. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 28. „Wir gehen davon aus, dass wir neun weitere Tote bergen konnten durch die Feuerwehr, das ist jedenfalls die Meldung der technischen Einsatzleitung“, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstagabend im SWR Fernsehen.

Auch mögliche weitere Opfer seien angesichts der großen Zahl von rund 40 bis 60 weiterhin vermissten Menschen zu befürchten, machte der Innenminister deutlich. „Wenn Menschen über so viele Stunden vermisst sind und man natürlich überall um die Katastrophe weiß, dann sind es einige, die sich aus welchen Gründen auch immer - hier muss man das Schlimmste denken - nicht zurückgemeldet haben, so dass die Nacht, die nächsten Tage möglicherweise auch diese Zahl noch einmal nach oben schnellen lässt“, sagte Lewentz. 

Schwerpunkt der Katastrophe ist der Kreis Ahrweiler. Allein im 700 Einwohner zählenden Dorf Schuld an der Ahr waren sechs Häuser eingestürzt, etwa 40 Prozent der weiteren Wohngebäude wurden beschädigt. Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier-Saarburg.

Ein Mann steht in dem Dorf im Kreis Ahrweiler nach dem Unwetter mit Hochwasser in den Schuttbergen.
Ein Mann steht im Kreis Ahrweiler nach dem Unwetter mit Hochwasser in den Schuttbergen. © Boris Roessler/dpa

Hochwasser-Katastrophe in der Eifel: 19 Tote und 70 Vermisste – „Unser Land trauert“

Update vom 15. Juli, 18:54 Uhr: Bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) besorgt über das Schicksal der 50 bis 70 noch vermissten Menschen gezeigt. Diese seien hoffentlich bei guten Freunden und Verwandten, weil ihnen rechtzeitig die Flucht vor den Wassermassen gelungen sei, sagte Dreyer. „Aber wir können im Moment das Schlimmste noch gar nicht ausschließen.“ Später fügte sie hinzu: „Wir beten dafür, dass diese Menschen auch gefunden werden und zwar möglichst unverletzt.“

Immer noch gebe es Menschen, die auf Bäumen oder Dächern sitzend ausharrten, sagte die Regierungschefin. Bei der Fahrt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler habe sie in einem unter Wasser stehenden Wohngebiet die Rettung eines Mannes durch die freiwillige Feuerwehr miterlebt, der sich gestern Abend über das Gerüst eines Rohbaus in Sicherheit gebracht habe. „Rheinland-Pfalz hat eine Katastrophe dieser Art noch nie erlebt“, sagte Dreyer. „Unser Land trauert heute sehr.“ Ihr Mitgefühl sei bei den Angehörigen der Todesopfer - ihre Zahl stieg am Donnerstag auf 19.

Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: Land stellt 50 Millionen Euro bereit

Update vom 15. Juli, 18:02 Uhr: Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz will kurzfristig eine Unterstützung von 50 Millionen Euro bereitstellen, durch die Schäden der öffentlichen Infrastruktur in den von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Regionen behoben werden können. „Schäden in Kommunen sind immens“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und fügte hinzu, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) Unterstützung vom Bund zugesagt hätten.

Update vom 15. Juli, 17:10 Uhr: Die Zahl der Toten, die in Ahrweiler in den Fluten ums Leben gekommen sind, ist mittlerweile auf 18 gestiegen. Weiterhin werden noch 50 bis 70 Menschen vermisst. Der Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU) sagte: „Das ist ohne Zweifel die größte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg in dem Kreis.“ In einer nie geahnten Dimension seien Wassermassen über die Ortschaften hereingebrochen. „Die Folgen sind verheerend.“

Überschwemmungen in der Eifel: Bundeskanzlerin erschüttert über Flut-Katastrophe

Update vom 15. Juli, 13:38 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert zu den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geäußert und den Helfern gedankt. „Ich bin erschüttert über die Katastrophe, die so viele Menschen in den Hochwassergebieten durchleiden müssen“, erklärte Merkel laut einem Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Vermissten. Den vielen unermüdlichen Helfern und Einsatzkräften danke ich von Herzen.“ 

Flut-Katastrophe in der Eifel: Mindestens 5 Menschen sterben in den Wassermassen

Update vom 15. Juli, 12:16 Uhr: Im Ort Schuld in der Eifel werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums noch 50 bis 70 Menschen vermisst. In der Ortschaft wurden in der Nacht zum Donnerstag vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült. Weitere Gebäude in der Katastrophenregion seien vom Einsturz bedroht. „So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend“, sagte sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz. Die Zahl der Toten, die im Eifel-Landkreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben kamen, ist mittlerweile auf fünf gestiegen.

Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort angerichtet hat. In Schuld bei Adenau waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort knapp 70 Menschen vermisst. Unwetter in Rheinland-Pfalz
Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort angerichtet hat. In Schuld bei Adenau waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort knapp 70 Menschen vermisst. © Christoph Reichwein/picture alliance/dpa/TNN

Update vom 15. Juli, 10:17 Uhr: Die Unwetter und Überschwemmungen in der Eifel haben zu einem großflächigen Stromausfall geführt. Wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Westnetz der dpa sagte, seien in Rheinland-Pfalz besonders die Kreise Ahrweiler, Vulkaneifel, Mayen-Koblenz, Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg betroffen. Dort ständen zahlreiche Ortsnetzstationen unter Wasser und hätten abgeschaltet werden müssen, wie Westnetz in Saffig mitteilte. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich seien vereinzelte Ortschaften ohne Strom. Mehr als 100 Kolleg*innen der Westnetz in Rheinland-Pfalz seien im Dauereinsatz, um an den Orten, wo es möglich ist, die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen, so die Sprecherin.

Katastrophe in Ahrweiler/Eifel: „Erbarmungslose Wucht“ – Innenminister Lewentz betroffen

Update vom 15. Juli, 10:07 Uhr: In der Katastrophenregion im nördlichen Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Mainzer Innenministeriums weitere Häuser vom Einsturz bedroht. „Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnhäuser im Landkreis Ahrweiler geführt“, erklärte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag. Das genaue Ausmaß der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes sei derzeit noch nicht absehbar. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach den Opfern und Hinterbliebenen ihr Mitgefühl aus.

Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. Lewentz sagte, er habe in der Nacht Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) habe in der Nacht dafür gesorgt, dass Einsatzkräfte abgelöst werden konnten. Dafür kamen Helfer aus dem Süden des Landes. „In solchen Situationen zeigt sich der starke Zusammenhalt im Land“, erklärte Lewentz. Der Minister hatte sich am frühen Mittwochabend gemeinsam mit Landrat Jürgen Pföhler (CDU) ein Bild von der Lage im Kreis Ahrweiler gemacht und mit dem Krisenstab der Kreisverwaltung gesprochen.

Katastrophe in Ahrweiler/Eifel: Unwetter fordert 4 Tote in RLP! Bis zu 60 Vermisste

Erstmeldung vom 15. Juli, 9:14 Uhr: Nach Überflutungen und Dauerregen sind laut Polizei im Eifel-Landkreis Ahrweiler vier Menschen ums Leben gekommen. Laut Angaben eines Sprechers der Polizei in Koblenz wurden sie an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden. Die weiteren Umstände seien noch unklar. Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau sind den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort mehr als 30 Menschen vermisst – laut bild.de sind es unter Berufung auf die Polizei sogar 50 bis 60 vermisste Personen!

Die Straßen in Esch (Kreis Ahrweiler) haben sich in reißende Ströme verwandelt. Andauernde Regenfälle haben in Rheinland-Pfalz zahlreiche Ortschaften und Keller geflutet.
Die Straßen in Esch (Kreis Ahrweiler) haben sich in reißende Ströme verwandelt. Andauernde Regenfälle haben in Rheinland-Pfalz zahlreiche Ortschaften und Keller geflutet. © Thomas Frey/picture alliance/dpa

Eine Vielzahl an Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Die Lage in Schuld an der Eifel sei unübersichtlich, so der Sprecher. Wie viele Menschen genau vermisst würden, sei noch unklar. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Der gesamte Landkreis Ahrweiler sei von der Unwetterlage betroffen, so der Sprecher. Mehrere Orte sind demnach wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Ungefähr 50 Menschen befänden sich dort auf Hausdächern und müssten gerettet werden.

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Unwetter-Katastrophe in der Eifel: Lebensgefährliches Hochwasser

Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich. In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Am Abend hatten die Behörden im Landkreis Ahrweiler extremen Starkregen gemeldet. Die Feuerwehr Koblenz half zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Lahnstein und der Feuerwehr Mainz aus, um 800 Sandsäcke pro Stunde zu füllen. Diese wurden mit sechs Lkw in den Landkreis Ahrweiler gebracht.

Zwei Männer gucken auf die Straßen von Esch (Kreis Ahrweiler) in Rheinland-Pfalz, die sich wegen anhaltender Unwetter in reißende Ströme verwandelt haben.
Zwei Männer gucken auf die Straßen von Esch (Kreis Ahrweiler) in Rheinland-Pfalz, die sich wegen anhaltender Unwetter in reißende Ströme verwandelt haben. © Thomas Frey/picture alliance/dpa

Es sei mit Sturzfluten und Überflutungen zu rechnen, hieß es. Auf dem Campingplatz „Stahlhütte“ in Dorsel (Kreis Ahrweiler) und weiteren Anlagen entlang der Ahr mussten Personen von den Dächern ihrer Campingwagen gerettet werden. (dpa/pek)

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