Noch keine Entwarnung an Rhein und Neckar

Hochwasser: Tiere in Gefahr – Stadt Mannheim mit Appell an Hundehalter

Hochwasser an Rhein und Neckar: Die Pegel steigen weiter an – am Oberrhein sind bereits Höchststände erreicht. Vor allem für die Wildtiere ist die Überflutung ein Katastrophe.

Update vom 5. Februar: Die Stadt Mannheim hat wegen der aktuellen Hochwassersituation am Rhein alle Zugänge zu den Riedwiesen, zum Waldpark und der Reißinsel sowie das Stephanienufer gesperrt. Am Neckar muss zudem das Neckarvorland zwischen Klinikum und Friesenheimer Insel sowie der Radweg in Seckenheim bis zum Paul-Martin-Ufer gesperrt werden. Aktuell gehen die Behörden davon aus, dass der Wasserstand an Rhein und Neckar im Verlauf des Wochenendes sinken wird.

Aufgrund der Hochwasserverschmutzung und stellenweise anhaltender Überflutung von Straßen und Wegen, bleiben die entsprechenden Zugänge zur Sicherheit der Bevölkerung über das Wochenende bis Anfang nächster Woche gesperrt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Mannheim. Das Betreten abgesperrter Bereiche ist verboten.

Außerdem bittet die Stadtverwaltung Hundehalter ihre Haustiere an die Leine zu nehmen: „Aufgrund des Hochwassers sind die Lebensräume vieler Tiere stark eingeschränkt und sie haben Schwierigkeiten an ausreichend natürliche Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten zu gelangen. Werden Tiere durch Menschen oder Hunde aufgeschreckt, flüchten sie oftmals ins Hochwasser, was für sie Lebensgefahr bedeutet.“

Hochwasser am Rhein: Reh kurz vor Ertrinken – Rettungseinsatz bei steigendem Pegel

Update vom 4. Februar: Dramatische Szenen spielen sich am Mittwoch (3. Februar) in der Nähe der Salierbrücke bei Altlußheim ab: Mehrere Rehe waren am Nachmittag wohl am Auwald am Rhein. Durch das Hochwasser des Flusses war der Rückweg zum trockenen Ufer versperrt. Mindestens vier Tiere versuchten durch die reißenden Fluten das Ufer an der B39 zu erreichen.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei war im Einsatz, um den Tieren zu helfen. Unter anderem rettete die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim ein Reh mit einem Boot. Das Tier konnte völlig unterkühlt und erschöpft aus dem Wasser gezogen und an Land mit wärmenden Decken versorgt werden. Die Suche nach weiteren Tieren wurde bis zur Dämmerung fortgesetzt.

Das erschöpfte Reh wird mit Decken gewärmt.

Hochwasser am Rhein: Pegel steigen weiter – Experten befürchten das Schlimmste

Update vom 3. Februar: Experten erwarten frühestens für das Wochenende sinkende Pegelstände am Rhein. Zuvor dürften die Pegelstände teilweise noch ansteigen. „Vor allem am Oberrhein ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Situation in den kommenden Tagen wesentlich entspannen wird“, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums in Mainz am Mittwoch. 

Nach aktuellen Vorhersagen sei am etwa Pegel Maxau bis Freitag ein Anstieg bis zu 8,35 Metern möglich. An den Pegeln unterhalb von Maxau bis Worms könnten demnach die Höchststände des gestrigen Dienstag in den kommenden Tagen überschritten werden. In Mainz werde der Höchststand voraussichtlich gegen Ende der Woche zwischen 5,95 und 6,30 Metern erreicht. Erst danach könne man mit sinkenden Pegelständen rechnen. Die Schifffahrt auf dem Rhein bleibt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg laut der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn teilweise eingeschränkt.

Hochwasser am Rhein: Experten befürchten neuen Höhepunkt – massive Regenfälle erwartet

Update vom 2. Februar: Das Hochwasser am Rhein steigt weiter an. Wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz am Dienstag mitteilt, sind im Oberrhein in Rheinland-Pfalz die Höchststände bis Worms erreicht – die Stände könnten jedoch in den kommenden Tagen erneut ansteigen. Der Deutsche Wetterdienst sagt am Dienstag weiteren Regen im Laufe der Woche voraus. Keine guten Voraussichten für die Pegel-Stände im Rhein.

Das Hochwasser am Rhein hat in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in den vergangenen Tagen die Schifffahrt behindert. Weil an den Pegeln Maxau und Speyer die Hochwassermarke II überschritten wurde, ist seit dem Wochenende die Schifffahrt in Höhe Wörth und Karlsruhe eingestellt. Auch am Dienstag bleibt die Schifffahrt im Rhein laut der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt über weite Strecken verboten. Unterdessen häufen sich in den Gemeinden am Rhein die Beschwerden, dass aufgrund des Hochwassers bestehende Sperrungen von Verkehrsteilnehmern „beharrlich missachtet“ würden. Die Polizei werde in den kommenden Tagen die Bereiche gezielt kontrollieren, teilten die Beamten am Dienstag mit.

Rhein und Neckar: Hochwasser-Tourismus mit schrecklichen Folgen – Tier stirbt in Fluss

Update vom 31. Januar, 16:41 Uhr: In Leopoldhafen ereignet sich eine dramatische Tierrettung. Der Feuerwehr und dem Jagdpächter werden mehrere Rehe gemeldet, die im Pfinzentlastungskanal im Hochwasser stehen. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintreffen, können einige eingeschüchterte und erschöpfte Rehe sowie eine große Menge an Spaziergängern angetroffen werden. Die Feuerwehr schafft es die Rehe in Richtung Ufer zu leiten. Allerdings betreten in dieser Zeit die Fußgänger den abgesperrten Damm und erschrecken ein Tier. Das Reh stürzt in die Strömung und stirbt.

Ein Reh verendet, da es von Spaziergängern aufgescheucht wurde.

Mehrere Tiere sind so sehr erschöpft, dass es sich am Ufer erholen müssen. Würden sie durch die Spaziergänger erneut aufgescheucht werden, bestünde die Gefahr, dass sie ertrinken würden. Die Polizei bittet dringend auf den Hochwassertourismus zu verzichten, da sich die scheuen Tiere erschrecken und ins Wasser flüchten.

Hochwasser in Rhein und Neckar: Schifffahrt eingestellt – Pegel steigen weiter an

Update vom 31. Januar: Weil an den Pegeln Maxau und Speyer die Schifffahrts-Hochwassermarke II überschritten ist, bleibt die
Schifffahrt in der Höhe von Wörth und Karlsruhe weiter eingestellt. Das Hochwassermeldezentrum in Mainz erwartet jedoch für Sonntag, dass am Pegel Maxau die Wasserstände leicht fallen würden. Weiter flussabwärts, zwischen Speyer und Köln, wird die
Hochwassermarke I überschritten. Schiffe müssen eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern einhalten und
möglichst in der Mitte des Fahrwassers bleiben.

In Koblenz werden am Sonntagmorgen 6,02 Meter registriert. Seit den frühen Morgenstunden seien der Leinpfad in Koblenz Wallersheim und Neuendorf, der Kirmesplatz in Neuendorf und der Campingplatz bereits zum Teil überflutet, teilt die Feuerwehr mit. Neuendorf und Wallersheim sind Stadtteile unterhalb des Deutschen Ecks, wo die Mosel in den Rhein fließt. In den Ortsteilen Kesselheim und Lay werde der Stegebau vorbereitet.

Auch in Altlußheim gibt es Hochwasser

Am Pegel Mainz werde die Meldehöhe von 5,5 Metern in den Mittagsstunden überschritten, teilt das Meldezentrum mit. Aktuellen
Vorhersagen zufolge werde der höchste Wasserstand zwischen 6,1 und 6,4 Metern dort am Dienstagmorgen erreicht. Oberhalb von Trier und an der unteren Mosel sei bis Montagmorgen mit steigenden Wasserständen zu rechnen, am Pegel Cochem bis etwa sieben Metern. Auf der Mosel sei die Schifffahrt gesperrt, sagt eine Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn.

Hochwasser in Rhein und Neckar: Experten warnen vor Überschwemmungen – erste Folgen

Update vom 30. Januar, 10:17 Uhr: Wegen Hochwassers ist die Schifffahrt auf dem Rhein bei Karlsruhe eingestellt. Am Pegel Maxau wurde der Wasserstand von 7,5 Metern in der Nacht zum Samstag überschritten, wie die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg mitteilt. Am Samstagmorgen hat der Rhein einen Wasserstand von mehr als 8 Metern.

Die Experten rechnen damit, dass das Wasser in Maxau noch bis Samstagabend auf bis zu 8,30 Meter steigt. Daneben hat das Tauwetter bis Samstagmorgen vor allem im Süden Baden-Württembergs für verbreitet hohe Wasserstände gesorgt. An
vielen Orten stiegen die Pegel nach Angaben der HVZ auf einen Bereich, der statistisch gesehen einmal in zwei Jahren erreicht wird. In Meckenbeuren im Bodenseekreis steigt die Schussen auf beinahe 4,50 Meter - ein Wasserstand, der im statistischen Mittel nur alle 20 bis 50 Jahre vorkommt.

Hochwasser am Rhein: Erste Einschränkungen für die Schifffahrt in Rheinland-Pfalz

Nicht nur in Baden-Württemberg, auch in Rheinland-Pfalz steigen die Wasserstände im Rhein gefährlich an. Seit Freitag gelten Einschränkungen für die Schifffahrt, weitere werden angesichts der prognostizierten Wasserstände wohl hinzukommen. Stellenweise könnte der Schiffsverkehr ganz eingestellt werden, wie aus den Angaben des Hochwassermeldezentrums in Mainz von Freitag hervorgeht.

Zwar erwartete das rheinland-pfälzische Umweltministerium nach eigenen Angaben kein Extremhochwasser. Dennoch sei nach den derzeitigen Vorhersagen am Wochenende mit Höchstständen in Rheinland-Pfalz zu rechnen, die sich zwischen einem zwei- und zehn-jährlichen Hochwasser bewegten, teilt das Ministerium mit.

Hochwasser in Rhein und Neckar: Drohende Überschwemmung – Stadt ergreift Sicherheits-Maßnahmen

Es droht Hochwasser am Rhein (Symbolfoto)

Update vom 29. Januar, 15:25 Uhr: Aufgrund der zu erwartenden Schneeschmelze und steigender Niederschläge befürchtet auch die Stadt Mannheim Hochwasser. Nach aktuellen Prognosen wird bei den Flüssen Rhein und Neckar ein Pegelstand von circa 7,50 Meter erwartet.
 
Daher sind einige Absperrmaßnahmen im Stadtgebiet Mannheim erforderlich. So wird unter anderem im Bereich des Neckars der Neckarradweg Höhe Seckenheim samt aller Zu- und Abgänge sowie mehrere Zuwege und Abfahrten zum Neckar (unter anderem Höhe Collini Center und Neckaruferbebauung bzw. Neuostheim) gesperrt. Am Rhein sind mehrere Zuwegungen zum Aufeld bzw. Waldpark, wie beispielsweise der Franzosenweg und das Stephanienufer vom Hochwasser betroffen und werden aus diesem Grunde ebenfalls gesperrt. Schilder weisen auf die jeweiligen Sperrungen hin.

Hochwasser in Rhein und Neckar: Experten mit deutlicher Warnung – hier ist die Lage schon extrem

Update vom 29. Januar, 12:25 Uhr: Tauwetter und teils kräftiger Regen sorgen in den kommenden Tagen für stark steigende Wasserstände am Rhein – und damit stellenweise für eine Einschränkung der Schifffahrt in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Hochwassermeldezentrums in Mainz von Freitag ist die Hochwassermarke I am Pegel in Maxau bereits überschritten. Schiffe müssten hier langsamer, in der Mitte der Fahrrinne sowie mit eingeschaltetem Sprechfunk fahren.

Mit einer Überschreitung der Hochwassermarke II rechnet das Meldezentrum an den Pegeln Maxau und Speyer etwa gegen Samstagabend. Dann dürfen Schiffe dort gar nicht mehr fahren. Für die Rheinstrecke zwischen dem Pegel Maxau und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen sei am Samstag mit weiteren Überschreitungen der Hochwassermarke I zu rechnen. Der für die Einstellung der Schifffahrt im Rheinabschnitt bei Karlsruhe relevante Wasserstand von 7,5 Meter am Pegel Maxau wird in Baden-Württemberg voraussichtlich in der Nacht von Freitag auf Samstag überschritten.

Hochwasser in Neckar und Rhein: Experten mit deutlicher Warnung zum Wochenende

Erstmeldung vom 28. Januar: Die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) warnen vor Tauwetter mit Hochwasser im Südwesten. Auch der Dauerregen sorgt dafür, dass die Pegel von Rhein und Neckar in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ansteigen. Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale vom Donnerstag wird es weiterhin viel Regen und warme Temperaturen geben. Damit schmelze die Schneedecke in den Hochlagen teilweise und in den mittleren Höhenlagen vollständig. Rasche Anstiege der Wasserstände seien die Folge.

Hochwasser im Neckar: Experten rechnen mit deutlichem Pegel-Anstieg im Oberlauf

Insbesondere an Flüssen im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu sei laut Vorhersagezentrale mit Hochwasser zu rechnen. „Beginnend ab Mittwochabend ist daher insbesondere in kleineren und mittleren Flüssen in der Südhälfte des Landes, deren Einzugsgebiete von der Schneeschmelze und dem Tauwetter betroffen sind, mit raschen Wasserstandsanstiegen zu rechnen“, heißt es in einer Mitteilung. An den größeren Flüssen des Landes erwarten die Experten vor allem in der baden-württembergischen Donau und im Oberlauf des Neckars ein deutliches Hochwasser. So warnt zum Beispiel die Stadt Heidelberg Autofahrer bereits davor, im Bereich des Neckars zu parken. Dort könnte der Pegel bis Sonntag auf über 3 Meter ansteigen – bei 3,60 Meter droht eine Überschwemmung.

Hochwasser im Rhein: Meldewerte könnten bis Samstag überschritten werden

Auch im Oberrhein werden voraussichtlich die Hochwasser-Meldewerte überschritten. So betrug der Rhein-Pegel im rheinland-pfälzischen Speyer am Donnerstag (Stand: 12:15 Uhr) 3,95 Meter und könnte laut Prognose bis Samstag auf rund 6 Meter ansteigen. Der für die Einstellung der Schifffahrt im Rheinabschnitt bei Karlsruhe relevante Wasserstand von 7,5 Meter am Pegel Maxau werde laut Experten voraussichtlich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag überschritten. (kab)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Klaudia Prill

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