CDU-Wahlkampf

Schäuble in Hockenheim: „Es ging uns nie so gut wie heute!“

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Wolfgang Schäuble in der Stadthalle Hockenheim.

Hockenheim - CDU-Wahlkampf in Hockenheim: Landtagskandidat Thomas Birkenmaier und Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble sprechen über Ziele und Herausforderungen.

Der Landtagswahlkampf ist schon längst in der heißen Phase und Kandidaten ziehen mitsamt ihren Parteien alle Register. Der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Schwetzingen, Thomas Birkenmaier, hat am Mittwoch in der Hockenheimer Stadthalle ein wahrhaftiges politisches Schwergewicht an seiner Seite: Keinen Geringeren als Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble.

CDU-Wahlkampf: Wolfgang Schäuble in Hockenheim

Birkenmeier weiß, „die CDU muss kämpfen und strampeln, aber das ist gut so“ und nennt gleich zwei Punkte, die seine Partei besser machen will als Grün-Rot. Erstens in der Bildungspolitik: Das bewährte Bildungssystem („Früher sind Delegationen aus Asien nach Baden Württemberg gekommen, um das Schulsystem zu betrachten“) wurde 2011 aus ideologischen Gründen gegen die Gemeinschaftsschulsystem ersetzt. Nun hält man daran fest, obwohl man weiß, „dass gerade die schwächeren Schüler verlieren“. Zweitens die innere Sicherheit: Grün-Rot habe die Ausbildungsstätte der Polizei in Bruchsal geschlossen und die Bezüge gekürzt. Er selbst ist der Meinung: „Die Polizei hat es verdient, dass man hinter ihr steht. Ich glaube kaum, dass ein Polizist am Sonntag Grün wählt“. Birkenmeiers Appell an das Publikum: „Gehen Sie wählen!

Bei der Veranstaltung in Hockenheim sind Polizei und Sicherheitskräfte sehr präsent, aber auch sehr freundlich. Wen wundert es bei einem Gast, der einerseits international gehört wird und andererseits seit einem Messeragriff im Rollstuhl sitzt. 

Ebenfalls auf dem Podium sind Michael Fuchs von der CDU Hockenheim, Annette Dietl-Faude von der Frauen-Union Rhein-Neckar und der ehemalige Finanzminister Gerhard Stratthaus.

Wir sind in einer nicht einfachen Zeit“, beginnt der Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble seinen Exkurs durch Landes-, Bundes- und Europapolitik. „Die Herausforderung, vor der wir stehen, kann kein europäisches Land alleine lösen!“ Natürlich lässt er sich einen Seitenhieb gegen die Landesregierung nicht nehmen: „Herr Kretschmann mag ein netter Herr sein, aber was wären die Grünen ohne Herrn Kretschmann?

Thema Migrationsproblematik: „Das sind so viele, dass auf Dauer nicht ständig so viele kommen können“, so Schäuble. Natürlich bekommen Menschen Schutz vor Krieg und Verfolgung, „aber nach Möglichkeit in den Nachbarstaaten, damit sie das Land wieder aufbauen können, wenn der Krieg vorbei ist.

Die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung hat sich dagegen bewährt: Höchste Beschäftigungszahlen, steigende Reallöhne, steigende Renten. Seit 2014 habe der Bund keine Schulden mehr gemacht, im vergangenen Jahr sogar einen Überschuss, der jetzt zur Bewältigung der „Migrationsproblematik“ eingesetzt wird.

Auch Schäuble forderte die Zuhörer auf, wählen zu gehen: Denn „Demagogen haben immer nur eine Chance, wenn die Wahlbeteiligung gering ist. Es ging uns nie so gut wie heute, und es soll uns auch in Zukunft besser gehen!

Für Fragen aus dem Publikum nimmt sich Schäuble auch Zeit:

Ob man dem Fachkräftemangel nicht mit qualifizierten Rentnern entgegnen könne? Schäuble: „Wer arbeiten kann und will, soll das auch dürfen.

Lassen wir uns von der Türkei erpressen? „Wir brauchen die, die brauchen uns – Nein, wir lassen uns nicht erpressen!

Polen und Ungarn, wie geht das weiter? „Man muss sich immer in die Lage des anderen versetzen. Ungarn bleibt eine Demokratie und die Polen werden erkennen, dass sie Europa brauchen, wie wir auch.

Zum Schluss wird BW-Finanzminister Gerhard Stratthaus ein wenig davon überrascht, dass auch er ein paar abschließende Worte sagen soll, aber „die CDU ist ja eine spontane Partei!“ Sein Dank gilt vor allem den Ausführungen über Europa, denn: „Hockenheim ist unsere Heimat, Deutschland ist unser Vaterland, Europa ist unsere Zukunft.

Zum Schluss wird bei CDU-Veranstaltungen traditionell gesungen. Ausnahmsweise nicht die Nationalhymne, sondern das Badnerlied, mit leicht umgetexteter zweiter Strophe...

chr

Quelle: Mannheim24

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