Stellungnahme 

Frau wegen Burkini rausgeworfen: Jetzt äußert sich das Aquadrom!

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Eine junge Frau wird wegen ihres Burkinis aus dem Aquadrom geworfen. Der Pressesprecher des Bads äußert sich nun dazu. (Symbolfoto)

Hockenheim - Eine junge Frau wird aus dem Aquadrom geworfen, weil sie einen Burkini trägt. In einem offiziellen Schreiben äußert sich nun ein Sprecher des Bades zu dem Vorfall:

Die 28-jährige Güler D. will am Donnerstag (16. August) das Aquadrom besuchen und sich einen schönen Tag machen. Wie 'Bento' berichtet, habe sie einen Burkini getragen – also einen Badeanzug, der alles außer Gesicht, Händen und Füßen verbirgt. Der Bademeister habe sie angesprochen, in eine Diskussion verwickelt und am Ende aus dem Schwimmbad geworfen. 

Stellungnahme des Aquadrom

Am Montag (20. August) bezieht Christian Stalf, Pressesprecher des Aquadroms, Stellung zu den Vorwürfen. „Der Vorwurf macht uns sehr betroffen. Das Aquadrom distanziert sich klar von rassistischem Verhalten. In der Vergangenheit sind auch schon andere Frauen mit einem Burkini in unserem Schwimmbad schwimmen gegangen. Dabei gab es unserer Kenntnis nach keine Beanstandungen", heißt es in der Stellungnahme. 

Das Bad orientiere sich beim Thema ‚Schwimmen in Burkinis‘ an der Vorgabe der ‚Deutschen Gesellschaft für das Badewesen‘. Nach dieser ist der Burkini eine „übliche Badekleidung“ ohne Taschen.

Laut Stalf habe der Bademeister die 28-Jährige angesprochen, da er Zweifel hatte, ob es sich wirklich um ein solches Kleidungsstück gehandelt habe. Auch eine andere Kollegin an der Kasse sei dieser Überzeugung gewesen. Die Nachfrage des Bademeisters sei daher gerechtfertigt gewesen. 

Geschichte mit zwei Versionen

Dass sich der Vorfall so ereignet hat, wie Güler D. ihn schildert, kann der Sprecher nicht bestätigen. „Die Ausführungen unseres Bademeisters lassen einen an- deren Schluss auf das Geschehen zu“, so Stalf. Er widerspricht auch der Aussage der Frau, das der Bademeister sie lachend aus dem Aquadrom geworfen habe. Die Betriebsleitung des Aquadrom sei offen für einen Austausch mit der betroffenen Frau – um mehr über die Sichtweisen der jeweils anderen Seite zu erfahren.

Im Juni 2019 gibt es erneute Rassismus-Vorwürfe gegen das Aquadrom. Eine junge Muslimin wirft Badmitarbeitern vor, sie nicht mit ihrem Burkini ins Wasser gelassen zu haben. Der kuriose Grund: Der Reißverschluss an dem Burkini stelle ein Verletzungsrisiko dar.

pm/dh

Quelle: Mannheim24

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