Bereits Tiere erschossen

Fuchsräude bricht in Region aus: Was Hundebesitzer jetzt wissen müssen!

Fuchs
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In der Region ist die Fuchsräude ausgebrochen (Symbolfoto)

Hockenheim - Es ist eine beunruhigende Nachricht – vor allem für Hundebesitzer! Denn seit einigen Tagen ist wohl eine Fuchsräude ausgebrochen. Es sind bereits Tiere erschossen worden:

  • Fuchsräude ist im Umkreis Hockenheim und Ketsch ausgebrochen.
  • Füchse sind bereits wegen der Krankheit erschossen worden.
  • Fuchsräude ist übertragbar auf Hunde.

Update vom 14. Januar: Auch das Landratsamt bestätigt die Fuchsräude in unserer Region. „Die Räude ist zwischenzeitlich auch im Rhein-Neckar-Kreis angekommen“, so der Leiter des Veterinäramtes und Verbraucherschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Lutz Michael. In Baden-Württemberg liegt der Schwerpunkt der Fuchsräude im Süden beziehungsweise Südosten. „Aktuell liegen uns Berichte vor, dass einzelne erkrankte Füchse im Rhein-Neckar-Kreis gesehen und erlegt worden sind“, bestätigt der Amtsleiter.

Dass Hunde oder Katzen im Rhein-Neckar-Kreis an der Fuchsräude erkrankt sind, kann das Veterinäramt nicht bestätigen. Es würden „keine Nachweise“ vorliegen. „Während Fuchsräude bei Wildtieren meist tödlich verläuft, weil Wildtiere nicht behandelt werden können, kann der Tierarzt bei Hunden und Katzen Antiparasitika anwenden. Die Erkrankung ist grundsätzlich heilbar. Symptome von starkem Juckreiz, Haarausfall und vermehrter Schuppenbildung der Haut sollten Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer im Sinne der Sorgfaltspflicht gegenüber den vierbeinigen Begleitern aber durchaus ernst nehmen und unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen“, heißt es weiter. Auch Menschen können sich anstecken. Beim Kontakt der Milben mit dem Menschen kann es zum Bild der sogenannten Trugräude kommen, die üblicherweise gut behandelbar ist und problemlos abheilt.

Oft gelesen: Tierarzt untersucht kranken Hund – und macht Horror-Fund in seinem Magen!

Fuchsräude bricht in Region aus – Ansteckungsgefahr für Hunde!

Erstmeldung vom 13. Januar: In Abstimmung mit dem Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises meldet die Jägervereinigung Mannheim eine beunruhigende Nachricht: Im Bereich Ketsch und Hockenheim seien in letzter Zeit „vermehrt räudeverdächtige Füchse beobachtet und auch erlegt“ worden sein. Die Krankheit führt in der Regel zum Tod von befallenen Füchsen und ist übertragbar auf Hunde.

Hochenheim: Fuchsräude ausgebrochen – Das sind die Symptome

Die Fuchsräude ist eine Hauterkrankung, die durch die Grabmilbe „Sarcoptes scabiei“ verursacht wird. Die Räudemilben übertragen sich durch den direkten Kontakt zwischen den Tieren. So können sich Füchse gegenseitig anstecken, aber auch Hunde können schnell an der Fuchsräude erkranken. Allerdings spricht man dann von einer Sarcoptes-Räude des Hundes. 

Ein Fuchs der an Räude erkrankt ist.

Kranke Tiere leiden unter starkem Juckreiz. Sie kratzen und beißen sich, haben offene Wunden und Fell fällt aus. In der Regel führt Fuchsräude innerhalb von drei Monaten zum Tod, da die Wildtiere keine Kraft zum Jagen haben oder durch die kahlen Stellen am Körper erfrieren. Im Einzelfall kann die Räude aber auch wieder ausheilen. 

Hockenheim: Warnung an alle Hundebesitzer – Fuchsräude ist übertragbar

Da die Fuchsräude auch Hunde befallen kann, sollten Halter ihre Tiere besonders gut im Auge behalten. Hundebesitzer – vor allem im Umkreis von Hockenheim – müssen jetzt immer darauf achten, dass der Vierbeiner mit keinem Fuchs in Berührung kommt. Füchse, die an der Räude verendet sind, könnten im Wald oder auf dem Feld liegen. Die toten Tiere sollten nicht ohne Schutzhandschuhe angefasst werden. Falls Du einen Fuchs findest, der offenbar an Fuchsräude erkrankt ist, solltest Du einen Jäger informieren. 

Fuchsräude in Hockenheim – Meldung über tote Hunde

Es gehen bereits die ersten Meldungen herum, dass zwei Hunde in Hockenheim an der Fuchsräude gestorben sind. Eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor. Allerdings endet eine Räude für Hunde in seltenen Fällen tödlich, sie stellt jedoch eine große Belastung für das Tier dar.

Hundebesitzer sollten auf jeden Fall sofort einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Vierbeiner auffällige Symptome wie unkontrolliertes Kratzen zeigen. 

Hockenheim: Fuchsräude ausgebrochen – Gefahr für den Mensch?

Auch der Mensch kann von Fuchsräude befallen werden. Bereits eine kurze Berührung reicht aus. Der Mensch ist für den Erreger ein Fehlwirt und die Milben vermehren sich nicht, allerdings kann es trotzdem zu einer Hauterkrankung kommen. 

Ein anderer Fall schockierte die Region Anfang 2019: Am 7. Februar befreien Mitarbeiter von „Tiere in Not Odenwald“ eine junge Kangal-Hündin aus einem Privathaushalt in Hessen. Der Anblick, der sich ihnen bietet, ist einfach fürchterlich, denn die Hündin wurde von Milben zerfressen.

jol/pm

Quelle: Mannheim24

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