Hockenheimring unter Strom

e4 Testival auf der Rennstrecke

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BMW i8 - der Hockenheimring will künftig zum Mekka für e-Mobilitätskonzepte werden.

Hockenheim - Los Angeles, Leipzig, Le Mans, Atlanta, Silverstone, Shanghai. Und nun Hockenheim. Hier entsteht das 7. Kundenerlebniszentrum der Firma Porsche. Und das ist erst der Anfang für eine neue Zeit am Hockenheimring: Das e4 Testival steht an.

Doch von vorn: Mit klassischem Rennsport wird es zunehmend schwieriger, die traditionsreiche Rennsportstrecke zu finanzieren und die Arbeitsplätze zu erhalten. Neue Einnahmequellen müssen her. Und deswegen entsteht in Hockenheim das „europäische Leuchtturmprojekt für e-Mobiltät“ (O-Ton Thomas Reister).

Europäisches Leuchtturmprojekt für e-Mobiltät

Thomas Reister, Geschäftsführer der emodrom GmbH und Treiber des Projekts, hat am 30. April 2018 Politiker der Grünen in die Skylounge der Südtribüne eingeladen, um das Konzept zur Zukunft des Hockenheimrings und erste konkrete Maßnahmen vorzustellen. 

Thomas Hentschel (li.) und Dr. Danyal Bayaz diskutieren über das e-Mobilitätskonzept

Dr. Danyal Bayaz, Mitglied des deutschen Bundestags (Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen) („in Berlin verbindet jeder meinen Wahlkreis mit zwei Begriffen: ‚Spargel‘ und ‚Hockenheimring’“) und die beiden baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel (Wahlkreis Rastatt) und Manfred Kern (Wahlkreis Schwetzingen), verfolgen aufmerksam die Präsentation.

Frischer Wind im Hockenheimer Forst

Mit dem Weltunternehmen Porsche ist kürzlich der erste Hersteller dem Ruf zu neuen Ufern in Hockheim gefolgt. Direkt an der Rennstrecke - wo noch immer hochgezüchtete Rennmotoren brummen und der „Duft“ von Auspuffgasen und Benzin die Rennsportfans anlockt - soll nach dem Willen der Gemeinde Hockenheim, und den Machern Thomas Reister und Alexander Nieland, Chef der e4 Qualifikation GmbH, künftig das Schaufenster für aktuelle und künftige e-Mobilitätskonzepte entstehen. Einzigartig in Europa, ja in der Welt.

Schaufenster für zentrale Zukunftsfrage

Thomas Reister, Geschäftsführer der emodrom GmbH, treibt die Umsetzung des e-Mobilitätskonzept für den Hockenheimring voran.

Thomas Reister (Foto) will nicht wenig: „Mit einer modifizierten Infrastruktur und neuen funktionalen Gebäuden besteht künftig direkt am Ring die exklusive Möglichkeit für Industrie, Handel, Dienstleister, Hochschulen, sich ihren Kunden zu präsentieren.“ Soviel in Richtung Kunden. Mindestens genauso wichtig: Und das ist nicht weniger als die Mobilität der Zukunft, eine der zentralen Fragen der Zukunft einer Industrienation. 

Wie diese Zukunft aussehen wird, wissen die Reister und Nieland nicht. „Aber wir bringen die Spieler an einem hochattraktiven Standort zentral in Europa im Mutterland des Autos zusammen. Der Hockenheimring bietet alles, was dazu notwendig ist“, so Reister. 

e4Testival - e-Mobilität zum Ausprobieren

Im Detail: Am 27. und 28. Oktober 2018 gibt es das erste konkrete Projekt am Hockheimring im Rahmen des Gesamtkonzepts: Dase4 Testival

Die vier ‚E‘ stehen im schönsten Englisch-Marketing für e-drive, experience, emotion und exciting. Oder mit simplen Worten: Festivalbesucher werden Ende Oktober Elektroautos, e-Bikes, E-Skateboards oder Hoverboards nicht nur bestaunen, sondern auch ausprobieren (und eventuell begeistert sein).

Extra Teststrecken werden eingerichtet. An Informationsständen präsentieren Händler und Dienstleister ihre Möglichkeiten und in einem gesonderten Forum diskutieren Experten und Interessierte die Zukunftsfragen.

Unterstützt werden die Veranstalter dabei von 

greenfinder.de. Das StartUp-Unternehmen aus Heidelberg hat sich auf Events rund um das Thema Mobilität spezialisiert. 

„Das Ziel von Greenfinder ist es, alle Verbraucher umfassend über das Thema Elektromobilität zu informieren und Elektromobilität mit innovativen Dienstleistungen zu fördern,“ so Sascha Nachtnebel, Geschäftsführer von Greenfinder. So steuern die jungen Unternehmer jede Menge Ideen zu dem e4 Testival bei.

 

Unterstützung durch Politik und Wirtschaft

Alexander Nieland gibt sich überzeugt: „Die Zukunft gehört dem Elektromotor. Egal, ob dieser die Energie aus einer Batterie oder einem Wasserstoffgenerator bezieht.“ Und weil dem so ist, durften die Fachpolitiker selbst einmal ‚Gas geben‘ - pardon ‚aufdrehen‘.

Danyal Bayaz, Bundestagsabgeordneter der Grünen, im eKart am Hockenheimring

Dr. Danyal Bayaz, Thomas Hentschel und Manfred Kern signalisierten Unterstützung für das zukunftsweisende Projekt der Region. Thomas Reister und Alexander Nieland wollen weitere Politiker nach Hockenheim lotsen. Und für alle, die sich für e-Bikes, Hoverboards, e-Skateboards, e-Autos und die Mobilität der Zukunft schlechthin interessieren: Termin am 27. und 28. Oktober am Hockenheimring notieren.

e4Testival

Porsche baut Kundenerlebniszentrum auf Hockenheimring

greenfinder.de

Quelle: Mannheim24

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