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7 Schüsse auf Mann (37) in Hockenheim – keine Konsequenzen für Polizisten

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Von: Fabienne Schimbeno

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Rhein-Neckar-Kreis - Am Montagabend wird ein 37-jähriger Mann bei einem Großeinsatz in Hockenheim von der Polizei angeschossen. Für die beiden Schützen bleibt das wohl ohne Folgen:

Update vom 6. Januar, 10:53 Uhr: Gegen die Polizisten, die in einem Fall häuslicher Gewalt einen bewaffneten Mann mit sieben Schüssen außer Gefecht gesetzt haben, wird kein Diziplinarverfahren eingeleitet. Dafür gebe es keinen Anlass, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mannheim zur dpa. Das Verhalten der beiden Beamten in Hockenheim sei weder rechtswidrig noch unverhältnismäßig gewesen. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt noch, ob es sich bei dem Schusswaffengebrauch am vergangenen Montag um Notwehr gehandelt hat.

Die Beamten waren von der Ex-Partnerin des Angeschossenen zu Hilfe gerufen worden. Infolge eines Streits hatte sich der 37-Jährige, der eine Pistole bei sich trug, im Flur des Hauses seiner Ex-Freundin verschanzt. Nach etwa 40-minütigem Verhandeln ging der Mann mit der Waffe in der Hand auf die Beamten zu, die ihre Schusswaffen gebrauchten, um ihn zu stoppen. Der unter anderem wegen Drogendelikten polizeibekannte 37-Jährige wurde mehrfach getroffen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Pistole des Mannes entpuppte sich als Waffen-Replikat.

Mann (37) in Hockenheim von Polizisten angeschossen – Ermittler nennen neue Details

Update vom 3. Januar, 17:58 Uhr: Wie die Polizei in einer neuerlichen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim
und dem LKA Baden-Württemberg bekannt gibt, soll es sich bei dem am Montagabend (2. Januar) durch eine Dienstwaffe verletzten Mann um einen unter anderem wegen Drogendelikten der Polizei Bekannten handeln. Der 37-Jährige sei am Montagabend mit seiner Ex-Partnerin, welche sich am späten Nachmittag des Montags in ihrer Wohnung in Hockenheim aufhielt, in Streit geraten. Bei der Auseinandersetzung soll der 37-Jährige sogar mit einer Pistole im Hausflur herumhantiert haben.

Mann (37) in Hockenheim von Polizei angeschossen: „Mehrere Male getroffen“

Wie die Beamten weiter mitteilen, sollen die Einsatzkräfte zunächst versucht haben, den Mann, der sich im Hausflur verschanzte, über einen Verhandlungszeitraum von rund 40 Minuten dazu zu bewegen, die Waffe niederzulegen und aus dem Haus zu treten. „In dieser Zeit werden weitere Polizeikräfte sowie Spezialkräfte alarmiert und der Rettungsdienst vorsorglich bereitgehalten“, heißt es.

Im weiteren Verlauf sei der 37-Jährige mit der Waffe in der Hand auf die Beamten zugegangen, welche in der Folge dann von der Schusswaffe Gebrauch machten. Um ihn zu stoppen geben zwei Beamte insgesamt sieben Schüsse ab. „Der Angreifer wird hierbei mehrere Male getroffen“, heißt es. Er wird dann unmittelbar erstmedizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand werde aktuell als stabil eingeschätzt.

Polizei-Einsatz in Hockenheim: Angeschossener Mann (37) bereits bekannt

Wie die Polizei weiter mitteilt, sei der Ablauf des Geschehens durch die eingesetzten Beamten des Polizeipräsidium Mannheim mittels Bodycams dokumentiert worden. Die vollständige Auswertung der Aufnahmen dauere noch an. Wir erinnern uns: Beim tödlichen Polizei-Einsatz in Mannheim am Marktplatz waren die Bodycams der Beamten aus und es mussten Zeugenvideos herangezogen werden.

Die ersten kriminaltechnischen Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich bei der mitgeführten Pistole um ein Waffen-Replikat gehandelt hat, welches einer echten Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Bei dem Streit handele es sich um einen wiederholten Vorfall von häuslicher Gewalt. „Die Ex-Partnerin des Mannes wurde bereits durch das Polizeipräsidium Mannheim im Rahmen von Opferschutzmaßnahmen in Fällen von häuslicher Gewalt betreut“, teilt die entsprechende Dienststelle mit. Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das LKA Baden-Württemberg führen die Ermittlungen weiter fort.

Großeinsatz in Hockenheim: Polizei schießt auf Mann (37) – Ermittlungen dauern an

Update vom 2. Januar, 20:52 Uhr: Weitere Erkenntnisse im Fall des Großeinsatzes in Hockenheim! Wie die Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim und dem LKA Baden-Württemberg bekannt gibt, soll es in den Nachmittagsstunden des Montags zu einem polizeilichen Einsatz in Hockenheim gekommen sein, bei dem auch eine Schusswaffe gezogen wurde. Ein 37-jähriger Mann soll sich mit seiner Familie gestritten haben. Die Beamten mussten unverzüglich einschreiten.

Großeinsatz in Hockenheim: Polizei schießt auf Mann – „von Schusswaffe Gebrauch machen“

Wie die Polizei am Montagabend mitteilt, sollen die Beamten gegen 16:34 Uhr zu einem Familienstreit gerufen worden sein. Augenscheinlich war der Mann mit einer Pistole bewaffnet, heißt es. Im Verlauf des Einsatzgeschehens mussten die eingesetzten Polizeikräfte von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen.

Der 37-Jährige wurde dabei verletzt. Laut Angaben der Polizei sollen die Beamten umgehend bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sowie des hinzugerufenen Notarztes Erste Hilfe geleistet haben. „Der Verletzte wurde zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht“, heißt es. Die medizinische Versorgung dauere aktuell an. Weitere Personen seien nicht verletzt worden.

Der abgesperrte Bereich nach dem Großeinsatz in Hockenheim.
Der abgesperrte Bereich nach dem Großeinsatz in Hockenheim. © HEIDELBERG24/PR-Video, Priebe

Polizei schießt auf Mann: Ermittlungen nach Großeinsatz in Hockenheim dauern an

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim wurde die Sachbearbeitung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs noch in den Abendstunden vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernommen. Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen des Streites sowie des Einsatzablaufes, dauern an, schreibt die Polizei.

Großeinsatz in Hockenheim: Polizei offenbar auf Mann geschossen

Update vom 2. Januar, 19:45 Uhr: Bei der verletzten Person handelt es sich um einen Mann. Das geht aus weiteren Informationen der Polizei hervor. Im Rahmen eines Einsatzes soll es zu einer Schussabgabe durch die Polizei gekommen sein. Das teilt ein Polizeisprecher vor Ort mit. Die Jahnstraße ist zum Zeitpunkt immer noch abgesperrt. Wie lange die Einsatzmaßnahmen noch andauern, ist unklar. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen, so der Sprecher.

Update vom 2. Januar, 19:24 Uhr: Wie sich aus neuerlichen Informationen ergibt, soll es gegen 18 Uhr zu einer Bedrohungslage im Bereich der Jahnstraße in Hockenheim gekommen sein. Mindestens ein Schuss soll hierbei abgegeben worden sein. Eine Person wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die Einsatzmaßnahmen dauern zur Stunde noch an.

Großeinsatz in Hockenheim
Großeinsatz in Hockenheim: Eine Person wurde offenbar verletzt ins Krankenhaus gebracht. © HEIDELBERG24/PR-Video, Priebe

Großeinsatz in Hockenheim: Was bislang bekannt ist

Erstmeldung vom 2. Januar, 18:53 Uhr: Großeinsatz in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis)! Wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, kommt es am Montagabend (2. Januar) zu einer Großlage. Mehrere Mannschaftsbusse sind im Einsatz. Offenbar kam es am Abend zu einer Auseinandersetzung, bei der eine Person verletzt wurde. Angeblich soll auch eine Schusswaffe in Gebrauch gewesen sein. Die Jahnstraße ist zum aktuellen Zeitpunkt voll gesperrt. Es wird nachberichtet. (fas/pol/pri)

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