Saufgelage auf der Ladefläche

Kontrollen auf Autobahn-Rastplätzen: Jeder 12. Lkw-Fahrer betrunken!

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Jeder 12. Lkw-Fahrer bei Kontrolle auf Rastplätzen betrunken (Symbolfoto)

Hockenheim - Dass einige Lkw-Fahrer während der Rast nicht nur ihre Fahrzeuge „tanken“, zeigt eine großangelegte Kontroll-Aktion der Polizei auf Rastplätzen an A5 und A6: 

Knapp vier Stunden lang überprüft eine größere Anzahl von Polizisten am Sonntag (18. November) die rastenden Lkw-Fahrer auf den Rastanlagen Hardtwald, Kraichgau und Am Hockenheimring. 

Bereits Kontrollen in der Vergangenheit hatten gezeigt, dass die Brummi-Fahrer während dem Sonntagsfahrverbot auf den Rasthöfen teilweise übermäßig Alkohol trinken – und dann auch betrunken weiterfahren, sobald das Fahrverbot endet. 

So auch am Sonntag: Kurz vor dem Ende des Sonntagsfahrverbotes werden 476 Fahrer überprüft – 37 haben noch mindestens 0,5 Promille!

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Spitzenreiter mit fast 3 Promille!

18 Lkw-Fahrer sind mit Werten über 1 Promille noch deutlich alkoholisiert. Am meisten hat wohl ein Fahrer „getankt“, der stolze 2,8 Promille aufweisen kann. 

In einem Fall schließt sich ein Brummi-Fahrer sogar in seinem Führerhaus ein, um der Kontrolle zu entgehen. Bei ihm wird ein Promillewert von 0,7 gemessen. Weil er sich so vehement gegen die polizeilichen Maßnahmen weigert, wird zur Verhinderung seiner Weitefahrt eine Sicherungskette an den Rädern seines Lkw angebracht. 

Besonders erschreckend: Bei der Kontrolle eines 40-Tonners finden die Polizisten vier Lkw-Fahrer beim Trinkgelage auf der Ladefläche. Neben einigen Bierflaschen steht hier auch Schnaps und Wodka auf dem provisorischen Tisch. Drei der Fahrer sind sichtlich betrunken.

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Der Morgen danach

Allen betrunkenen Fahrerin wird die Weiterfahrt verboten und deren Frachtpapiere beschlagnahmt. Die Fahrzeugschlüssel dürfen sie wegen des kalten Wetters behalten. Bei einer Nachkontrolle am Montagmorgen haben noch drei Lkw-Fahrer Restalkohol im Blut. Sie dürfen erst weiterfahren, wenn sie komplett nüchtern sind.

„Allen alkoholisierten osteuropäischen Fahrern wurden die 10 Max-Achtzig-Regeln der Unfallpräventions-Initiative ‚Hellwach mit 80 km/h‘ in deren Landessprache ausgehändigt. Danach verhält sich ein verantwortungsvoller Fahrer so, dass er in allen Verkehrssituationen weder sich, andere Verkehrsteilnehmer, noch seine Ladung gefährdet", erklärt Polizeidirektor Dieter Schäfer, Verkehrspolizeichef des Polizeipräsidiums Mannheim. Er kündigt auch an, die Kontrollen weiter zu intensivieren. 

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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