Polizei jagt Hundehalter

Wiesenbach: 5 Hunde völlig verwahrlost in Wald gefunden – wer ist der skrupellose Besitzer?

Wiesenbach - Spaziergänger finden in einem Wald fünf verwahrloste Hunde. Für die Polizei steht fest: Der Besitzer hat die Vierbeiner einfach ausgesetzt.

Bei dieser Tat kann man sich nur an den Kopf fassen und fragen, welche Menschen zu so etwas fähig sind: Fünf Hunde sind in einem Wald bei Wiesenbach einfach ausgesetzt worden. Unter den Vierbeinern befinden sich drei Welpen, die erst wenige Monate alt sind. Die Polizei Neckargemünd startet nun die Fahndung nach dem skrupellosen Tierbesitzer und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Wiesenbach: Fünf Hunde im Wald ausgesetzt – Polizei veröffentlicht Foto

Wie das Polizeipräsidium Mannheim am Freitag (11. Dezember) in einer Pressemitteilung berichtet, sind die Hunde zwischen Dienstag (1. Dezember) und Donnerstag (3. Dezember) von verschiedenen Spaziergängern im Wald gefunden worden. Das Waldstück erstreckt sich von Wiesenbach-Langenzell bis zum Dilsbergerhof.

Diese fünf Hunde wurde in einem Wald bei Wiesenbach ausgesetzt

Bei allen fünf Hunden handelt es sich um „Shih Tzus“. Das ist eine alte Hunderasse aus Tibet, deren Geschichte bis ins 7. Jahrhundert reicht. „Shih Tzu“ bedeutet auf Deutsch „Löwe“, was nicht nur optisch gut passt, sondern auf eine Legende zurückgeht, nach der sich die Hunde in einen Löwen verwandeln können. Die Rasse gilt heutzutage als beliebte Haustierrasse und ist vor allem wegen des langen Fells beliebt.

Wiesenbach: Spaziergänger finden fünf „Shih Tzus“ – Polizei sucht Hinweise

Die gefundenen Hunde sind verwahrlost und werden zunächst von der Polizei in Obhut genommen und anschließend in ein Tierheim gebracht. Dort werden die fünf Vierbeiner aufgepäppelt. Laut Polizeibericht handelt es sich um drei Welpen im Alter von 12 bis 14 Wochen und zwei ausgewachsene Rüden. Keines der Tiere ist gechipt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Hunde am Waldparkplatz zwischen Langenzell und Dilsbergerhof ausgesetzt worden sind. Wie lange die Tiere in dem Wald ausharren mussten, ist nicht klar. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu den Hunden geben können. Die Beamten stellen konrekt diese Fragen:

  • Wem sind in der Zeit zwischen dem 1. und 3. Dezember, auch in den Tagen zuvor, verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen, die sich auf dem Waldparkplatz zwischen Wiesenbach-Langenzell und Dilsbergerhof aufgehalten haben?
  • Wer kann Hinweise zur Herkunft der Hunde geben - wer hatte bis vor kurzem solche Hunde in Besitz und jetzt nicht mehr?
  • Wer hat in den letzten Tagen und Wochen einen „Shih Tzu“ erworben oder wem wurde ein solcher Hund zum Kauf angeboten?

Alle Hinweise sollen der Polizeihundeführerstaffel Walldorf (Telefonnummer 06227/358 188-0) oder dem Polizeirevier Neckargemünd (Telefonnummer 06223/9254-0) gemeldet werden.

Wiesenbach: Fünf Hunde in Wald ausgesetzt – leider kein Einzelfall

Jährlich werden 70.000 Tiere in Deutschland ausgesetzt. Hunde, Katzen und andere Haustiere landen einfach auf der Straße, werden an Pfosten oder Bäumen angebunden. Während sich die Besitzer aus dem Staub machen, verstehen viele Tiere nicht was mit ihnen passiert. So warten sie teilweise Stunden und hoffen, dass ihre Herrchen oder Frauchen bald wieder kommen. Laut Tierschutzgesetz ist das Aussetzen von Tieren eine Straftat und kann mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Wer sein Tier nicht mehr haben will, der sollte sich immer um ein gutes neues Zuhause kümmern und notfalls zum Tierheim fahren. Besonders in der Corona-Krise verzeichnen Tierheime einen Anstieg der Abgaben von Hunde, Katzen und Co. Allerdings besteht keine Gefahr, dass ein Haustier das Virus auf den Menschen übertragen kann. Also am besten immer vorher überlegen, ob man einem Tier genug Zeit, Verantwortung und Liebe schenken kann. (jol)

Rubriklistenbild: © Polizeipräsidium Mannheim

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare