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Gesetz regelt Hundegebell – bei Ruhestörung drohen bis zu 5.000 Euro Bußgeld

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Bellende Hunde sind störend für die Nachbarn und können schnell zu einer Anzeige durch genervte Mitmenschen führen. Das Wissen um dieses Gesetz schützt vor einer teuren Überraschung:

Wenn Bello mal wieder sehr lange am Stück bellt und nicht aufhören möchte, kann das sehr schnell teuer werden, wenn sich Nachbarn belästigt fühlen. Doch wie lange und wann darf ein Hund bellen? Ein Gesetz hat Regelungen festgelegt, die bekannt sein sollten, um einer teuren Anzeige durch Nachbarn zu umgehen.

Hundegebell ist Ruhestörung: Der Zeitraum, wie lange ein Hund bellen darf, ist gesetzlich geregelt

Jedem verantwortungsvollen Hundebesitzer ist klar, dass ein Hund meist nur bellt, um dem Menschen seine Bedürfnisse klarzumachen. Der Halter hat am Kläffen des Tieres auszumachen, ob es zum Beispiel Angst hat oder auf etwas aufmerksam machen möchte. Durch genaue Beobachtungen und das Verstehen der Hundesprache kann ein eventuell andauerndes Anschlagen vermieden werden.

Wiederholendes und lautes Bellen des Vierbeiners kann als Ruhestörung und Ordnungswidrigkeit gesehen werden. Wenn sich der Nachbar nicht nur beschwert, sondern zusätzlich Anzeige erstattet, kann laut Bußgeldkatalog ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro fällig werden. Die Höhe des Bußgeldes ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, kann jedoch von jedem nachgeschlagen werden.

Hundegebell gilt als Ruhestörung: Wann der Hund bellen darf

Der Tierhalter hat seinen Hund so zu halten, dass die Störungen und Beeinträchtigungen im Rahmen dessen bleiben, was von Nachbarn als sozial-adäquat hinzunehmen ist. 

Natürlich darf der beste Freund des Menschen auch mal bellen und sich damit Luft machen, jedoch sind Bell-Zeiten und Dauer gesetzlich geregelt und sollten beachtet werden. Da diese Zeiträume nicht in jedem Bundesland gleich geregelt sind, sind hier die Regelungen von Baden-Württemberg aufgeführt:

Hundegebell (Zeitpunkt und Dauer)Regelung
Kurzes BellenKurzes Bellen ist für Nachbarn zumutbar, da es außerhalb des Einflussbereichs des Tierhalters liegt.
Regelmäßiges Bellen zu verschiedenen ZeitpunktenDurchgehendes Bellen für einzelne Tage über ein bis drei Stunden, teilweise nach 22 Uhr stört den Hausfrieden.
Hundebellen während der RuhezeitenHundegebell während der Ruhezeiten ist unzumutbar, insbesondere zwischen 21 und 7 Uhr, mittags sowie an Sonn- und Feiertagen.
Dauerhaftes, durchgehendes Hundebellen von ca. 45 bis 75 MinutenHundegebell stellt eine unzumutbare Ruhestörung dar, wenn ein Hund dauerhaft über einen Gesamtzeitraum von einer halben Stunde täglich bellt.

Hundegebell ist Ruhestörung: An öffentlichen Plätzen darf gebellt werden

Nach diesen Regelungen darf der Vierbeiner nicht mehr als 30 Minuten insgesamt am Tag bellen. Zwischen 21:00 Uhr und 7:00 Uhr darf nicht gebellt werden und auch während der mittäglichen Ruhezeit zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen muss sich die Fellnase ebenfalls an die Regelungen halten und ruhig bleiben.

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An öffentlichen Plätzen jedoch ist es grundsätzlich laut. Hier darf der beste Freund des Menschen, im Gegensatz zur eigenen Wohnung, nach Herzenslust bellen und dies auch über einen längeren Zeitraum als 30 Minuten insgesamt. Der Hund darf an öffentlichen Plätzen und beim Stadtspaziergang kläffen, auch wenn sich Anwohner beschweren. Jedoch sollte es auch hier nicht übermäßig viel und laut werden. (rah)

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