Prozessauftakt nach Gasexplosion

Inferno von Harthausen: Hier versteckt der feige Brandstifter (40) sein Gesicht

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Zu Prozessauftakt versteckt sich der Hauptangeklagte (40) feige unter einer Kapuze.

Weil er bei einem Gashändler Feuer legte und den Tod zweier Menschen in Kauf genommen hätte, muss sich jetzt der mutmaßliche Brandstifter (40) von Harthausen vorm Landgericht verantworten.

Müssen sie jetzt endlich für ihren Irrsinn büßen?

Fast ein Jahr nach der verheerenden Gasexplosion im pfälzischen Harthausen (bei Speyer) beginnt am heutigen Mittwoch der mit Spannung erwartete Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Brandstifter.

Was mag in diesem Kopf am 28. September 2013 vorgegangen sein, der sich hier zum Tisch senkt. Im Hintergrund die Rechtsanwälte Timo Fuchs und Markus Meißner (re.).

Vorm Landgericht Frankenthal müssen sich der 40-jährige Hauptverdächtige und seine Ex-Freundin (27) verantworten! Die vermeintliche Komplizin legte ein umfassendes Geständnis ab – der Drahtzieher schweigt nach wie vor.

Es geht neben schwerer Brandstiftung auch um versuchten Mord!

Das Duo soll am 28. September 2013 auf dem Firmengelände eines Gashändlers drei Lkw angezündet haben.

Laut Anklage wollte der Schrotthändler aus Mittelfranken den auf dem Gelände wohnenden Gashändler und dessen Tochter, die angebliche Ex-Freundin der Brandstifters, töten. Beide schliefen zur Tatzeit bereits.

Das gelegte Feuer breitete sich schnell aus, löste unzählige gewaltige Explosionen der Flüssiggas-Tanks aus. Rauchsäule und Explosionen waren bis nach Mannheim wahrnehmbar.

Durch die enorme Druckwelle wurden zwei Gastanks mehrere hundert Meter weit geschleudert: Einer landete in einem Acker, der andere durchschlug die Hauswand einer 500 Meter entfernten Halle. Das komplette Dorf musste evakuiert werden! Viele der rund 3.000 Einwohner kamen in einer Sporthalle unter.

So dramatisch war die Gasexplosion von Harthausen!

Schlimm: Bei den langwierigen und lebensgefährlichen Löscharbeiten zogen sich 17 Feuerwehrleute teils schwere Verletzungen zu. Insgesamt waren 450 Einsatzkräfte beteiligt. Der Schaden wurde auf zehn Millionen Euro geschätzt.

Die geständige Komplizin (27) mit ihrem Anwalt Jan Fritz. Auch sie verbirgt ihr Gesicht.

Der Hauptangeklagte soll die Familie über Facebook bedroht haben, weil er im März 2013 aus der Firma entlassen wurde. Seine Komplizin sei sich wahrscheinlich nicht über die Folgen der Tat im Klaren gewesen. Beide waren Mitte Dezember unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden.

Am jetzigen ersten Prozesstag wurde die 60-seitige Anklageschrift verlesen. Der Verteidiger des 40-Jährigen kündigte bereits an, auf Freispruch zu plädieren.

Die Verhandlung wird am 29. September fortgesetzt. Insgesamt sind 15 Prozesstage angesetzt.

dpa/pek

Quelle: Mannheim24

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