HuQQabaz bald in der Quadratestadt

Das K1-Karree feiert Eröffnung – aber das Restaurant bleibt noch geschlossen 

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Am Tag der Eröffnung (13. September) sieht das K1 Karree noch längst nicht fertig aus. 

Mannheim - Der Eröffnungstermin für das K1-Karree rückt immer näher. Was die Besucher erwartet – und warum sich Fans einer türkischen Restaurant-Kette besonders freuen dürfen:

Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem das Möbelhaus Mömax Mannheim im März 2017 für immer seine Tore geschlossen hat, wurde das Gebäude am Neckartor entkernt und neu ausgebaut. Auf einer Fläche von über 22.000 Quadratmetern sollte hier das K1 Karree Lifestyle und Kulinarik mit neuen Arbeitswelten verbinden. Geplant war, das 40 Millionen-Projekt schon zur zur Planken-Eröffnung Anfang April fertig zu stellen, doch durch einige Verzögerungen am Bau musste der Eröffnungstermin um sechs Monate verschoben werden. 

Doch jetzt ist es bald soweit: Am 13. September um 8 Uhr öffnet das K1 Karree im ehemaligen Mömax ganz offiziell seine Pforten - zumindest teilweise. Denn nicht alle Räume sind fertig. Unter anderem Fans des Cinema Quadrat müssen sich noch bis November gedulden.  

Halb fertig, halb Baustelle: Eröffnung des K1-Karree

Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des K1-Karree in Mannheim sind der Aldi-Süd, die Rossmann-Filiale und das Fitnessstudio John Reed für Kunden geöffnet.

Mannheim: Mit HuQQabaz eröffnet die größte Gastronomie, die Mannheim je gesehen hat 

Mehemet Yagli, Gründer und Vorstand von „Q Food & Beverage“ freut sich, neben seinen mittlerweile 25 Restaurants weltweit - darunter auch in Dubai und im Irak - nun auch einen Standort in Deutschland zu eröffnen. Übrigens die erste europäische Filiale überhaupt. Das Restaurant wird sich gleich über zwei Stockwerke auf 1.360 Quadratmetern im K1-Karree erstrecken – Außenterrasse inklusive. Damit wird HuQQabaz die größte Gastronomie Mannheims sein. Die Eröffnung wird jedoch erst nächste Woche gefeiert. 

Schon um 8 Uhr morgens wird es im Restaurant ein üppiges türkisches Frühstück geben. Neben Kebap und Spießen wird die Mannheimer Karte auch erstmals um ein großes Steak-Angebot erweitert. Abends kann man dann bei Shisha und Mocktails – Alkohol wird nicht ausgeschenkt – gemütlich zusammensitzen. HuQQabaz soll unter der Woche von 8 bis 0 Uhr, am Wochenende auch bis um 2 Uhr morgens geöffnet haben.  

Mannheim: HuQQabaz im K1-Karree: Nicht die einzigen Mieter aus der Türkei 

HuQQabaz sind nicht die einzigen Mieter aus der Türkei. Neben der Restaurantkette siedelt sich auch eine türkische Coffeeshop-Kette, Espresseolab, in Mannheim an. Mit 39 Zweigstellen weltweit, will Esat Kocadağ, der 2014 sein erstes Café in der Bolgi-Universität in Istanbul eröffnet hat, nun mit Filialen in Mannheim und Nürnberg den deutschen Markt erobern. Der Kaffee wird auch am Eingang des K1-Karree in Höhe der Straßenbahnhaltestelle ‚to go‘ angeboten. Passend dazu hat sich der Inhaber 25 originale Cheesecake-Factory-Rezepte gesichert, die zum röstfrischen Kaffee angeboten werden. 

Baustellenrundgang: So sieht es im Juni 2019 im K1-Karree in Mannheim aus

Auch ein weiterer Global Player aus der Türkei eröffnet einen Laden im Karree Mannheim: Atasay Juweliere. Das Traditionsunternehmen gibt es schon seit 1937, beschäftigt 2.000 Mitarbeiter und ist in 10 Ländern vertreten. 

Mannheim K1-Karree: Standort „mit dem besetzt, was er auch braucht“

Doch warum sind gleich drei Mieter aus der Türkei? Hat es etwas damit zu tun, dass 27.920 (Stand 31. Dezember 2018) Mannheimer einen türkischen Migrationshintergrund haben? Eine Antwort darauf liefert Akin Erdem, Geschäftsführer der Investmentfirma Nika Holding GmbH mit Sitz in Mannheim: Der Standort sollte mit „dem besetzt werden, was er auch braucht“ und natürlich auch auf die Nachbarschaft abgestimmt sein. Im Karree K1 sollte kein zweites Q6/Q7 entstehen. 

Mit den Discountern wie Aldi sollte eine gewisse Kundenfrequenz geschaffen werden – die aber im Mix mit „internationalem Flair“. Bei den türkischen Unternehmen handle es sich auch nicht um kleine Unternehmen, sondern um Global Player mit internationaler Erfahrung in ihrem Bereich. „Das ist doch was, wenn bei HuQQabaz neben Dubai und Istanbul auch Mannheim in einem Atemzug genannt wird, ist Erdem überzeugt. 

Auch der Juwelier Atasay, schließlich der drittgrößte weltweit, wäre nicht nur eine Bereicherung für Mannheim, sondern würde auch Kundschaft aus Darmstadt und Frankfurt anlocken. „Das ist nicht nur für Mannheim ein Gewinn, sondern für ganz Deutschland.“

Mannheim: Das etwas andere Fitnessstudio: Auch John Reed eröffnet im September 2019  

In der Region eher unbekannt ist der Fitness-Club John Reed. Im Gegensatz zu anderen Fitnessstudios kann man dort nicht nur schwitzen, sondern wird dabei von Live-DJs begleitet. Ein erster Blick in die Räumlichkeiten in Mannheim zeigt aufwändig gestaltete Räume in denen die Wände entweder stylisch gekachelt, mit Holz vertäfelt oder bunt bemalt sind. Über Laufbändern vor dem großen Fenster hängen bunte Lampion aus Stoff. Der Hintergrund: Straßenkünstler – Newcomer und internationale Größem – gestalten jede Niederlassung von John Reed ganz individuell.

Mannheim: Cinema Quadrat eröffnet erst Ende November 

Seit 1971 existiert das Cinema Quadrat und ist damit das älteste kommunale Kino in Baden-Württemberg und eines der ersten der Bundesrepublik. Unbeeinflusst vom Hype um die aktuellen Kassenschlager zeigt Cinema Quadrat alles, was den anspruchsvollen Kinogänger interessiert: von den Klassikern der Filmgeschichte, Dokumentarfilmen oder neuen, unbekannten Streifen aus Europa, Asien und Südamerika bis zu Splatterfilmen aus Zeiten, als der Liter Benzin noch 70 Pfennig kostete.

Ab Ende November zieht das Cinema Quadrat aus seinem bisherigen Räumlichkeiten im Collini-Center ins K1-Karree um. Peter Bär, CEO des Cinema Quadrat, freut sich besonders über die größere Leinwand. Die wird sich nämlich mit über 30 Quadratmetern Fläche mehr als verdoppeln. Doch keine Angst – auch im neuen Cinema Quadrat können alle Formate abgespielt werden, von 16-Millimeter bis zu 3D-Filmen und 4k-Qualität. Dafür müssen die Kinofans auch gar nicht tief in die Tasche greifen. Die Preise sollen laut Bär gleich bleiben und werden auch zukünftig zwischen fünf und acht Euro liegen. Mehrmals am Tag werden im barrierefreien Kino Vorstellungen gespielt. Wir sind gespannt! 

Während das Karree Mannheim bald eröffnet, kämpft eine Einrichtung für sozial Schwache um ihre Existenz. Das Markthaus in Mannheim-Neckarau muss Insolvenz anmelden!  

kp

Quelle: Mannheim24

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