Kriminalstatistik 2014

Die Westpfalz: (K)eine Insel der Glückseligkeit?

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Die Region bleibt weiterhin sicher.

Kaiserslautern – Finden mehr Verbrechen statt als früher? Was waren die außergewöhnlichsten Fälle 2014? Und was ist eigentlich die Gelbe Karte für Straftäter?

Diese und viele andere Fragen beantwortet die Kriminalstatistik 2014 für die Westpfalz. 

Straftaten

In der Westpfalz wurden im Jahr 2014 insgesamt 32.346 Straftaten registriert, das sind 437 mehr als im Jahr 2013. Im landesweiten Trend gehen die Straftaten eher zurück.

Doch keine Sorge: Im Langzeitvergleich hält sich die Entwicklung der Gesamtkriminalität auf einem stabilen Tiefstand. 

Im Einzelnen sind die Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftdelikte (+387) und Warenbetrug (+430) gestiegen.

Auch bei den Wohnungs- und Tageseinbrüchen ist eine Zunahme zu verzeichnen. Doch knapp die Hälfte dieser Straftaten bleibe bereits im Versuchsstadium stecken. Hier wird vermutet, dass dies der Beteiligung der Bürger geschuldet ist sowie der Kriminalprävention und installierte Sicherheitstechnik. 

Rückläufig sind die Zahlen bei Diebstählen aus Kraftfahrzeugen mit 129 weniger Fällen pro Jahr.

Zum ersten Mal sind auch die Delikte aus dem Bereich „Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ zurückgegangen. 2013 waren es noch 1.361, jetzt sind es 65 weniger. 

Die Diebstahldelikte dominieren weiterhin mit einem Gesamtanteil von 35 % mit dem Vergleich zu 2013 mit 37 %. 

Aufgeklärte Fälle

Die Polizei habe im vergangenen Jahr, so Präsident Wolfgang Erfurt,  „einen prima Job gemacht“ und konnte so die Zahl der aufgeklärten Fälle um 1,4 % auf insgesamt 62,8 % steigern. Seit 2008 ist dieser Wert nicht unter 60 % gefallen. Bei Wohnungseinbrüchen werden 20,5 % der Fälle vom Polizeipräsidium Westpfalz aufgeklärt. Dies liege weit über dem Landesdurchschnitt.  

Die Diebstahldelikte dominieren weiterhin mit einem Gesamtanteil von 35 % mit dem Vergleich zu 2013 mit 37 % 

Tatverdächtige und jugendliche Straftäter 

Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen hält sich mit 13.105 auf einem niedrigen Niveau, davon waren 72,5 % männlich und 25,5 % weiblich. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen ist entsprechend dem landesweiten Trend auch in der Westpfalz zurückgegangen. 

Die herausragenden Fälle

Der Kriminaldirektor Dieter Moll erinnert sich an zwei herausragende Fälle im Jahr 2014. Als erstes an die Zerschlagung eines internationalen Täterrings und die darauffolgende Beschlagnahmung von einer Tonne Haschisch. 

In diesem Fall wurde das Urteil auch schon gesprochen und die 61- jährige Angeklagte aus Pirmasens wurde zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. 

Desweiteren erinnert er sich an zwei Tötungsdelikte. In einem Fall wurde einer Frau aus Kaiserslautern der Kopf abgeschlagen und im anderen Fall eine 29- jährige Frau getötet und im Wald bei Nünschweiler vergraben. Im ersten Fall wurde der Angeklage nicht schuldfähig gesprochen und in eine psychatrische Einrichtung eingewiesen. Der Angeklage im zweiten Fall stehe noch vor dem Zweibrücker Landgericht. 

Kaiserslautern

Um Kaiserslautern noch einmal getrennt zu betrachten, stellt Polizeidirektor Franz-Josef Brandt fest, dass 2014 insgesamt 12.098 Straftaten registriert wurden. Das sind 754 weniger als im Vorjahr. 

Die Aufklärungsquote liege bei 63,7 Prozent und dies sei zum Vorjahr eine Steigerung um 3,0 Prozent, stellte der Direktionsleiter heraus. Zudem sei eine Zunahme im Bereich der Rauschgiftdelikte und eine Abnahme beim schweren Diebstahl, insbesondere an/aus Kraftfahrzeugen zu beobachten. Dabei betrafen rund ein Drittel aller Straftaten die Diebstahlskriminalität und ein Fünftel sogenannte „sonstige Straftaten“ wie Hausfriedensbruch, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Um Aggressionsdelikten im öffentlichen Raum einen Riegel vorzuschieben, befindet sich derzeit das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“,in der Stadt Kaiserslautern in der einjährigen Erprobungsphase.

Danach sollen mehrfach auffällige beziehungsweise aggressive Straftäter und Störer, die insbesondere an den Wochenenden in der Altstadt entgleisen, künftig von der Polizei Fahrerlaubnisbehörden gemeldet werden, die die führerscheinrechtliche Eignung der Probanden prüfen.

Polizeipräsident Wolfgang Erfurt kommt zu dem Entschluss, dass die Westpfalz „keine Insel der Glückseligkeit“ sei. 

„Im Gesamtergebnis jedoch betrachtet, können die Bürgerinnen und Bürger weitgehend sicher leben“, so seine Überzeugung.

pol/kp

Quelle: Mannheim24

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