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Internet-Flirt geht in die Hose: 18-Jähriger wird mit peinlichem Video erpresst

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Von: Michael Watson

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Kaiserslautern - Der Internet-Flirt fing ganz harmlos an, aber ging dann doch voll in die Hose. Ein 18-Jähriger verschickt intime Videos von sich, was er kurz darauf bereut.

Es fängt immer ganz harmlos an: Man lernt in einem Online-Gruppenchat eine Person kennen, die man eigentlich ganz charmant findet. Aus dem unverbindlichen Plausch wird schnell ein frecher Flirt – aber da hört es oftmals nicht auf. Es werden Fotos oder gar Videos hin und her geschickt, bis man plötzlich aufgefordert wird intimere Aufnahmen von sich herauszurücken. „Warum nicht,“ dachte sich auch ein 18-Jähriger aus Kaiserslautern. Auch er lernte seine „Chat-Partnerin“ in einem Gruppenchat kennen. Es dauerte nicht lang bis die beiden anfangen sich private Nachrichten – und das ein oder andere Foto von sich – zu schicken. Doch dann will die vermeintliche Dame auf einmal mehr: Sie fordert den 18-Jährigen auf sich zu filmen – und das nackt

Kaiserslautern: 18-Jähriger wird mit Nacktvideo erpresst

Es ist keine Seltenheit, dass, wenn die Hormone verrückt spielen, MANN oftmals nicht Herr seiner Sinne ist. So auch bei dem 18-Jährigen aus Kaiserslautern. Naiverweise schickt er der vermeintlichen Dame ein Video „in dem er sich entblößt“. Dann geht alles plötzlich ganz schnell und er merkt, dass sein frecher Flirt voll in die Hose gegangen ist. Statt ein schmuddeliges Video im Gegenzug zu erhalten, fordert die Chat-Partnerin den 18-Jährigen auf, Geld zu überweisen. Sie droht, dass sie ansonsten das intime Video im Internet verbreiten würde.

Kaiserslautern: Sextortion – Erpressung mit peinlichen Videos

Jetzt steckt der junge Mann in einem Dilemma: Soll er auf die Erpressung eingehen? Falls ja, wie kann er sich dann sicher sein, dass das Video nicht trotzdem verbreitet wird? Der 18-Jährige entscheidet sich dagegen und geht stattdessen zur Polizei. Für die Beamten ist diese Masche nichts Neues. Im Fachjargon nennt man diese Art von Erpressung „Sextortion“. Der Neologismus ist eine Zusammensetzung der englischen Worte „Sex“ und „Extortion“ (Deutsch: Erpresseung).

Kaiserslautern: Wie schütze ich mich vor Sextortion?

Auf so eine peinliche Erfahrung kann man gerne verzichten. Doch wie kann man sich vor Sextortion schützen? Die Polizei Kaiserslautern gibt Tipps und Hinweise: „Der beste Schutz davor ist: Schicken Sie niemals Personen, die Sie nicht gut genug kennen, Fotos oder Videos von sich mit intimen Aufnahmen. Und lassen Sie sich bei Online-Chats auch nicht dazu überreden, sich vor ihrer Webcam auszuziehen. Nicht selten nutzen Täter diese Momente, um eigene Aufzeichnungen zu fertigen und ihre Opfer später damit zu erpressen.

pol/mw

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