1.000 Polizisten im Einsatz

Über 1.200 Menschen versammeln sich in Kandel: Fünf Demos abgesagt

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Etwa 1.000 Polizisten sind bei den Demonstrationen vor Ort.

Kandel - Auch dieses Wochenende versammeln sich Demonstranten verschiedener Gesinnungen in dem Ort. Von den neun angekündigten Demonstrationen finden allerdings nur vier statt:

Ob die Stadt jemals zu Ruhe kommen wird?

+++UPDATE 8. April: Nach aktuellen Informationen der Polizei sind bei den Demonstrationen etwa 1.200 Personen beteiligt. In einem ersten Bericht war von 750 Demonstranten die Rede. Zudem erhalten 16 Personen einen Platzverweis, ein Teilnehmer begeht eine Körperverletzung und einer führt ein Messer mit sich.+++

Am Samstag (7. April) finden in Kandel wieder Demonstrationen statt. Immerhin sind dieses Mal weniger Menschen vor Ort. Etwa 750 Demonstranten finden sich dieses Mal ein. Vor ein paar Wochen sieht das noch anders aus, als sich circa 3.000 Menschen versammeln

3.000 Menschen demonstrieren in Kandel

Grund für einen Schwund der Teilnehmer könnte die Absage von mehreren Kundgebungen sein. Bis zum Morgen sind noch neun Demos angemeldet, von denen fünf abgemeldet werden. Die Veranstalter waren wohl nicht damit einverstanden, dass ihre Versammlungen an den Bahnhof verlegt wurden. Für jede dieser Kundgebungen sind 15 bis 20 Teilnehmer erwartet worden. 

Demos ohne größere Vorfälle

Aus dem Lager der bürgerlich-rechten bis rechtspopulistischen Teilnehmer nehmen etwa 550 Personen teil. Diese propagieren unter dem Motto ‚Migrationspolitik, Innere Sicherheit‘. Etwa 200 Teilnehmer bilden eine Gegendemonstration unter dem Motto ‚Bürgerrechte statt rechte Bürger‘. Die Polizei ist sicherheitshalber mit 1.000 Beamten im Einsatz, um Szenen wie bei früheren Demonstrationen zu verhindern.

Bisher sind allerdings keine gravierenden Vorfälle bekannt. Nach Angaben eines Polizeisprechers aus Ludwigshafen ist am Bahnhof Wörth ein Zug aus Karlsruhe gestoppt worden, weil es darin Übergriffe auf Polizisten gibt. Aus welchem Lager die Angreifer kommen, ist bisher aber unbekannt. 

Hintergrund

Am 27.Dezember 2017 wird die 15-jährige Mia brutal in einem Drogeriemarkt erstochen. Der mutmaßliche Täter ist ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Seitdem ist Kandel vermehrt Schauplatz von Demonstrationen und Kundgebungen. Immer wieder gibt es auch Ausschreitungen und Gewalt, unter denen die Anwohner und Polizisten leiden.

400 Menschen bei Schweigemarsch für getötetes Mädchen (†15)

dpa/dh

Quelle: Mannheim24

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