Weil er einen Flüchtling vertritt

Verteidiger im Mordfall Mia (†15) erhält Morddrohung!

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Im Landgericht Landau wird der Mordfall Mia behandelt.

Kandel/Landau - Zahlreiche Zeugen werden zum dritten Prozesstag im Mordfall Mia geladen. Außerdem berichtet der Anwalt des Angeklagten, dass er Morddrohung erhalte:

Am dritten Prozesstag um den Mord an der 15-Jährigen stehen am Freitag (20. Juli) zahlreiche Zeugen aus dem Umfeld des Opfers und des Angeklagten Rede und Antwort.

Wie bereits an den vorherigen Prozesstagen ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da der Angeklagte Abdul D. zur Tatzeit möglicherweise noch minderjährig war

Anwalt erhält Morddrohung!

Insgesamt kann man von einer sachlichen Atmosphäre im Gerichtssaal sprechen", sagt Maximilian Endler, der Rechtsanwalt des Angeklagten. Inhaltlich darf der Anwalt sich nicht zu dem nicht-öffentlichen Geschehen äußern. 

Jedoch gibt der Verteidiger an, dass in seiner Kanzlei eine telefonische Morddrohung eingegangen sei. Grund sei offenbar, dass der Anwalt einen Flüchtling verteidigt

Die Polizei habe den Anrufer ermittelt. Dieser habe sich für sein Verhalten entschuldigt.

Altersfrage spielt weiterhin zentrale Rolle

Denn: Stellt sich im Laufe des Verfahrens heraus, dass der Angeklagte volljährig ist, muss der Prozess öffentlich werden. Der Afghane selbst hat sein Alter mit 15 angegeben. Laut Gutachten sei er zwischen 17 Jahren und sechs Monaten und 20 Jahren alt. Der Asylantrag von D. ist mittlerweile abgelehnt worden. 

In dem Verfahren sind noch zehn weitere Prozesstage bis zum 29. August angesetzt.

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dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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