Täter schweigt

Anklage wegen Mord: Mia (†15) starb durch Stich ins Herz!

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Trauer um die 15-jährige Mia (Archivfoto)

Kandel/Landau - Ende Dezember wurde Mia heimtückisch von ihrem Ex-Freund getötet. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilt, ist die 15-Jährige durch einen Stich ins Herz gestorben:

Am 27. Dezember geht die 15-jährige Mia in einen Drogeriemarkt in Kandel. Dort trifft sie auf ihren Ex-Freund, der sie aus niedrigen Beweggründen grausam niedersticht

Tathergang

Wie die Staatsanwaltschaft Landau am Mittwoch (18. April) mitteilt, gehe sie davon aus, dass der Beschuldigte das Mädchen gegen 14:50 Uhr am Bahnhof gesehen habe, als sie in Begleitung von zwei Männern aus einem Bus ausgestiegen sei. Der Afghane soll der 15-Jährigen nachgelaufen sein.

Zunächst sei er ihr in einen Supermarkt gefolgt, wo er zwei Messer – darunter auch die Tatwaffe – gekauft haben soll. Anschließend sei er, wie Mia, in den Drogeriemarkt gegangen. Dort sei er laut Staatsanwaltschaft gezielt auf das Mädchen zugegangen und habe mit einer 20,5 Zentimeter langen Klinge sieben Mal auf es eingestochen. Mia erlag kurze Zeit nach der Attacke ihren schweren Verletzungen. „Todesursächlich war ein Stich im Bereich des Herzens“, so die Staatsanwaltschaft.

Fotos vom Trauergottesdienst für Mia (†15)

Anklage: Mord

Der Angriff auf die 15-Jährige sei überraschend erfolgt, so dass sie nicht in der Lage gewesen sei, sich dagegen zu wehren. Das Mordmerkmal der Heimtücke, nämlich die Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers, sieht die Staatsanwaltschaft Landau daher als verwirklicht. Außerdem erfülle die Tat auch das Merkmal des Handelns aus niedrigen Beweggründen

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Motiv

Das Motiv für den brutalen Angriff sei übersteigerte Eifersucht. Der Beschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft aus Rache gehandelt haben. Er beging demnach die Tat, „um das Mädchen dafür zu bestrafen, dass es sich einige Wochen zuvor von ihm getrennt hatte und nun mit einem anderen Jungen befreundet war.“

Zur Tatzeit war er ein Heranwachsender

Die Staatsanwaltschaft hat unter anderem ein medizinisches Gutachten zur Altersbestimmung des Beschuldigten eingeholt. Nach dessen Ergebnis sei der Afghane nicht, wie selbst behauptet, minderjährig, sondern mit „hoher Wahrscheinlichkeit um die 20, jedenfalls aber über 18 Jahre alt“. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter zur Tatzeit über 18 und unter 21 Jahre alt war

Täter weiterhin U-Haft

Der Afghane befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Er hat sich nicht zum Tatvorwurf geäußert und macht weiterhin von seinem Schweigerecht Gebrauch. Das Landgericht Landau hat nun über die Zulassung der Anklage und über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden.

pm/jol

Quelle: Mannheim24

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