Filmreifer Fall

Gespaltene Persönlichkeit? Polizeieinsatz nimmt kurioses Ende

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Fahrrad-Rowdy mit gespaltener Persönlichkeit zeigt sich selbst an (Symbolbild)

Karlsruhe - Ein Fahrrad-Rowdy macht den Hauptbahnhof unsicher. Zwei Zeugen rufen deshalb die Polizei. Die Beamten staunen nicht schlecht, als sie herausfinden, wer sie gerufen hat!

Dieser Fall ist selbst für die hartgesottenen Bundespolizisten kein Alltag – vor allem, weil die Auflösung schon sehr wie in einem Film oder eine Serie wirkt. In der Nacht auf Dienstag (6. August) klingelt gegen 01:20 Uhr das Telefon der Bundespolizei in Karlsruhe. Am Hauptbahnhof soll ein junger Mann auf einem Fahrrad durch die Bahnhofsunterführung rasen und andere Passanten belästigen. Der Anrufer versichert, dass dies schon seit einer halben Stunde so ginge. 

Prompt macht sich eine Streife auf in Richtung Unterführung, sieht aber nur noch, wie der Fahrrad-Rowdy in Richtung Südausgang davon rast. Doch es dauert keine zehn Minuten, bis das Telefon in der Zentrale in Karlsruhe wieder klingelt.

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Karlsruhe: Fahrrad-Rowdy macht Hauptbahnhof unsicher

Dieses Mal beklagt eine Anruferin, dass sie von einem jungen Mann auf einem Fahrrad beleidigt worden sei! Die Beamten rücken erneut aus und schneiden dem Raser-Radler den Weg ab, damit er nicht schon wieder fliehen kann. 

Dieses Mal mit Erfolg: Sie schnappen sich den jungen Mann und bringen ihn zur nächsten Dienststelle in Karlsruhe. Bei dem Fahrrad-Rowdy handelt es sich um einen 19-Jährigen, den die Beamten fesseln müssen, damit er auf dem Weg zur Wache nicht abhaut. Erst vor einigen Tagen kommt es am Karlsruher Hauptbahnhof zu einer dramatischen Schlägerei, bei der sich eine Person in Lebensgefahr begibt.

Dann wird die Situation plötzlich merkwürdig. Die Beamten versuchen die Frau anzurufen, die sich per Notruf über den Radfahrer beschwert hat – als auf einmal dessen Handy klingelt. Auch beim Versuch den ersten Zeugen anzurufen, landen die Polizisten beim Handy des 19-Jährigen!

Karlsruhe: Gespaltene Persönlichkeit oder Langeweile? Radler hat Polizei informiert

Nach weiteren Ermittlungen kommt die Polizei zu dem Entschluss, dass der Fahrrad-Rowdy, der Zeuge und die beleidigte Frau die ein und dieselbe Person sind. Eine solche Wendung kennt man wohl eher aus Film und Serien, als aus dem realen Leben.

Über die Gründe oder ein Motiv für das Verhalten des 19-jährigen aus Karlsruhe kann die Polizei nur spekulieren – denn der will sich nicht dazu äußern. Doch egal, ob er Langeweile hat oder vielleicht sogar an einer psychischen Erkrankung leidet, muss der Radler nun mit Konsequenzen rechnen. Nun hat er eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat am Hals. 

pol/mw

Quelle: Mannheim24

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