Mutter (†56) erstochen, Sohn (†25) erschossen

Neue Details zum tödlichen Familiendrama in Kirchheim

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Kirchheim/Weinstraße - Für viele Anwohner sitzt der Schock nach dem tödlichen Familiendrama im idyllischen Kirchheim an der Weinstraße tief. Nun gibt es neue Details zur der schrecklichen Tat mit zwei Toten.

Es sind grausame Szenen, die sich am Freitagmorgen (19. Oktober) in einer 2000-Seelen-Gemeinde nahe Bad Dürkheim ereignen: Offenbar ersticht ein 25-jähriger Mann in Kirchheim an der Weinstraße nach einem Streit seine eigene Mutter (†56) mit eine Schere. Als zwei hinzugerufene Polizisten am Tatort eintreffen, werden auch sie von dem jungen Mann angegriffen und teilweise schwer verletzt. Daraufhin fallen Schüsse, die den 25-Jährigen töten – das tödliche Familiendrama von Kirchheim!

Mutter (†56) und Sohn (†25) tot: Familienstreit erschüttert Kirchheim! 

Es ist eine Tat, die die Menschen weit über die Grenzen des idyllischen Weinortes hinaus schockiert. 

Gegen 8:30 Uhr setzt die 56-Jährige einen Notruf ab, berichtet, dass sie in ihrer Wohnung in der Weinstraße Nord von ihrem Sohn, der laut ihren Angaben einen psychotischen Schub habe und unter Drogeneinfluss stehen würde, angegriffen werde. Nur wenige Minuten später sind beide tot. Eine 31-jährige Polizistin erleidet bei dem Einsatz schwere Stichverletzungen, muss sofort operiert werden. Glücklicherweise ist die Frau aber außer Lebensgefahr. Auch ihr 56-jähriger Kollege wird durch die Attacke des 25-Jährigen verletzt.

Neben Stichverletzungen weist der Leichnam der getöteten 56-Jährigen auch massive Kopfverletzungen auf. Am Wochenende erfolgt die Obduktion der beiden Leichen. Die Ergebnisse werden jedoch nicht vor nächster Woche erwartet.

Da gab es schon mal Streit“, erzählt eine Anwohnerin wenig später. Dass der Sohn seine Mutter im Drogenrausch angegriffen haben soll, überrasche sie aber. „Ich bin erschüttert“, sagt auch ein Bewohner der nahen Hollergasse. „Man sieht so etwas im Fernsehen - aber bei uns?

Grell glänzen die weißen Schutzanzüge der Spurensicherer in der Oktobersonne. Weintrauben an den Fassaden und Holzfensterläden: Es wäre ein idyllisches Bild in der engen Straße, wären da nicht die Polizisten mit Schutzwesten sowie Feuerwehrleute und Ermittler. Vor dem Tatort stehen Kisten mit Papiertüten. „Beweismaterial“, sagt Thorsten Mischler vom Polizeipräsidium Ludwigshafen.

Ein Polizeitransporter versperrt vor einer Metzgerei die Durchfahrt zum Tatort. Zu sehen ist ein zweistöckiges Haus, die Rollläden im Erdgeschoss sind geschlossen. Im zweiten Stock sind weiße Gardinen zu erkennen, ein Tor führt in einen kleinen Vorhof. Alles wirkt gepflegt. Was in dem Haus im Schatten der Andreaskirche geschehen ist, versuchen nun aber die Ermittler herauszufinden.

Der Vater der Familie war zur Tatzeit nicht zu Hause. Oberstaatsanwalt Ströber berichtet später, dass der 25-jährige Sohn wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen sei. Unweit des Tatorts rauscht der Verkehr Richtung Bad Dürkheim und Ludwigshafen. „Das sieht aus wie immer, aber die Tat schockiert den Ort schon“, sagt ein älterer Mann und scharrt mit den Füßen im bunten Herbstlaub. Eine junge Frau geht vorbei. „Das ist die Tochter der Familie“, sagt der Mann und nickt ihr zu. Die Frau schaut kurz auf. Dann geht sie regungslos weiter, Richtung Tatort. „Ein schwerer Gang“, sagt er.

dpa/pol/StA/rob

Quelle: Mannheim24

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