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Ladenburg: Keim-Alarm im Leitungswasser – Abkochgebot verlängert

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Von: Daniel Hagen

Wasser kommt aus dem Wasserhahn.
In Ladenburg sind Keime im Leitungswasser gefunden worden. (Symbolfoto) © Marius Becker/dpa

Ladenburg - Bei Bauarbeiten sind Keime im Wasser gefunden worden. Das Leitungswasser muss bis September vor der Nutzung abgekocht werden.

Update vom 23. August, 15:20 Uhr: Wie die Stadt Ladenburg mitteilt, bleibt das Abkochgebot für Trinkwasser in der Südstadt weiter bestehen. Mittlerweile sei der verkeimte Bereich eingegrenzt worden. Nun müssen auf Anordnung des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises weitere Proben aus dem Trinwassernetz entnommen werden. Da die Untersuchungen einige Tage dauern werden, sei mit einer Aufhebung des Abkochgebots nicht vor Anfang September zu rechnen!

Ladenburg: Keim-Alarm im Leitungswasser – Vor Nutzung unbedingt abkochen

Erstmeldung: Wie die Stadt Ladenburg am Mittwoch (18. August) mitteilt, sind coliforme Keime im Trinkwasser entdeckt worden – vor allem in der Südstadt. Die Keime sind bei Bauarbeiten am Ankerplatz festgestellt worden. Man habe bereits Schritte zur Desinfektion vorgenommen. Bis der Ursprung der Erreger gefunden ist, sollen Bewohner der Südstadt nur abgekochtes Leitungswasser nutzen. Nicht vom Abkochgebot betroffen sind damit zum Beispiel Toilettenspülung, Waschmaschinen, Spülmaschinen und das Duschen.

Ladenburg: Keime im Wasser – Diese Straßen sind betroffen

Prinzipiell sind coliforme Keime nicht gefährlich für den Menschen und kommen überall in der Natur vor. Die Fäkalkeime können aber bei Aufnahme in den Magen-Darm-Trakt in größerer Menge für Durchfall sorgen. Für Menschen mit schwachem Immunsystem kann die Aufnahme der Keime aber tödlich enden. Richtig gefährlich wird ein Bakterium auch für gesunde Menschen, wenn es in den Blutkreislauf oder die Lungen gelangt oder sich im Körper vermehrt und Giftstoffe produziert. Erst vor kurzem hat es auch in anderen Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis Probleme mit belastetem Wasser gegeben. (dh)

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