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Ladenburg: 150 Leute machen „gemeinsames Frühstück“ am Neckarufer – Polizei greift durch

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Von: Sina Koch

Mit neuen Kontaktbeschränkungen will die Bundesregierung die rasant gestiegenen Corona-Zahlen erneut ausbremsen.
Mit neuen Kontaktbeschränkungen will die Bundesregierung die rasant gestiegenen Corona-Zahlen erneut ausbremsen. (Symbolfoto) © Frank Rumpenhorst / dpa

Ladenburg - Viele Spaziergänger und Radausflügler haben am Sonntagnachmittag (2. Mai) nicht schlecht gestaunt: Über hundert Menschen haben sich auf der Neckarwiese versammelt.

Das strahlende Maiwetter hat am Sonntagnachmittag (2. Mai) gegen 15 Uhr rund 150 Personen zum Picknicken, Tanzen und Musizieren angeregt. Zwar ist die Ansammlung auf der Neckarwiese in Ladenburg friedlich und im Freien, doch im Hinblick auf die aktuellen Corona-Regelungen nicht erlaubt. Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im Rhein-Neckar-Kreis erlauben natürlich keine Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Deshalb haben sich die Personen trotzdem versammelt:

Neckarwiese in Ladenburg: Polizei löst „Klappstuhlfrühstück“ auf

Nach kurzer Zeit: Immer mehr Polizeikräfte treffen auf der beliebten Grünfläche ein, um die Versammlung aufzulösen. Der Sprecher der Polizei bestätigt, dass unter den Bäumen am Neckarufer ein „Klappstuhlfrühstück“ stattgefunden hat. „Es handelte sich um eine bundesweite Aktion, zu der übers Internet aufgerufen worden war, um aus Sicht der Initiatoren auf die Situation aufmerksam zu machen“, so der Sprecher gegenüber dem Mannheimer Morgen weiter.

Name:Ladenburg
Bundesland:Baden-Württemberg
Einwohner:11.661 (31. Dez. 2019)
Bürgermeister:Stefan Schmutz (SPD)

Der Großteil sei der Aufforderung der Polizei, die Neckarwiese zu verlassen, nachgekommen. „Es ist friedlich geblieben“, bestätigt der Sprecher. Über 20 Personen haben sich jedoch uneinsichtig gezeigt und deshalb Platzverweise erhalten. Auch eine spontane Versammlung von 8 Personen ist anschließend durch das  Ordnungsamt Ladenburg untersagt worden.

Ladenburger Neckarufer: 10 Verstöße gegen die Corona-Verordnung

Anzeigen: Insgesamt habe es 10 Verstöße gegen die Corona-Verordnung und anderweitige Vorschriften gegeben. Die Fehltritte seien zur Anzeige gebracht worden. Ein Veranstaltungsteilnehmer muss sich verantworten, da er die Einsatzkräfte beleidigt hat. Auch in Heidelberg und Mannheim hat es am Wochenende eine starke Polizei Präsenz mit rund 70 zusätzlichen Beamten gegeben. (pol/sik)

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