Fünf Tote bei Brand in Dachgeschoss

Feuer-Drama in Lambrecht: Brandursache ermittelt – Bewohner machten verhängnisvollen Fehler!

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5 Tote bei Wohnhausbrand in Lambrecht

Lambrecht - Ein schreckliches Feuer-Drama kostet fünf Menschen das Leben. Nun wurde die Ursache für das schreckliche Feuer ermittelt!

  • In Lambrecht bricht am Donnerstagabend (7. Februar) ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus aus
  • 5 Menschen sterben, drei Männer und zwei Frauen
  • Ersten Untersuchungen zufolge liegen keine Hinweise auf Brandstiftung vor
  • Das Haus ist nicht mehr bewohnbar – dadurch sind zwei Familien mit Kindern obdachlos
  • Das Rathaus hat am 7. Februar von 11 bis 17 Uhr und am 8. Februar von 10 bis 16 Uhr geöffnet, um Kleiderspenden für die betroffenen Familien zu sammeln

Update vom 13. Februar: Nach der Begutachtung durch einen Brandsachverständigen in dem Anwesen, wo sich das Feuer-Drama mit fünf Toten am 5. Februar abspielte, steht die Ursache für den Brand fest: Nach Einschätzung des Experten löste eine „unsachgemäße Entsorgung von Tabakwarenresten“ in einem Abfallbehälter in der Küche das Feuer im Dachgeschoss aus. Vom Hausmüll aus habe sich das Feuer anschließend in der Wohnung ausgebreitet.

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Wo waren die Rauchmelder? Polizei gibt Antworten zum Feuer-Drama mit 5 Toten

Update, 12. Februar: Nach der Obduktion im Institut für Rechtsmedizin in Mainz steht nun die vorläufige Todesursache fest: Rauchgasvergiftung! Die endgültigen Ergebnisse liegen bislang aber noch nicht vor. 

Feuer-Drama in Lambrecht: Alle 5 Todesopfer stark betrunken 

Sowohl die drei Männer im Alter von 43 bis 54 Jahren als auch die beiden 54-jährigen Frauen sind stark betrunken gewesen. Es kann ausgeschlossen werden, dass Gewalt durch Dritte stattgefunden hat. In einer Kiste sind originalverpackte und ausgepackte Rauchmelder gefunden worden. Im Laufe der Woche soll das Ergebnis des Brandsachverständigen vorliegen.

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Brand in Lambrecht: Keine Rauchmelder angebracht

Update, 11. Februar: Nach dem Feuer mit fünf Toten schauen sich Experten am Montag den Brandort in Lambrecht an. Wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen werden, ist noch unklar. Laut einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Rheinpfalz sei auch die Obduktion der fünf Toten geplant. Bei zwei der Opfer steht die Identität fest. Es handelt sich um 43- und 45 Jahre alte Männer aus Polen. Wer die anderen Opfer, zwei Frauen und ein Mann, sind, ist noch nicht geklärt.

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Bei ihrer Begehung werden die Experten auch prüfen, ob Rauchmelder in der Dachgeschosswohnung vorhanden waren. Laut Feuerwehr seien dort keine zu finden gewesen. 

Das ausgebrannte Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Beim dem Brand sind fünf Personen ums Leben gekommen.

Feuer-Drama in Lambrecht: Offenbar alle Opfer aus Polen

Update 9. Februar, 13:11 Uhr: Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei allen Opfern um polnische Staatsbürger handelt. Letzte Sicherheit werde es aber erst nach einem DNA-Test bei der Obduktion in der nächsten Woche geben, so ein Polizeisprecher. Die Brandursache ist weiter unklar. „Wir warten jetzt ab, bis die angeforderten Brandsachverständigen kommen“, heißt es am Samstag. 

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Lambrechts Bürgermeister spreche von einer überwältigenden Hilfsbereitschaft, heißt es in der ‚Rheinpfalz‘. Die Stadt hat am Freitag zu Sachspenden aufgerufen, die im Rathaus abgegeben werden konnten. Doch bereits jetzt soll die Stadt genug Spenden – von Geschirr, Kleidung über Kinderspielzeug – gesammelt haben. Geldspenden seien dagegen weiter herzlich willkommen. Auch habe man bereits für alle 16 Bewohner des Hauses Wohnungen gefunden.

Feuerwehrexperte über Brand in Lambrecht

Update 9. Februar, 9:36 Uhr: Rauchmelder hätten bei dem Brand in Lambrecht das Leben der fünf Opfer retten können! Denn nach bisherigen Erkenntnissen, sollen in der verbrannten Wohnung keine Rauchmelder installiert worden sein. Nach Ansicht eines Feuerwehrexperten mangelt es in Deutschland an Kontrollen der inzwischen flächendeckend geltenden Rauchmelder-Pflicht. „Im Moment gibt es keine Kontrollen und damit auch keine Ahndung“, sagt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz. Viele Menschen nähmen die Pflicht nicht ernst genug oder seien genervt von den Meldern. Diese seien wichtig, um im Notfall schnell aufzuwachen, so Hachemer. 

Denn: „Wenn wir schlafen, ist unser Geruchssinn abgeschaltet.“ Rauch sei bei einem Feuer noch gefährlicher als die Flammen selbst. „Schon zwei Atemzüge können dazu führen, dass ich bewusstlos werde.“ Mit Blick auf Rauchmelder sagt Hachemer: „Die Geräte sind nicht aus Spaß eingeführt worden oder aus Schikane, sondern um Leben zu retten.“ 

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Brand in Lambrecht: „So etwas habe ich in 45 Jahren noch nicht erlebt“ 

Update, 19:10 Uhr: Es gab eine enorme Hitze und null Sicht", schildert Wehrleiter Frank Flockerzi die dramatische Lage nach Eintreffen der Rettungskräfte.Drei Männer und zwei Frauen können nur noch tot geborgen werden. „Die Region ist erschüttert", sagt der Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, Hans-Ulrich Ihlenfeld, mit tonloser Stimme. Der schlimme Verdacht der Ermittler: Es gab vermutlich keinen Rauchmelder in der Fünf-Zimmer-Wohnung, obwohl die Warnanlage in Deutschland Pflicht ist. Wie kann das sein? „Die möglichen Verstöße gegen das Baurecht werden wir prüfen", kündigt Ihlenfeld an. 

In dem Gebäude sind insgesamt 23 Menschen polizeilich gemeldet, darunter viele Kinder. „Nach derzeitigem Stand ist das Haus wohl nicht mehr bewohnbar", meint Polizeihauptkommissar Müller. Vier Minuten nach dem Alarm war die Feuerwehr vor Ort. „Ursache in der Küche war vermutlich ein technischer Defekt oder Fahrlässigkeit - Hinweise auf eine Einwirkung von außen gibt es nicht", sagt Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Zwei Opfer sind Männer aus Polen im Alter von 43 und 54 Jahren. Klarheit zur Identität der übrigen drei Toten - zwei Frauen und ein Mann - und zur Todesursache soll eine Obduktion bringen. Die Rettungskräfte fanden alle fünf Leichen im Schlafzimmer. „Es ist gut möglich, dass die Menschen erstickt sind", sagt ein Ermittler. 

Die Menschen in dem Ort im Pfälzerwald sind sichtlich schockiert. „So etwas habe ich in 45 Dienstjahren nicht erlebt", sagt Polizist Müller. Erst vor zwei Jahren erschütterten die Verbrechen dreier Altenpfleger im Seniorenhaus Lambrechter Tal die Bevölkerung der Stadt mit rund 4.000 Einwohnern. Die Täter sitzen wegen zweifachen Mordes lebenslang hinter Gitter. Die Tat sorgt deutschlandweit für Schlagzeilen. Und nun diese Tragödie. „Die Einsatzkräfte, die die Leichen fanden, werden psychologisch betreut", sagt Flockerzi. „Der Trupp musste sich am Feuer vorbeikämpfen", erzählt der Wehrleiter. 

Update, 12:30 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, habe die Identität von zwei der fünf Toten nun zweifelsfrei geklärt werden können. Es handelt sich um einen 43-jährigen und einen 54-jährigen. Beide Männer seien polnische Staatsbürger. Bei den drei weiteren Toten handle es sich um zwei Frauen und einen Mann. Die Obduktion ihrer Leichen ist für nächste Woche angesetzt und soll Klarheit zu den Identitäten bringen. 

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Lambrecht sterben fünf Menschen.

Live-Ticker zum Brand in Lambrecht

Die Pressekonferenz ist beendet. Die Obduktion der Toten ist angeordnet. Einsatzkräfte finden sie alle gemeinsam im Schlafzimmer, das sich hinter der Küche befindet. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilt, seien die Opfer nicht verbrannt. Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis die Feuerwehr zu ihnen durchdringt. Es wird auch untersucht, ob es in der Wohnung Rauchmelder gegeben hat.

Update 10:35 Uhr: Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Stadt Lambrecht will für die betroffenen Familien Wohnungen bereitstellen. Außerdem ist das Rathaus heute von 11 bis 17 Uhr und morgen von 10 bis 16 Uhr geöffnet und nimmt Kleiderspenden an. Beide Familien haben mehrere Kinder. 

Update 10:25 Uhr: Der Vermieter ist gesetzlich dazu verpflichtet, Rauchmelder in den Mietwohnungen zu installieren. Falls herauskommt, dass dieser seine Pflicht vernachlässigt hat, könnte er strafrechtlich belangt werden. „Ich kann ihnen sagen, dass wir alle erschüttert sind, dass fünf Menschen ums Leben gekommen sind. Wir werden alles dafür tun, um das aufzuklären.“

Update 10:20 Uhr: Es wird vermutet, dass keine Rauchmelder in der Mietwohnung installiert waren! Zumindest sollen die Einsatzkräfte keine gefunden haben. Es könnte allerdings auch sein, dass sie durch die starke Hitze weggeschmolzen sind. Die Feuerwehr musste sich bis zu den Opfern durchkämpfen. Die starke Rauchentwicklung und die Flammen haben es den Einsatzkräften erschwert, die Opfer zu finden.

Update, 10:13 Uhr:  Die fünf Opfer wurden alle tot im Schlafzimmer gefunden. Warum die Opfer nicht herausgekommen sind, ist unklar. Die Identität ist weiterhin nicht zweifelsfrei geklärt. Sicher ist nur, dass unter den Toten keine Kinder dabei sind. Ein Autofahrer hat den Brand bemerkt und bei den Bewohnern geklingelt. Warum die Bewohner im Dachgeschoss nicht reagiert haben, ist unklar.

Update, 10:06 Uhr: Ersten Untersuchungen zufolge gibt es keine Hinweise auf Einwirkungen von außen. Es sei anzunehmen, dass das Feuer auf einen technischen Defekt oder auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sei, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungen zur Brandursache werden sich wegen der großen Menge an Löschschaum hinziehen, das Ergebnis könnte erst in ein paar Tagen feststehen. 

Die Ursache für den Tod der fünf Opfer soll bei einer Obduktion geklärt werden. Die Toten konnten bislang nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Zu Gerüchten am Brandort, es handele sich um polnische Staatsbürger, erklärt die Staatsanwaltschaft, dies sei „reine Spekulation“

Einen Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr gibt es am Freitag auch in Pforzheim: Hier wurde eine Fliegerbombe gefunden, die wohl noch am selben Tag entschärft wird!

Feuer-Drama in Lambrecht: Obduktion soll Todesursache klären

Update, 9:27 Uhr: Wie die Polizei berichtet, ist eine Obduktion der Toten angeordnet worden, um die genaue Todesursache zu klären. Konkrete Hinweise auf Brandstiftung liegen nicht vor. Die Ursache soll ein Brandsachverständiger klären.

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Lambrecht sterben fünf Menschen.

5 Tote nach Brand in Rheinland-Pfalz: Nicht alle Opfer identifiziert

Update, 9:09 Uhr: Die ersten Opfer sind identifiziert: Bei den Toten handele es sich um Männer und mindestens eine Frau, sagt eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Ein Paar hat in der Wohnung gelebt, die anderen drei seien wohl Besucher gewesen. „Die Bewohner der drei anderen Wohnungen in dem Haus können sich eigenständig ins Freie retten.“ Die Überlebenden sind in dem Ort bei Verwandten und Bekannten untergekommen. 

In dem Haus sind den Angaben zufolge 23 Menschen gemeldet. Das vierstöckige Haus am Ortsrand des Stadtteils Frankeneck macht einen verwohnten Eindruck: Das Dachgeschoss wirkt aufgesetzt, die Fassade ist unverputzt. Neben dem Haus steht eine mit Gerümpel vollgestellte Garage, ein ausrangierter Weihnachtsbaum liegt verloren neben einer Mülltonne. Auf dem Gelände rund um das Haus ist überall dicker, zäher Löschschaum zu sehen. Die Polizei hat den Brandort mit Flatterband und Blinkbojen abgesperrt. Im morgendlichen Verkehr auf der B39, der sich an der Engstelle vorbeizwängen muss, kommt es zu Behinderungen. Die Stadtwerke haben aus Sicherheitsgründen in der gesamten Straße den Strom abgestellt.

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Update, 7:45 Uhr: Neue, schreckliche Details zum Feuer-Drama in Lambrecht: Offenbar soll das Feuer in der Küche ausgebrochen sein. Es soll den fünf Opfern unmöglich gewesen sein, dem Feuer zu entkommen, da die Küche den hinteren Bereich der Wohnung vom Ausgang getrennt hat!

Brand in Mehrfamilienhaus: 5 Menschen sterben

Am Donnerstag (7. Februar) brennt es gegen 23:30 Uhr im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Hauptstraße in Lambrecht. Als die Feuerwehr hinzukommt, ist es bereits für fünf Menschen zu spät: Sie erliegen ihren Verletzungen!„Es sind keine Kinder dabei“, sagt ein Polizeisprecher am Freitagmorgen gegenüber der Deutschen Presseagentur. Nähere Informationen zu den Toten konnte er noch nicht geben. „Es sind noch nicht alle identifiziert.“

Feuer in Lambrecht: Nicht alle Opfer identifiziert

Nachbarn hätten die Feuerwehr alarmiert, sagt ein Sprecher der Polizei. Verletzt seien die übrigen Hausbewohner nicht. Die Wohnungen werden rechtzeitig geräumt. Gegen 6 Uhr am Freitagmorgen laufen die Nachlöscharbeiten noch. Warum es gebrannt hat, ist noch nicht geklärt. Der Sachschaden wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Feuer-Katastrophen in der Pfalz

Seit dem 5. Februar steht ein Mann in Frankenthal vor Gericht: Er soll für die Explosion auf dem BASF-Gelände verantwortlich sein. Bei dem Unglück im Jahr 2016 sterben fünf Menschen. 

Zwei Jahre zuvor, am 23. Oktober 2014, erschüttert die Explosion einer Gasleitung den Ludwigshafener Stadtteil Oppau. Eine meterhohe Feuersäule schießt aus dem Boden, mehrere Häuser im Umkreis von rund 300 Metern werden schwer beschädigt. 20 Menschen werden verletzt, zwei Bauarbeiter kommen ums Leben. 

Am 3. Februar 2008 ereignet sich ein Feuer-Inferno in Ludwigshafen: Damals starben neun Frauen und Kinder bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus – 60 Menschen werden verletzt.

jab/pol/dpa

Quelle: Mannheim24

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