„Kein dringender Tatverdacht“

Chemikalien aus Wohnhaus identifiziert - nicht unbedingt für Sprengstoff

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Die in einem Wohnhaus entdeckten Chemikalien dienten nicht unbedingt der Herstellung von Sprengstoff. (Symbolbild)

Lambrecht - Am Donnerstagabend (22. März) haben Ermittler verdächtige Chemikalien in einem Wohnhaus in Lambrecht (Kreis Bad Dürkheim) entdeckt. Diese sind nun identifiziert:

Sachverständige haben die in dem Haus eines 34-Jährigen entdeckten Chemikalien untersucht:

Bei den Substanzen handelt es sich um Wasserstoffperoxid, Aceton- sowie Salzsäure, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag (26. März). 

Allerdings weisen die Chemikalien „nicht zwingend“ daraufhin, dass der 34-Jährige damit hätte Sprengstoff bauen können.

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Laut Polizei ist dies mit entsprechenden technischen Vorrichtungen zwar möglich. Solche Geräte haben die Beamten allerdings nicht bei dem 34-Jährigen gefunden.

Vorläufig Tatverdächtiger aus rein medizinischen Gründen in Psychiatrie

Die Chemikalien sind bei einer Durchsuchung am Donnerstag entdeckt worden. Im Vorfeld gab es Hinweise, wonach der 34-Jährige die Substanzen zur Herstellung von Sprengmitteln habe nutzen wollen. 

Die Ermittler haben den vermutlich psychisch kranken Mann vorläufig festgenommen. Er befindet sich aktuell nach Angaben der Polizei in einer Psychiatrie, allerdings aus rein medizinischen Gründen.

Auch die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Hinsichtlich möglicher Sprengmittel besteht „kein dringender Tatverdacht“.

dpa/hew

Quelle: Mannheim24

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