Auf Werksgelände in Landau

Ermittlungen wegen unerlaubter Einreise: Vier Flüchtlinge nach drei Reisetagen in LKW entdeckt

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Landau - Ein LKW-Fahrer staunt nicht schlecht, als auf einem Werksgelände plötzlich laute Rufe aus der Ladefläche eines Sattelzuges dringen. Als die Polizei hinzustößt, folgt die Überraschung:

Weil ein LKW-Fahrer am Mittwochnachmittag (16. Januar) auf die Rufe einer männlichen Person aus der Ladefläche eines abgestellten LKW auf einem Werksgelände in Landau wahrnimmt, verständigt er umgehend die Polizei.

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Die hinzugerufenen Streifen der Polizeiinspektion Landau und der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern öffnen daraufhin die Ladefläche – und entdecken neben mehreren Motorradreifen vier Personen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Bei ihnen handelt es sich offenbar um Flüchtlinge aus Afghanistan, die eigentlich nach Belgien und Irland wollten.

Durch die Auslesung des Fahrtenschreibers, die durch Beamte der Zentralen Verkehrsdienste Schifferstadt durchgeführt wird, und die folgenden Ermittlungen ergibt sich, dass ein bislang unbekannter Schleuser die vier Männer am Sonntag (13. Januar) in Serbien auf den LKW gebracht haben muss. Die Afghanen reisten in den folgenden Tagen über Ungarn, Slowakei und Tschechien nach Deutschland ein, ehe sie schließlich in Landau auf sich aufmerksam gemacht haben.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergeben die Beamten die minderjährigen Migranten dem Jugendamt. Den 27-jährigen Afghanen leiten sie an die Landeserstaufnahmeeinrichtung Karlsruhe weiter. Der LKW-Fahrer wird nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß belassen.

Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern ermittelt neben unerlaubter Einreise gegen die vier Afghanen auch gegen den LKW-Fahrer wegen des Verdachts auf Einschleusen von Ausländern.

pol/rob

Quelle: Mannheim24

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