Slowakischer Kleinbus mit exotischen Tieren

Nach Unfall auf A5: Das passiert jetzt mit Löwenbaby Lea

Landau – Nach einem Tiertransport-Unfall auf der A5 finden Einsatzkräfte ein weißes Löwenbaby. Das Löwenjunges wird daraufhin in den Zoo Landau gebracht. Doch dort wird Baby Lea nicht bleiben.

  • Kronau/Walldorf: Ein schwerer Verkehrsunfall ereignet sich am Dienstagmorgen (8. September) auf der A5.
  • Wieder übersieht ein Fahrer ein Stauende im Baustellenbereich und kracht in einen Lkw.
  • Im Zuge der Bergungsarbeiten machen die Einsatzkräfte einen erstaunlichen Fund.

Update vom 24. September: Das weiße Löwenbaby, das nach einem Auffahrunfall auf der A5 gefunden wird, soll in Spanien leben. Das Tier solle in Barcelona in einer zooähnlichen Einrichtung untergebracht werden, teilt die Kreisverwaltung in Landau am Mittwoch mit. Es stehe noch die Zustimmung der Behörden vor Ort aus.

Polizisten haben das Löwenbaby nach einem Auffahrunfall Anfang September auf der A5 zwischen Mannheim und Karlsruhe in einem der beteiligten Fahrzeuge gefunden. Bei dem Unfall ist ein Nashornvogel entkommen, der erst zwei Tage später wieder eingefangen werden konnte. Die Löwin und der Vogel sind in einem Reptilienzoo in Landau untergekommen, in dem die Pfleger dem Löwenbaby den Namen Lea gegeben haben.

Der Transport von Lea ist dem Karlsruher Landratsamt zufolge legal gewesen. Die Besitzerin aus der Slowakei verfügt über eine Genehmigung zur Züchtung von Raubtieren. Zum Zeitpunkt des Transports ist Lea aber einige Tage zu jung gewesen und es haben zudem wichtige Dokumente gefehlt. Die Züchterin muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen.

Tiertransport-Unfall auf A5: Löwen-Baby gerettet – Besitzerin erwartet Strafe

Update vom 15. September: Rund eine Woche nach dem Unfall auf der A5 kommen neue Erkenntnisse zu dem Transport des Löwen-Babys ans Licht. Laut Landratsamt Karlsruhe sei der Transport grundsätzlich legal gewesen, weil die Besitzerin die Genehmigung zur Züchtung von Raubtieren besitzt. Doch die Frau aus der Slowakei hat trotzdem mehrere Fehler gemacht. Zum einen sei das Tier zu dem Zeitpunkt zu jung gewesen, um von seiner Mutter getrennt zu werden – das ist nämlich erst nach acht Wochen erlaubt. Zum anderen haben wichtige Dokumente gefehlt.

Schwerer Unfall auf der A5 bei Kronau – Löwenbaby in einer Holzbox entdeckt.

Die Besitzerin muss nun mit einem Bußgeld rechnen, dessen Höhe noch unklar ist. Das Verfahren ist zudem noch nicht ganz abgeschlossen. Das Löwen-Baby sollte eigentlich von der Slowakei in einen Zoo in Spanien gebracht werden, als es zum Unfall auf der A5 gekommen ist.

A5-Unfall: Greifvogel in Waghäusel gefangen

Update vom 10. September: Nach dem Unfall eines Transporters mit exotischen Tieren auf der A5 wurde ein weiteres Tier gerettet. Nachdem Einsatzkräfte an der Unfallstelle bereits ein kleines Löwen-Baby retteten, konnte nun ein exotischer Greifvogel eingefangen werden. Der Vogel wurde zuvor in einem Wald bei Waghäusel gesichtet. Die Feuerwehr und Berufstierrettung fingen das Tier am Mittwoch ein. Es wird vermutet, dass noch ein weiterer Vogel aus dem Sprinter geflogen ist, nachdem dieser am Montag auf der A5 verunglückte.

Wie ein Sprecher der Berufstierrettung mitteilte, handelt es sich bei dem eingefangenen Tier um einen Hornvogel. Mithilfe der sogenannten Wassertechnik seien die Flügel des Vogels mit Wasser benetzt worden, so dass er kurzfristig nicht mehr fliegen und eingefangen werden konnte, hieß es in einem Beitrag auf einer sozialen Plattform der Berufstierrettung. Ob das Tier verletzt war, war zunächst nicht bekannt.

A5-Unfall: Weißer Löwe in Transport-Box entdeckt – und das ist noch nicht alles

Update vom 9. September, 15:00 Uhr: Entgegen den ersten Erkenntnissen hat die Autobahnpolizei Walldorf das tatsächliche Unfallgeschehen nach eigenen Angaben ermittelt. Nicht ein Sprinter-Fahrer, sonder der Fahrer des Kleinbusses, indem das Löwenbaby gefunden worden ist, soll der Unfallverursacher sein. Der 54-Jährige ist offenbar auf der A5 in Richtung Karlsruhe hinter dem Steuer eingeschlafen. Im Zuge dessen soll er im Baustellenbereich auf dem vor ihm abbremsenden 38-jährigen tschechischen Sprinterfahrer gefahren sein, der wiederum gegen einen davor abbremsenden rumänischen Sattelzug geschleudert worden ist.

Der eingefangene Greifvogel

Bei den drei Insassen des Kleinbusses handelt es sich um slowakische Staatsbürger im Alter von 19, 54 und 59 Jahren – alle drei werden bei dem Unfall schwer verletzt. Gleiches gilt für 38-jährigen Sprinterfahrer. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 70.000 Euro. Bei der Unfallaufnahme wird im slowakischen Kleinbus ein Löwenbaby in einer Holzbox entdeckt. Wie durch ein Wunder bleibt das Kleine unverletzt. Außerdem haben mehrere Zeugen unabhängig voneinander einen Greifvogel aus dem Anhänger davonfliegen sehen.

Die Ermittler haben herausgefunden, dass es sich um einen Nashornvogel (Tukan) handelt. Am Dienstagnachmittag (8. September) wollen Zeugen das Tier bei der Kiesgrube nahe Kronau gesichtet haben. Bei weiteren Sichtungen des exotischen Vogels bitte bei der nächsten Polizeidienststelle melden!

Bei dem Löwenbaby handelt es sich um ein ein siebenmonatiges Löwenmädchen. Die Herkunft der Tiere konnten die Ermittler bislang nicht feststellen. „Transportpapiere in slowakischer Sprache wurden bei der Unfallaufnahme sichergestellt und werden jetzt übersetzt und ausgewertet. Nach jetzigem Erkenntnisstand sollte der Transport von der Slowakei aus nach Spanien in den Raum Barcelona gehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ob dieser Transport rechtmäßig erfolgt ist und die rechtlichen Bestimmungen eingehalten worden sind, prüfen die Ermittler derzeit noch. Zuständig hierfür ist die Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim und des Veterinäramts des Rhein-Neckar-Kreises.

Weitere Hinweise über den Transport erhoffen sich die Ermittler von den drei Fahrzeuginsassen. Diese sind derzeit allerdings noch nicht vernehmungsfähig.

Die Tierrettung evakuiert das Löwenjunges nach dem Unfall auf der A5.

Walldorf/Kronau: Löwenbaby nach Unfall-Drama auf A5 in Holzbox gefunden

Erstmeldung vom 8. September, 9:30 Uhr: Nach ersten Ermittlungen hat der Fahrer eines Sprinters den stockenden Verkehr im Baustellenbereich auf der A5 zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Ausfahrt Kronau wohl zu spät erkannt. Kurz nach 5 Uhr am Dienstagmorgen (8. September) fährt er auf einen vor ihm fahrenden Lkw auf. Durch die Kollision gerät der Sprinter ins Schleudern und stößt mit einem neben ihm fahrenden Kleinbus mit Anhänger zusammen. Im Fahrzeug des Unfallverursachers, sowie im Klein-Lkw werden insgesamt 4 Insassen eingeklemmt. Wie die Polizei mitteilt, muss wegen des massiven Rückstaus im Baustellenbereich auch die Gegenfahrbahn der A5 voll gesperrt werden, damit das Großaufgebot an Rettungs- und Einsatzkräfte die Unfallstelle erreichen können.

A5/Walldorf: Polizei öffnet nach Unfall Box – und findet Löwen-Baby!

Die vier geborgenen Insassen werden bei dem Unfall auf der Autobahn verletzt und kommen zu weiteren Behandlung in Krankenhaus. Einer Verletzter muss sogar mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. Über die Schwere der Verletzungen ist derzeit nichts bekannt. Gleiches gilt für den entstandenen Sachschaden.

Während der Bergungsarbeiten auf der A5 werden die Einsatzkräfte auf eine Holzbox im beschädigten Anhänger aufmerksam und staunen wahrscheinlich nicht schlecht, als sie die Box öffnen: Ein kleines Löwen-Baby befindet sich darin! Wie durch ein Wunder, bleibt das Kleine unverletzt.

Unfall auf A5: Einsatzkräfte finden Löwen-Baby in Box – noch weitere Tiere im Auto?

Ja es war auch für uns kein normaler Einsatz. Ein Kleinbus war noch ein Löwe, der jetzt von der Tierrettung Rhein-Neckar übernommen wird“, so Frank Eck von der Feuerwehr Walldorf. Nun stellen sich einige Fragen: Ist das süße Löwen-Baby rechtmäßig transportiert worden? Sind vielleicht sogar noch weitere Tiere in dem Anhänger gewesen? Nach Polizeiangaben sind diese Fragen noch Gegenstand weiterer Ermittlungen. Letzteres hat aber der Sprecher der Feuerwehr bereits bestätigt. Tatsächlich sollen sich im Auto noch zwei Greifvögel befunden haben, „die sind allerdings weg!"

Dessen ungeachtet gehen die Bergungs- und Reinigungsarbreiten weiter voran. Die Fahrstreifen werden nach und nach wieder freigeben – bis schließlich ab 10:00 Uhr alle Fahrbahnen wieder für den Verkehr freigegeben sind.

Rubriklistenbild: © Reptilium Landau/dpa & MANNHEIM24/Pr-Video/Priebe

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