Asylbewerber im Rhein-Neckar-Kreis

Landratsamt: Wohnungen für Flüchtlinge in Eberbach

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Eberbach wird noch im April weitere Flüchtlinge aufnehmen.

Eberbach/ Rhein-Neckar-Kreis – Das Landratsamt will Leerstand und freien Wohnraum in Eberbach für die Unterbringung von Geflüchteten nutzen und mietet im April drei Wohnungen an.

Der Landkreis wird zusätzlich drei Wohnungen in der Heinrich-Weihrauch-Straße für die erste Unterbringung von Geflüchteten bereitstellen. 

Ab Mai werden in dem Wohngebäude dann voraussichtlich zwei weitere Wohnungen frei, die der Kreis ebenfalls anmieten wird. Insgesamt könnten dort bis zu 50 Personen unterkommen. Darüber hinaus sollen fünf Wohnungen an einem weiteren Standort in Eberbach hinzukommen. 

Angesichts der vielen Menschen, die derzeit auf der Flucht sind, ist die Landkreisverwaltung als Untere Aufnahmebehörde kreisweit auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten. Bereits in 19 Städten und Gemeinden betreibt der Rhein-Neckar-Kreis 24 Unterkünfte mit rund 2.030 Plätzen, die aber zur Erfüllung der Aufnahmepflicht gegenüber dem Land noch immer nicht ausreichen. 

2014 haben 1.345 Menschen im Rhein-Neckar-Kreis Zuflucht gefunden, im Jahr 2015 werden es wahrscheinlich fast 2.000 sein.

Um eine drohende Obdachlosigkeit der Flüchtlinge zu vermeiden, wurden der Verwaltung nun auch die ins Auge gefassten, leerstehenden Wohnungen in Eberbach angeboten. De Landratsamt ist bewusst, dass die Stadt Eberbach durch den Zuzug von Familien mit Kindern im Kindergarten- und Schulalter stärker belastet wird. Daher ist die Wohnheimverwaltung bestrebt, 

Damit Eberbach nicht zu starken Belastungen durch den Zuzug von Familien mit Kindern im Kindergarten- und Schulalter ausgesetzt wird, verspricht das Landratsamt für die Stadt eine „verträgliche Lösung“ zu finden. Es soll darauf eachtet werden, dass die Zahl der kindergarten- bzw. schulpflichtigen Kinder möglichst gering bleibt.

Eine umfassende Information der Bevölkerung ist für Dienstag, 5. Mai um 19 Uhr in der Eberbacher Stadthalle geplant.

Am Dienstag, 31. März 2015, informierten Vertreter des Rhein-Neckar-Kreises bereits die Stadtverwaltung Eberbach, die Gemeinderatsfraktionen sowie Vertreter der Polizei, der Schulen und Kindergärten über diese neue Entwicklung.

„Die Gemeinden sind unverzichtbare Partner bei der Flüchtlingsaufnahme, wobei auf die Stadt Eberbach aufgrund der dort anzutreffenden Leerstände auf dem Wohnungsmarkt eine über das normale Maß hinausgehende Belastung zukommt", sagte Landrat Stefan Dallinger am Dienstag. Dem Landratsamt sei bewusst, dass mit der weiteren Unterbringung von Asylbewerbern in Eberbach die Aufnahme von Flüchtlingen im Kreisgebiet nicht dauerhaft sichergestellt werden kann.

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Quelle: Mannheim24

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