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Heilbronn: Tödlicher Legionellen-Ausbruch – fünf Fälle von gefährlicher Lungenentzündung

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Von: Katja Becher

Mehrere Legionellen-Fälle in Heilbronn (Symbolfoto)
Mehrere Legionellen-Fälle im Raum Heilbronn (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/dpa/TU Dresden

Heilbronn - Zwei Menschen sind im Weinsberger Tal durch Legionellen ums Leben gekommen. Das Gesundheitsamt spricht von mehreren Infizierten mit der gefährlichen Bakterie.

Update vom 17. Juli: Nach einem Legionellen-Ausbruch mit zwei Toten im Weinsberger Tal (Kreis Heilbronn) sind bislang keine weiteren Erkrankten gemeldet worden. „Es gab glücklicherweise bisher keinen neuen Fall mehr“, teilte das Landkreisamt am Freitag in Heilbronn mit. Bei dem Ausbruch hatten sich fünf Männer und Frauen infiziert und gefährliche Lungenentzündungen erlitten. Die Patienten stammten aus Obersulm, Ellhofen, Weinsberg und Löwenstein. 

Heilbronn: Tödlicher Legionellen-Ausbruch – Experten befürchten das Schlimmste

Update vom 16. Juli: Die Ursache für die Legionellen-Fälle im Raum Heilbronn ist weiterhin nicht klar. Experten des Heilbronner Gesundheitsamts gehen jedoch derzeit nicht davon aus, dass verunreinigten Trinkwasser der Ursprung der Infektionen sind, an denen bereits zwei Menschen gestorben sind. Der erste Fall aus dem Kreis Heilbronn sei vor mehr als einer Woche von einem Krankenhaus in Bad Friedrichshall gemeldet worden. Die beiden verstorbenen Männer hatten laut Gesundheitsamt eine Vorerkrankung und waren 49 und 81 Jahre alt. Das Gesundheitsamt befürchtet, dass es nicht bei den fünf Legionellen-Fällen bleiben könnte.

Legionellen in Heilbronn: Zwei Tote und mehrere Fälle im Weinsberger Tal

Erstmeldung vom 15. Juli: Insgesamt fünf Menschen im Raum Heilbronn haben sich nach Angaben des Landratsamtes mit Legionellen infiziert. Zwei Menschen sind im Weinsberger Tal in Baden-Württemberg wegen der gefährlichen Bakterien gestorben. Bei den Patienten handle es sich den Angaben nach überwiegend um Männer mittleren und älteren Alters. Sie stammen aus Obersulm, Ellhofen, Weinsberg und Löwenstein, wie das Gesundheitsamt des Kreises am Donnerstag mitgeteilt hat.

Legionellen in Heilbronn: Gesundheitsamt hat Vermutung zur Ursache

Legionellen sind weltweit verbreitet und gedeihen in warmen Süßwasser. Sie können bei Menschen Krankheiten auslösen, die sich in grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen äußern. Die Legionellen-Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen – zum Beispiel in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne.

Experten des Gesundheitsamts in Heilbronn gehen allerdings aktuell nicht davon aus, dass verunreinigtes Trinkwasser die Ursache für die Legionellen-Infektionen ist. Die Erkrankten wohnen in unterschiedlichen Orten mit mehreren Wasserversorgern. „Auch die umliegenden Kläranlagen wurden beprobt“, sagte eine Sprecherin des Amtes der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen davon aus, dass die Ursache in einer Verdunstungskühlanlage zu finden ist.“ Bereits vor rund einem Jahr hatte das Robert-Koch-Institut aufgrund der langen Schließungen von Hotels oder Schwimmbädern vor einem möglichen Legionellen-Risiko gewarnt.

Legionellen in Heilbronn: Zwei Tote und mehrere Fälle – wer ist besonders anfällig?

Besonders anfällig für Legionellen sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und mit bestimmten Grunderkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sowie Herz- und Lungenleiden. Auch Raucher und ältere Menschen gelten als gefährdet. Männer erkranken zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Patienten verläuft die Erkrankung tödlich. (kab/dpa)

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