Teenager in Leimen schwer verletzt

Leimen: Brutale Kampfhund-Attacke – Täter wollen Strafe nicht akzeptieren

Leimen - Zwei Kampfhunde attackieren einen 15-Jährigen und verletzten ihn schwer. Drei junge Männer werden davor vom Landgericht Heidelberg verurteilt – und legen Revision ein.

  • Zwei Kampfhunde greifen in Leimen einen Jugendlichen an und verletzten ihn schwer.
  • Berke C, Berkant C. und Marvin B. werden vom Landgericht Heidelberg für die Attacke verurteilt.
  • Zwei der Angeklagten legen daraufhin Revision beim Bundesgerichtshof ein.

Vor fast genau einem Jahr ereignete sich in Leimen ein grausamer Vorfall. Am Abend des 10. Juni griffen zwei Kampfhunde der Rasse American Stafford Mix einen 15-Jährigen an und zerfleischten sein Gesicht. Die Tiere wurden ohne Maulkorb von zwei Personen herumgeführt. Berke C. hetzte die Vierbeiner zuvor auf das Opfer, um ihm Angst einzujagen – denn beide kannten sich. Am 3. Dezember begann dann der Prozess gegen Berke C., seinen Bruder und Hundebesitzer Berkant C. und den Freund Marvin B.. Dieser war ebenfalls vor Ort und ließ einen der Hunde auf den 15-Jährigen los. Das Trio wurde verurteilt und legte Revision ein.

Zwei Kampfhunde haben in Leimen einen Teenager schwer verletzt. (Symbolfoto)

Leimen: Kampfhund-Prozess – Täter legen Revision ein

Bereits am ersten Tag des Prozesses am Landgericht Heidelberg entschuldigten sich die drei jungen Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren für die Tat und räumten viele Fehler im Umgang mit den Kampfhunden ein. Am Ende wurde Berke C. wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt. Marvin B. wird wegen grob fahrlässiger Körperverletzung zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung und Schmerzensgeld verurteilt. Die gleiche Strafe erhält auch Berkant C.. Als Halter der beiden Hunde war er seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen. 

Direkt im Anschluss legten alle drei Revision gegen das Urteil ein. Der Haupttäter Berke C. hat diese mittlerweile aber wieder zurückgezogen und seine Strafe damit akzeptiert. Anders sieht es aber bei den beiden anderen Verurteilten aus. Sie wollen nach Angaben des Landgerichts weiter in der zweiten Instanz gegen die Entscheidung vorgehen. 

Leimen: Kampfhunde-Prozess wird nicht komplett aufgerollt

Wann sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen wird, ist allerdings noch unklar. Das Gericht in Karlsruhe wird das Urteil des Landgerichts Heidelberg nun auf Rechtsfehler überprüfen, den Fall an sich aber nicht mehr komplett aufrollen.

Doch solange die Revision dauert, ist das Schicksal der beiden Hunde „Coco“ und „Keuras“ noch unklar. Die Tiere leben seit der Tat in einem Tierheim. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, wird die Staatsanwaltschaft Heidelberg in Abstimmung mit dem Veterinäramt über das Schicksal der American-Staffordshire-Terrier entscheiden. Zurück zu Berkant C. werden sie aber auf jeden Fall nicht mehr kommen!

dpa/dh

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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