Täter und Opfer kennen sich

Kampfhunde zerfleischen Jungen (16) das Gesicht – Gentest bestätigt Verdacht

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Kampfhunde zerfleischen Jungen (16) das Gesicht – Gentest bestätigt Verdacht

Leimen - Ein Jugendlicher wird von zwei nicht angeleinten Kampfhunden angegriffen. Bei der Attacke wird der 15-Jährige schwer verletzt. Nun steht das Ergebnis eines Gentests fest:

  • Ein 15-Jähriger wird im Juni in Leimen von Kampfhunden angegriffen und entstellt.
  • Um festzustellen, um welche Rasse es sich bei den Tieren handelt, wurde ein Gentest durchgeführt.
  • Nach der brutalen Kampfhunde-Attacke in Leimen steht jetzt das Ergebnis fest. 

Am 10. Juni wird ein damals 15-Jähriger von zwei Hunden in Leimen angegriffen. Die Kampfhunde beißen den Jungen mehrfach ins Gesicht, dass sogar die Polizei von Entstellungen spricht. Bislang ist für das zuständige Ordnungsamt noch unklar gewesen, ob es sich bei den beiden Tieren auch wirklich um sogenannte Kampfhunde handelt. Deshalb wird nach der Tat in Leimen ein Gentest durchgeführt – dessen Ergebnis nun feststeht. Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Montag (29. Juli) mitteilt, seine beide Tiere laut Gentest Kampfhunde – genauer gesagt American Staffordshire Mix . „Die Hündin ist zu 54 Prozent, der Rüde zu 58 Prozent ein Kampfhund“, erklärt Staatsanwalt Tim Haaf. Das kann nun Auswirkungen auf den gesamten Fall haben, bei dem zwei Brüder aus Leimen im Alter von 16 und 22 Jahren angeklagt worden sind. Der 16-Jährige sitzt wegen der Attacke in Leimen sogar seit dem 2. Juli in Untersuchungshaft. Sein 22-jähriger Bruder ist gegen Auflagen auf freiem Fuß. Gegen ihn wird gesondert ermittelt.

Leimen: Kampfhunde auf Jungen gehetzt – 16-Jähriger in U-Haft

Für Kampfhunde gelten bestimmte Sicherheitsanforderungen, die womöglich missachtet wurden. So ist der minderjährige Bruder mit den Kampfhunden ohne Leine und Maulkorb in Leimen unterwegs, als das Unglück passiert. Wie Staatsanwalt Haaf weiter erläutert, bekommt die Frage der Fahrlässigkeit durch die Einstufung als Kampfhund eine neue Bedeutung. Der 22-Jährige hätte seinem minderjährigen Bruder die Hunde nicht überlassen dürfen. Außerdem waren die Kampfhunde unter der Rasse American Bulldog gemeldet, die im Südwesten nicht als Kampfhunde gelten. Beamte der Polizeihundestaffel, die nach Beschwerden eines Nachbarn des Hundehalters vor Ort waren, äußerten daran Zweifel. Daraufhin ist ein Gentest angeordnet worden, der den Verdacht bestätigt, dass es sich um die Rasse American Staffordshire Mix handelt.

Leimen: Kampfhunde attackieren Jungen – Opfer und Kampfhund-Besitzer haben sich gekannt

Doch viel schlimmer noch: Der 16-Jährige soll die Kampfhunde auf den Jungen gehetzt haben! Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg bestätigt hat, kennen sich die beiden Jungs aus Leimen seit mehreren Jahren – womöglich könnte die Tat auch geplant gewesen sein. Das Opfer hat laut Staatsanwaltschaft ausgesagt, dass die beiden Kampfhunde bereits Wochen vorher versucht haben sollen, den Jungen in Leimen anzugreifen.

Kurz nach der Kampfhund-Attacke kursiert im Netz ein Video, das den brutalen Angriff zeigt: Darauf erkennt man zunächst zwei Hunde, die hinter einem Fahrradfahrer herlaufen – dann eskaliert die Situation. Die Tiere attackieren ihr zur Tatzeit 15-jähriges Opfer, während es wehrlos auf dem Boden liegt.

Weitere Fälle in Leimen

Anfang August passiert es schon wieder: Eine unbeteiligte Person wird in Leimen Opfer eines Gewaltverbrechens. Ein Rentner macht mit seinem Enkel eine Fahrradtour, als er plötzlich einen stechenden Schmerz im Bauch spürt – jemand hat auf ihn geschossen.

jab

Quelle: Mannheim24

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