Täter und Opfer kennen sich

Kampfhunde zerfleischen Jungen (15) das Gesicht – neue schockierende Details zur Tat 

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Junge Männer nach Kampfhund-Attacke vor Gericht: Wollten sie Opfer Lektion erteilen?

Leimen - Ein Jugendlicher wird von zwei nicht angeleinten Kampfhunden angegriffen. Bei der Attacke wird der 15-Jährige schwer verletzt. Jetzt kommen neue schockierende Details zur Tat ans Licht: 

  • Ein 15-Jähriger wird am 10. Juni in Leimen von Kampfhunden angegriffen und entstellt.
  • Um festzustellen, ob die Tiere Kampfhunde sind, wurde ein Gentest durchgeführt.
  • Die Staatsanwaltschaft erhebt drei Monate nach der Kampfhund-Attacke Anklage.

Update vom 10. September: Ein 16-Jähriger und ein 22-Jähriger sollen am 10. Juni in Leimen zwei Kampfhunde auf einen 15-Jährigen gehetzt haben. Bei dieser Kampfhunde-Attacke in Leimen wird das junge Opfer schwer im Gesicht verletzt. Anfang September erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Körperverletzung. Da der 16-Jährige Verwandte im Ausland haben soll, sitzt er wegen Fluchtgefahr seit Juli im Jugendgefängnis Adelsheim in U-Haft. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, sollen die beiden Angeklagten laut Oberstaatsanwalt Florian Pistor die beiden American Staffordshire Terrier in Leimen absichtlich auf den 15-Jährigen gehetzt haben um ihm „eine Lektion zu erteilen“

Leimen: Junge Männer nach Kampfhund-Attacke vor Gericht: Wollten sie Opfer Lektion erteilen?

Bereits an Ostern soll einer der Hunde versucht haben den 15-Jährigen zu beißen. Am 10. Juni soll der 15-Jährige in Leimen mit seinem Fahrrad an den beiden Angeklagten vorbeigefahren sein und sie provoziert haben. „Diesmal kannst du mir nichts tun, Coco“, soll der 15-Jährige in Richtung des Duos gerufen haben. Daraufhin sollen die beiden ihre Kampfhunde auf den 15-Jährigen gehetzt haben. Kurz nach der Kampfhund-Attacke kursiert im Netz ein Video, das den brutalen Angriff zeigt: Darauf erkennt man zunächst zwei Hunde, die hinter einem Fahrradfahrer herlaufen – dann eskaliert die Situation. Die Tiere attackieren ihr Opfer, während es wehrlos auf dem Boden liegt. Im Juli wird der 15-Jährige aus einer Spezialklinik entlassen. Wie es ihm mittlerweile geht, ist nicht bekannt. 

Einen Termin für die Haupthandlung gebe es bisher noch nicht, er könnte aber schon nächste Woche verkündet werden. Wegen fahrlässiger Körperverletzung ist auch der 21-Jährige Hundehalter, der Bruder des 16-Jährigen, angeklagt. Er soll massiv gegen die Kampfhunde-Verordnung verstoßen haben, unter anderem weil er die Hunde seinem minderjährigen Bruder überlasen hat, die in Leimen weder einen Maulkorb trugen, noch angeleint waren.

Leimen: Kampfhunde zerfleischen Jungen (15) das Gesicht – muss das Aufhetzer-Trio hinter Gitter?

Update vom 1. September: Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat jetzt Anklage gegen drei junge Männer erhoben, die sie für die Kampfhund -Attacke am 10. Juni in Leimen verantwortlich macht. Der 21-jährige Hundehalter ist wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, da er seinem jüngeren 16-jährigen Bruder seine beiden American Staffordshire Terrier ohne Maulkorb und Leine überlassen hat: Ein gravierender Verstoß gegen die Kampfhunde-Verordnung. Der jüngere Bruder soll dann mit einem Freund zusammen die Kampfhunde auf einen 15-jährigen Fahrradfahrer gehetzt haben. Die beiden werden jetzt wegen schwerer Körperverletzung angeklagt – das bedeutet mindestens ein Jahr Freiheitsentzug. Seit der Tat sitzt der jüngste des Trios in Untersuchungshaft.

Die beiden Kampfhunde sind seit der Attacke in einem Tierheim. Falls es zu einer Verurteilung kommt, würden der Rüde und die Hündin als Tatwerkzeug eingezogen werden. Dann würde das Veterinäramt entscheiden, was mit den beiden Kampfhunden aus Leimen passiert.

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Leimen: Waren es wirklich Kampfhunde? Gentest bringt Klarheit

Am 10. Juni wird ein damals 15-Jähriger von zwei Hunden in Leimen angegriffen. Die Kampfhunde beißen den Jungen mehrfach ins Gesicht, dass sogar die Polizei von Entstellungen spricht. Bislang ist für das zuständige Ordnungsamt noch unklar gewesen, ob es sich bei den beiden Tieren auch wirklich um sogenannte Kampfhunde handelt. Deshalb wird nach der Tat in Leimen ein Gentest durchgeführt – dessen Ergebnis nun feststeht. Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Montag (29. Juli) mitteilt, seine beide Tiere laut Gentest Kampfhunde – genauer gesagt American Staffordshire Mix . „Die Hündin ist zu 54 Prozent, der Rüde zu 58 Prozent ein Kampfhund“, erklärt Staatsanwalt Tim Haaf. Das kann nun Auswirkungen auf den gesamten Fall haben, bei dem zwei Brüder aus Leimen im Alter von 16 und 22 Jahren angeklagt worden sind. Der 16-Jährige sitzt wegen der Attacke in Leimen sogar seit dem 2. Juli in Untersuchungshaft. Sein 22-jähriger Bruder ist gegen Auflagen auf freiem Fuß. Gegen ihn wird gesondert ermittelt.

Leimen: Kampfhunde auf Jungen gehetzt – 16-Jähriger in U-Haft

Für Kampfhunde gelten bestimmte Sicherheitsanforderungen, die womöglich missachtet wurden. So ist der minderjährige Bruder mit den Kampfhunden ohne Leine und Maulkorb in Leimen unterwegs, als das Unglück passiert. Wie Staatsanwalt Haaf weiter erläutert, bekommt die Frage der Fahrlässigkeit durch die Einstufung als Kampfhund eine neue Bedeutung. Der 22-Jährige hätte seinem minderjährigen Bruder die Hunde nicht überlassen dürfen. Außerdem waren die Kampfhunde unter der Rasse American Bulldog gemeldet, die im Südwesten nicht als Kampfhunde gelten. Beamte der Polizeihundestaffel, die nach Beschwerden eines Nachbarn des Hundehalters vor Ort waren, äußerten daran Zweifel. Daraufhin ist ein Gentest angeordnet worden, der den Verdacht bestätigt, dass es sich um die Rasse American Staffordshire Mix handelt.

Leimen: Kampfhunde attackieren Jungen – Opfer und Kampfhund-Besitzer haben sich gekannt

Doch viel schlimmer noch: Der 16-Jährige soll die Kampfhunde auf den Jungen gehetzt haben! Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg bestätigt hat, kennen sich die beiden Jungs aus Leimen seit mehreren Jahren – womöglich könnte die Tat auch geplant gewesen sein. Das Opfer hat laut Staatsanwaltschaft ausgesagt, dass die beiden Kampfhunde bereits Wochen vorher versucht haben sollen, den Jungen in Leimen anzugreifen.

Kurz nach der Kampfhund-Attacke kursiert im Netz ein Video, das den brutalen Angriff zeigt: Darauf erkennt man zunächst zwei Hunde, die hinter einem Fahrradfahrer herlaufen – dann eskaliert die Situation. Die Tiere attackieren ihr zur Tatzeit 15-jähriges Opfer, während es wehrlos auf dem Boden liegt.

Weitere Fälle in Leimen

Anfang August passiert es schon wieder: Eine unbeteiligte Person wird in Leimen Opfer eines Gewaltverbrechens. Ein Rentner macht mit seinem Enkel eine Fahrradtour, als er plötzlich einen stechenden Schmerz im Bauch spürt – jemand hat auf ihn geschossen.

jab

Quelle: Mannheim24

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