Flüchtlingskrise

Kreis richtet weitere Unterkunft in Leimen ein

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Ab Mitte Februar sollen im ‚ApartInn‘ Flüchtlinge unterkommen.

Leimen - Der Rhein-Neckar-Kreis weitet seine Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge weiter aus. Ab Mitte Februar soll ein Apartment-Hotel in der Markgrafenstraße bezogen werden.

Der Rhein-Neckar-Kreis arbeitet weiter am Ausbau der Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge.

Nachdem am Donnerstag bekannt wurde, dass das ehemalige Hotel ‚Mondial‘ in Wiesloch ab Anfang März als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge (WIR BERICHTETEN) genutzt werden soll, gibt das Landratsamt am Freitag eine weitere Unterbringungsmöglichkeit bekannt.

Aufgrund der weiterhin hohen Zuweisungszahlen durch das Regierungspräsidium Karlsruhe – allein für Januar dieses Jahres ist der Rhein-Neckar-Kreis verpflichtet, 1.045 Personen aufzunehmen – wird der Rhein-Neckar-Kreis bereits ab Mitte Februar eine weitere Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge in Leimen einrichten. 

350 Flüchtlinge im ‚ApartInn‘

Dafür hat der Kreis das bisherige Apartment-Hotel ‚ApartInn‘ in der Markgrafenstraße für zehn Jahre angemietet. In der Unterkunft sollen 350 Menschen unterkommen. 

Über die Zusammensetzung des zu erwartenden Personenkreises liegen dem Landratsamt derzeit noch keine Angaben vor. Ein Bauantrag auf Nutzungsänderung wird von der Vermieterin gestellt. Aufgrund des weiterhin hohen Zuweisungsdrucks kann allerdings mit der Belegung des Objekts nicht bis zum Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens gewartet werden.

Auch in Leimen: Polizeilicher Notstand

Wie auch in Wiesloch muss die Leimener Unterkunft zunächst im Rahmen des „polizeilichen Notstandes zur Vermeidung von Obdachlosigkeit betrieben werden. Momentan gibt es in Leimen in der temporären Notunterkunft in der Travemünder Straße (480 Plätze) sowie in Wohnungen in der Johannes-Reidel-Straße (41 Plätze) 521 Plätze für Asylbewerber und Flüchtlinge. 

Da bereits deutlich über 1.500 Flüchtlinge in Notunterkünften wie Gewerbe- und Sporthallen untergebracht sind, in denen es praktisch kaum Privatsphäre gibt, sind wir dankbar, wenn wir auf Objekte wie das ‚ApartInn‘ zurückgreifen können. Vorübergehende Notunterkünfte wie in der Travemünder Straße in Leimen sind sicherlich nicht die Ideallösung und führen zu Spannungen unter den Bewohnern, das haben die Ereignisse der vergangenen Tage gezeigt. Solche Einrichtungen sind derzeit aber alternativlos“, sagt der Ordnungsdezernent im Landratsamt Rhein-Neckar-Krei Christoph Schauder.

Bessere Situation in Gemeinschaftsunterkünften

Der Rhein-Neckar-Kreis habe selbst großes Interesse daran, die Bewohner solcher Notunterkünfte so schnell wie möglich in reguläre Gemeinschaftsunterkünfte zu überführen, da sich in solchen Einrichtungen die Lage deutlich entspannter darstelle und dort insbesondere die dem Landkreis obliegende Sozialbetreuung der Flüchtlinge besser durchgeführt werden könne. 

Deshalb werden weitere, zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten wie das ‚ApartInn‘ dringend benötigt, zumal der Landkreis eine Auflösung der Notunterkunft in der Travemünder Straße bis Ende des Jahres anstrebe.

Rhein-Neckar-Kreis/rmx

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