Leserumfrage: Tierschutz

Tote Hundewelpen im Kraibach: Welche Strafe erwartet den Täter?

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Welche Strafe ist bei dem Mord von Tieren angemessen? (Symbolbild)

St. Leon-Rot - Der Fund von drei toten Welpen schockiert die Region. Die Polizei und der Tierschutz fahnden nach dem Täter. Doch welche Strafe blüht dem brutalen Tierhasser?

Gerade gehen zwei Jugendliche noch ihrem unschuldigen Spiel am Kraibach in St. Leon-Rot nach – da machen sie im Wasser plötzlich einen schrecklichen Fund: einen Jutebeutel mit drei toten Hundewelpen im Inneren.

Während die Polizei und das Veterinäramt noch nach dem Tiermörder fahnden, stellt sich die Frage, welche Strafe ein solches Verbrechen verdient?

Traurig aber wahr: Vor dem Gesetz gelten Tiere streng genommen als ,Sache'. Das Töten wird somit – ähnlich wie bei der Sachbeschädigung – mit einer Bußgeldstrafe geahndet.

Anders ist das bei Tierquälerei. Diese kann eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen. In beiden Fällen kann es aber zu einem Tierhalteverbot kommen.

Strafen laut Bußgeldkatalog

Der Bußgeldkatalog des Tierschutzes sieht im Übrigen dieselben Strafen für dieselben Verbrechen an Katzen, Pferden sowie Kaninchen und Hasen vor.

Doch wie sieht es mit anderen Säugetieren – beispielsweise Igeln, Eichhörnchen oder Maulwürfen – aus? Solche zu töten oder deren Fortpflanzungs- oder Ruhestätten zu zerstören, wird lediglich mit Strafgeldern geahndet. In Baden-Württemberg können diese aber immer hin bis zu 50.000 Euro hoch sein.

Gleich hoch sind die Auflagen für dieselben Verbrechen, wenn es um Hornissen, Wespen oder Bienen geht. Zumindest, wenn es für das Handeln „keinen vernünftigen Grund“ gibt.

Tierquälerei?

Zurück zum Welpenmörder: Das Ausmaß seiner Strafe würde demnach unter anderem davon abhängen, ob die Tötungsweise als Tierquälerei gesehen wird. Im gnädigsten Fall könnte er somit mit einer Geldstrafe davonkommen. 

Wie die Ermittlungen der Polizeihundeführerstaffel ergeben, hat er die Welpen im Alter von circa drei bis vier Wochen erschlagen und danach im Bach versenkt.

Bei ihnen soll es sich übrigens um eine „mindestens kniehohen Kurzhaar-Rasse“ – etwa Labradoren, Mischlinge oder ähnliches – handeln. Sie müssen im Zeitraum zwischen März und April zur Welt gekommen sein. 

Die Abstimmung ist beendet.
Sind die Strafen zum Tierschutz deiner Meinung nach angemessen?
Nein, sie sollten auf jeden Fall höher sein!
91.19%
Ja, absolut!
6.73%
Nein, die Strafen sind zu hoch!
2.07%

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten sich unter ☎06222/57090 beim Polizeirevier in Wiesloch zu melden. 

gs

Quelle: Mannheim24

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