Fünf Schüler aus Leonberg im Verdacht

Skandal an Schule in Baden-Württemberg: Nazi-Symbole im Klassenchat getauscht!

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Symbolfoto

Leonberg - Die Polizei in Leonberg ermittelt wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und der Verbreitung von Pornografie im Chat einer Schulklasse.

  • Skandal an Schule in Leonberg!
  • Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums sollen im Klassenchat Nazi-Symbole getauscht haben.
  • Jetzt ermittelt die Polizei gegen fünf Gymnasiasten.

Fünf Schüler eines Gymnasiums in Leonberg stehen im Verdacht, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am Freitag. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei handelt es sich um jugendliches Fehlverhalten in dem geschlossenen Klassenchat des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Leonberg. Wie die BILD-Zeitung berichtet, seien neben Nazi-Symbolen auch das Bild eines Maschinengewehrs mit der Unterschrift „löst bis zu 1.800 Asylanträge pro Minute“ verschickt worden. Die Mitteilungen seien laut Polizei nicht an Außenstehende gelangt. 

Leonberg: Schüler tauschen Nazi-Symbole im Klassenchat – Kultusministerium fordert Aufklärung 

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) reagiert mit der Forderung nach Aufklärung: „In besonders krassen Fällen wie in Leonberg selbstverständlich auch unter Einbeziehung der Strafverfolgungsbehörden“. Solche Vorfälle dürften nicht verschwiegen werden. Die BILD-Zeitung veröffentlichte auch einen Ausschnitt aus einem Schreiben des Schulleiters Klaus Nowotzin an die Eltern in Leonberg, in dem er von Hakenkreuzen, Hitlergruß, sexualisierten Karikaturen und Verunglimpfung von Menschen mit Down-Syndrom berichtete. Er habe zum ersten Mal in zehn Jahren als Leiter des Gymnasiums in Leonberg die Polizei eingeschaltet, schrieb Nowotzin dem Bericht zufolge. Die Klasse aus Leonberg habe erst kürzlich eine KZ-Gedenkstätte besucht. 

Leonberg: Nazi-Skandal an Schule kein Einzelfall

In Baden-Württemberg besteht seit April 2018 an öffentlichen Schulen eine Meldepflicht für Vorfälle mit antisemitischem, anderweitig religiösem oder ethnischem Hintergrund. 31 Schulen hätten seitdem Vorfälle an die Kultusverwaltung gemeldet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Rechtsradikale und diskriminierende Parolen sowie verfassungsfeindliche Symbole hätten an Schulen nichts zu suchen, weder im Klassenzimmer noch im Klassenchat, teilte Eisenmann mit. „Wir alle sind aufgefordert, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und wachsam gegenüber antisemitischen Tendenzen zu sein.“ 

Erst im April hatte ein Skandal an einer Schule in Stuttgart Schlagzeilen gemacht: Eine ganze Schulklasse soll im Klassenchat auf WhatsApp kinderpornografisches Material getauscht haben! 

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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